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Mathematisch-statistische Modellierung von Schäumen

Titel: Mathematisch-statistische Modellierung von Schäumen

Diplomarbeit , 2007 , 65 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Anaya (Autor:in)

Lebensmitteltechnologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schaumblasen begeistern die Menschen, seit es Tenside gibt. Aber ihre mathematische Erforschung begann erst in den dreißiger Jahren des vorletzten Jahrhunderts, als der belgische Physiker Joseph A. Plateau (1801 bis 1883) Drahtgestelle in Seifenwasser tauchte und über die Ergebnisse staunte. Selbst heute, 170 Jahre später, haben wir noch keine vollständige mathematische Erklärung - oder auch nur Beschreibung - einiger interessanter Phänomene, die Plateau beobachtet hat.
In der Sommerzeit ist es den Gästen von Biergärten sicherlich aufgefallen, dass der Schaum leider nicht so schön bleibt, wie man ihn bekommt, und mit diesem Problem beschäftigen sich Wissenschaftler (und auch die Brauereien) schon seit Plateaus- Zeiten, wie man dieses Gebilde langlebiger macht. Außerdem wird es in dieser Arbeit versucht, anhand von Daten aus der Fachhochschule in Kiel, durch mathematisch- statistische Untersuchungen den exponentiellen Verlauf von dem Schaumzerfall zu bestätigen. Ferner werden die Einflussparameter von Schäumen mit statistischen Methoden auf Signifikanz untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung von Schäumen

2.1. Elemente der Schaumstruktur

2.2. Der Plateau- Rand

3. Tenside und ihre Eigenschaften

3.1. Funktionsweise der Tenside

3.2. Einfluss der Tenside auf den Schaum

3.3. Tenside in der Lebensmittelindustrie

4. Schäume in der Lebensmittelindustrie

4.1. Schaumstabilisatoren

4.2. Schaumerzeugen in der Lebensmittelindustrie

4.3. Sensorische Wahrnehmung von Schaum

4.4. Anwendungen von Schaum

4.4.1. Milchschaum

4.4.2. Schlagsahne

4.4.3. Speiseeis

4.4.4. Marshmallow

4.4.5. Schäume in der Getränkeindustrie

4.5. Schaum als unerwünschter Faktor

4.5.1. Probleme von Schäumen

4.5.2. Schaumzerstörung und Unterdrückung

5. Praktische Modellierung von Schäumen

5.1. Versuchsaufbau

5.2. Material und Durchführung

5.2.1. Verwendete Geräte und Materialien

5.2.2. Versuchsdurchführung

5.3. Versuchsergebnisse

5.4. Mathematische Untersuchung der Versuchsergebnisse

5.4.1. Hintergrund der mathematisch- statistischen Untersuchung

5.4.2. Durchführung der Untersuchung

5.4.3. Theoretische Grundlagen zu den Berechnungen

5.4.4. Berechnung der Parameter

5.4.5. Numerische Ableitung und Regression

5.4.6. Trennung der Kurvenverläufe

6. Diskussion der Ergebnisse

6.1. Regressionen

6.1.1. Signifikanz der Versuchsparameter

6.2. Trennung von Saisonal- und Zufallskomponente

6.3. Prüfung der Stufentheorie

6.3.1. Relativer Fehler

6.3.2. Varianzanalyse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der physikalischen Eigenschaften von Schäumen und deren mathematisch-statistische Modellierung, insbesondere des Schaumzerfalls, unter Verwendung von experimentellen Daten. Die Arbeit prüft, ob der Zerfallsprozess einem rein exponentiellen Verlauf folgt oder durch eine sogenannte "Stufentheorie" charakterisiert werden kann.

  • Physikalische Grundlagen der Schaumstruktur und Stabilität
  • Rolle von Tensiden und Stabilisatoren in der Lebensmittelindustrie
  • Experimentelle Erfassung des Schaumzerfalls von Bier unter variierenden Bedingungen
  • Mathematische Modellierung durch Regressionsanalyse und numerische Verfahren
  • Statistische Validierung der Ergebnisse mittels Varianzanalyse

Auszug aus dem Buch

2. Beschreibung von Schäumen

Schäume gehören wie Emulsionen zur Gruppe der dispersen Mehrphasensysteme. In Schäumen sind Blasen (disperse Phase) in einer sie umgebenden Flüssigkeit (kontinuierliche Phase) verteilt.

Schäume können durch chemische Reaktionen, durch das Einleiten eines Gases in eine Flüssigkeit oder durch heftige Bewegungen an der Flüssigkeitsoberfläche erzeugt werden. Sie können aber auch in der freien Natur erzeugt werden zum Beispiel bei Gasemissionen in Moorgebiete oder bei der Zersetzung von organischem Material in einem Wasserbecken, bei grober See, bei Wasserfällen, usw.

Schäume durchlaufen zwei Phasentypen während der Entstehung, einmal den Kugelschaum, und nach der Drainage der Flüssigkeit den Polyederschaum. Ein Beispiel für einen Polyederschaum zeigt Abbildung 1. Wenn der Gasanteil niedrig und die Dicke der flüssigen Phase im Bezug auf die Blasengröße groß ist, nennt man den Schaum „Kugelschaum“, weil die Gasblasen einen runden Erscheinungsbild erweisen, und es keinen direkten Kontakt zwischen den Blasen gibt (siehe Abbildung 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Schaum, seine Bedeutung in der Lebensmitteltechnik und die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der mathematischen Beschreibung des Schaumzerfalls.

2. Beschreibung von Schäumen: Erläuterung der physikalischen Struktur von Schäumen, der Unterscheidung zwischen Kugel- und Polyederschaum sowie der Prozesse der Schaumbildung.

3. Tenside und ihre Eigenschaften: Detaillierte Darstellung der Wirkungsweise von Tensiden, ihrer Einteilung und ihrer spezifischen Bedeutung für die Lebensmittelindustrie.

4. Schäume in der Lebensmittelindustrie: Untersuchung von Schaumstabilisatoren, Methoden der Schaumerzeugung und Anwendungsbeispiele sowie Problematiken unerwünschter Schaumbildung und deren Unterdrückung.

5. Praktische Modellierung von Schäumen: Beschreibung des experimentellen Aufbaus zur Messung des Schaumzerfalls bei Bier sowie der mathematisch-statistischen Verfahren zur Datenanalyse.

6. Diskussion der Ergebnisse: Vergleich der experimentellen Daten mit den theoretischen Regressionsmodellen und statistische Prüfung der Stufentheorie mittels Varianzanalyse.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Einschränkungen der Modellierung und ein Ausblick auf die Komplexität des Systems.

Schlüsselwörter

Schaum, Schaumzerfall, Dispersion, Tenside, Lebensmitteltechnik, Mathematische Modellierung, Regression, Varianzanalyse, Stufentheorie, Bierschaum, Plateau-Regeln, Oberflächenspannung, Schaumstabilisierung, Disperse Mehrphasensysteme, Experimentelle Datenanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der physikalischen Beschaffenheit von Schäumen und untersucht insbesondere mathematische Methoden, um den Schaumzerfallsprozess zu beschreiben und zu modellieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schaumphysik, dem Einfluss von Tensiden, der industriellen Anwendung von Schäumen sowie der statistischen Datenanalyse von Zerfallsprozessen am Beispiel von Bierschaum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu untersuchen, wie gut ein exponentielles Modell den realen Schaumzerfall beschreibt und ob sich Abweichungen durch eine sogenannte "Stufentheorie" erklären lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein experimenteller Ansatz mit Videoanalyse von Bierschaum gewählt, gefolgt von einer numerischen Auswertung mittels Regressionsrechnung und einer statistischen Prüfung durch Varianzanalysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu Schäumen und Tensiden, die detaillierte Darstellung des Experiments sowie die umfangreiche mathematische Auswertung der Messdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schaumzerfall, Regressionsmodellierung, Stufentheorie, Oberflächenspannung und statistische Varianzanalyse charakterisiert.

Was genau beschreibt die "Stufentheorie"?

Die Stufentheorie ist eine Arbeitshypothese des Verfassers, die davon ausgeht, dass der Schaumzerfall nicht kontinuierlich exponentiell erfolgt, sondern in Stufen, bedingt durch interne Strukturveränderungen wie Flüssigkeitsdrainage und Blasenverschmelzungen.

Warum wurde Bierschaum für das Experiment gewählt?

Bierschaum diente als gut verfügbares, natürliches schäumendes Medium, an dem die Parameter Temperatur und Oberflächenreinheit des Glases unter kontrollierten Bedingungen auf ihren Einfluss auf den Zerfallsprozess untersucht werden konnten.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mathematisch-statistische Modellierung von Schäumen
Hochschule
Fachhochschule Weihenstephan; Abteilung Freising
Note
1,3
Autor
Daniel Anaya (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
65
Katalognummer
V82015
ISBN (eBook)
9783638884143
ISBN (Buch)
9783638883221
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mathematisch-statistische Modellierung Schäumen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Anaya (Autor:in), 2007, Mathematisch-statistische Modellierung von Schäumen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82015
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Leseprobe aus  65  Seiten
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