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Methoden der Entscheidungsfindung

Vergleich verschiedener Ansätze zur Entscheidungsfindung

Titel: Methoden der Entscheidungsfindung

Hausarbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Birte Christiansen (Autor:in), Julia Neß Mareike Berwanger (Autor:in)

Psychologie - Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Entscheiden heißt, sich unter Bedingungen beschränkter Ressourcen eine Wahl unter Alternativen zu treffen, die der Entscheidung einer bestimmten Zielrichtung dienen können“ (Bugdahl 1990, S. 11).
Dem Thema „Methoden der Entscheidungsfindung“ ist die Wissenschaft in den vergangenen Jahren von ganz unterschiedlichen Ausgangspunkten nähergekommen. So wurden in der Betriebswirtschaftslehre Formeln aufgestellt, um die rational beste Entscheidung zu treffen, während Managementtheoretiker Modelle erfanden, die entscheidungsfaule Führungskräfte unterstützen sollen. Dies kann eine logische Entwicklung in unserer „durchrationalisierten Wissenschaftsgesellschaft“ sein, in der es doch meist versucht wird, alle „Informationen zu berücksichtigen und gewichten, um auf dieser Grundlage eine rationale, ‚perfekte’ Entscheidung zu treffen“ (Gigerenzer 2007, Umschlagtext).
Dem widersprechen allerdings aktuell die Vertreter der „Intuitiven Intelligenz“, die den Homo oeconomicus als reine Fiktion der klassischen Wirtschaftstheorie beschreiben, da es keine Entscheidungen ohne Gefühle gäbe. Dass diese Methode nicht weniger Aussichten auf Erfolg habe, sei nun auch von Neurologen bestätigt. (Vgl. Kast 2006)
...
Welche Methode der Entscheidungsfindung ist nun die beste, die sicherste oder die einfachste? Es ist keine allgemeingültige Antwort zu finden, da die Voraussetzung und der Kontext immer verschieden sind. Aber besteht überhaupt ein Zusammenhang zwischen der Anwendung einer Methode und dem Kontext? Von welchen Einflussgrößen ist eine Entscheidung abhängig? Ist also unter bestimmten Voraussetzungen eine der anderen Methoden vorzuziehen? Diese Fragen zu beantworten, ist ein wesentliches Ziel dieser Arbeit. Hierzu werden eingangs die verschiedenen Ansätze zur Entscheidungsfindung dargestellt und, soweit möglich, verglichen. Aufbauend auf dem ersten Teil werden die beschriebenen Theorien aufgegriffen und eine Beurteilung der Verfasserinnen entwickelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Bauchentscheidungen

2.2. Entscheidungen im Managementbereich

2.2.1. Programmierte und Nicht-Programmierte Entscheidungen

2.2.2. Das Klassische Modell

2.2.3. Das Administrative Modell

2.3. Risiko und Unsicherheit:

2.4. Mehrdeutige Information:

2.5. Zeit- und Kostenhemmnisse:

2.6. Entscheidungsmethoden im Projektmanagement

2.6.1. Die Sofortmethode der Entscheidungsfindung

2.6.2. Die Sechs Schritte der Entscheidungsfindung

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verschiedene Methoden der Entscheidungsfindung in einem Umfeld zunehmender Informationsüberflutung und Komplexität. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Anwendung spezifischer Entscheidungsmethoden und dem jeweiligen Kontext zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für rationale und intuitive Entscheidungsprozesse zu entwickeln.

  • Grundlagen und Definitionen der Entscheidungsfindung
  • Gegenüberstellung von rationalen und intuitiven Entscheidungsprozessen
  • Analyse von Entscheidungsmodellen (Klassisches vs. Administratives Modell)
  • Einflussfaktoren wie Risiko, Unsicherheit und Zeitdruck
  • Praktische Methoden der Entscheidungsfindung im Projektmanagement

Auszug aus dem Buch

2.1. Bauchentscheidungen

Solange wir denken können, gilt die allgemeine Überzeugung, dass der Verstand den Gefühlen überlegen sei. Benjamin Franklin, einer der Gründungsväter der Vereinigten Staaten von Amerika, schlug seinem Neffen schon 1779 vor, eine Liste der Vor- und Nachteile zu erstellen, um so zur rational besten Entscheidung zu kommen. Gerade bei so genannten wichtigen Entscheidungen raten viele Lehrbücher dem „vernünftigen Menschen“ sich jede Alternative anzuschauen, über alle Konsequenzen nachzudenken und deren Wahrscheinlichkeit und Nutzen abzuschätzen (vgl. Kast 2006). Doch nicht bei jeder Entscheidung, die wir während unseres Lebens treffen müssen, können wir so vorgehen. Ob wir erst den linken oder den rechten Schnürsenkel zubinden oder auf welche Seite wir springen, wenn ein Motorrad auf uns zugerast kommt – meist entscheiden wir schnell und unbewusst, teilweise ist die Vorgehensweise auch schon automatisiert. Hier wird nicht rational vorgegangen und trotzdem ist die Entscheidung nicht automatisch schlechter oder weniger wert.

Doch wie kommen wir zu diesem schnellen Entschluss? Der Duden definiert es so: „Intuition, die (...): a) das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts od. eines komplizierten Vorgangs; b) Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen“ (Dudenredaktion (Hrsg.) 2001, S. 457). Wir entscheiden also aufgrund einer Ahnung oder einem Gefühl, das wiederum geprägt ist durch unseren natürlichen Instinkt, Erziehung und Erfahrung. Diese Ahnung kann unser Überleben sichern, denn gerade in lebensbedrohlichen Situationen (s. Motorradbeispiel) entscheiden wir oft „aus dem Bauch heraus“, daher wird sie auch als Bauchgefühl bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert das Spannungsfeld zwischen rationalen Entscheidungsmodellen und der intuitiven Intelligenz im Kontext der heutigen Informationsgesellschaft.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert verschiedene theoretische Ansätze der Entscheidungsfindung, kontrastiert rationale und administrative Modelle und beleuchtet Entscheidungstechniken im Projektmanagement.

3. Schluss: Das Fazit betont, dass die Wahl einer Entscheidungsmethode stark kontextabhängig ist und Intuition bei komplexen Entscheidungen oft eine wertvolle Ergänzung zur Rationalität darstellt.

Schlüsselwörter

Entscheidungsfindung, Intuition, Bauchentscheidungen, Rationalität, Management, Projektmanagement, Klassisches Modell, Administratives Modell, Satisficing, Heuristiken, Informationsüberflutung, Risiko, Unsicherheit, Entscheidungstechniken, Führungskräfte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Gegenüberstellung verschiedener Methoden zur Entscheidungsfindung in einem professionellen und privaten Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Intuition, rationale Entscheidungsmodelle, Managementtheorien sowie die Auswirkungen von Komplexität und Zeitdruck auf den Entscheidungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, welche Entscheidungsansätze unter welchen Voraussetzungen sinnvoll sind und wie Manager ihre Entscheidungsfindung optimieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementtheorien, psychologischer Konzepte zur Intuition sowie die Darstellung praktischer Anwendungsmethoden wie der Sofortmethode.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Bauchentscheidungen, den Vergleich klassischer und administrativer Managementmodelle sowie die Erläuterung spezifischer Methoden im Projektmanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wesentlichen Begriffe sind Entscheidungsfindung, Intuition, Rationalität, Management, Heuristiken und Satisficing.

Warum unterscheidet das Modell zwischen programmierten und nicht-programmierten Entscheidungen?

Diese Differenzierung dient dazu, routinierte, regelbasierte Entscheidungen von komplexen, unsicheren Situationen abzugrenzen, die individuelle Lösungsansätze erfordern.

Was besagt das Konzept des "Satisficing"?

Es beschreibt, dass Entscheider aufgrund begrenzter Ressourcen und kognitiver Kapazitäten nicht nach der absolut optimalen, sondern nach einer "zufriedenstellenden" Lösung suchen.

Welche Rolle spielt die Intuition bei der Entscheidungsfindung?

Die Intuition wird als wertvolles Hilfsmittel bei hoher Komplexität und Zeitdruck betrachtet, das es ermöglicht, unbewusste Erfahrungen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Methoden der Entscheidungsfindung
Untertitel
Vergleich verschiedener Ansätze zur Entscheidungsfindung
Hochschule
Hochschule Bremen  (School of International Business)
Veranstaltung
Grundlagen der Psychologie
Note
1,0
Autoren
Birte Christiansen (Autor:in), Julia Neß Mareike Berwanger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V82049
ISBN (eBook)
9783638892612
ISBN (Buch)
9783640566945
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Methoden Entscheidungsfindung Grundlagen Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Birte Christiansen (Autor:in), Julia Neß Mareike Berwanger (Autor:in), 2007, Methoden der Entscheidungsfindung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82049
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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