Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Der Markt. 1
2.1 Was ist der Markt? 1
2.2 Der vollkommene Markt in der Theorie 3
2.3 Der unvollkommene Markt ( Realität) 5
3 Marktversagen 7
3.1 Definition 7
3.2 Gefangenendilemma. 7
3.3 Ursachen des Marktversagens. 9
3.3.1 Externe Effekte 9
3.3.2 Unteilbarkeiten 11
3.3.3 Informationsmängel. 11
3.3.4 Öffentliche Güter 14
3.4 Folgen des Marktversagens 14
3.4.1 Vorbemerkung 14
3.4.2 Soziale Folgen 15
3.4.3 Ökonomische Folgen 16
3.4.4 Kettenreaktion 18
3.5 Therapiemöglichkeiten 19
3.5.1 Lampesches Interventionsprinzip: 20
3.5.2 Eukensche Prinzipien: 20
3.5.3 Marktversagen infolge von externen Effekten:
Wirtschaftspolitische Eingriffsmöglichkeiten 21
3.5.4 Eingriffsmöglichkeiten bei Unteilbarkeiten. 24
3.5.5 Eingriffsmöglichkeiten bei Informationsmängeln 26
3.5.6 Eingriffsmöglichkeiten bei Anpassungsmängeln 27
3.5.7 Eingriffsmöglichkeiten bei Nichtrationalität. 27
3.6 Der Eingriffszeitpunkt für den Staat. 28
3.7 Prävention 28
4 Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse. 30
Anhang I: Euckens Prinzipien der Wirtschaftspolitik. 31
Anhang II: Die Bedürfnisspyramide nach Maslow. 33
Literaturverzeichnis 34
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Preisbildung auf Konkurrenzmärkten
Abbildung 2: Entscheidungsmatrix
Abbildung 3: Nachfrageverhalten ohne asymmetrische
Informationsteilung
Abbildung 4: Nachfrageverhalten bei einer asymmetrischen
Informationsverteilung
II
1 Einleitung
Der 25. Oktober 1929 wurde zu einem der schwärzesten Tage in der Geschichte der Weltwirtschaft. Dieser Tag sollte den Beginn einer weltweiten Wirtschaftskrise einläuten. Millionen von arbeitslosen Menschen und zerbrochene Existenzen waren die Folge dieses „schwarzen Freitags“.
Der Markt hatte versagt. In diesem Referat soll auf das Phänomen des Marktversagens näher eingegangen werden. Die wichtigen theoretischen Grundlagen zum vollkommenen und unvollkommenen Markt bilden die Basis dieser Arbeit. Darauf aufbauend soll das Marktversagen näher beschrieben werden. Im Folgenden werden die Ursachen des Marktversagens näher erläutert. Die Beschreibung der Auswirkungen eines Marktversagens auf die ökonomische- und soziale Struktur einer Marktwirtschaft wird sich anschließen.
Einen weiteren Schwerpunkt werden die Therapiemöglichkeiten des Marktversagens beinhalten.
Besser als ein Marktversagen zu therapieren ist es natürlich, ein Versagen des Marktes zu verhindern. Dieses Thema wird zusammen mit der Analyse des richtigen Eingriffszeitpunktes für den Staat die Arbeit abschließen. Wichtige Ergebnisse werden nochmals zusammengefasst.
2 Der Markt
2.1 Was ist der Markt?
Wenn man den Ausdruck Markt hört, stellt man sich in der Regel darunter einen Wochen- oder Bauernmarkt vor. Dort treffen Anbieter und Nachfrager zusammen um Güter zu tauschen. Ganz allgemein versteht man unter einem Markt sämtliche Austauschprozesse, die aus dem Zusammentreffen von Anbietern und
1
Nachfragern entstehen. Bei den Marktakteuren kann es sich sowohl um Einzelpersonen handeln, als auch um Organisationen (Haushalte, Unternehmen). Anders als auf einem traditionellen Markt, können sich die Akteure während einer Markttransaktion auch räumlich weit voneinander aufhalten, wie dies etwa der Fall bei einem Versandhandel oder auch einem Computerhandel von Wertpapieren ist. Es ist auch nicht zwingend erforderlich, dass Leistung und Gegenleistung zeitgleich erfolgen, sondern diese können auch zeitlich versetzt stattfinden z.B. bei einer Garantie oder Versicherungsleistung, welche im Voraus bezahlt wird 1 .
Grundsätzlich lassen sich zwei Marktarten unterscheiden: Faktormärkte Gütermärkte
Faktormärkte sind Märkte, in welchen die Preisbildung der produktiven Faktoren Arbeit, Boden und Kapital erfolgt. Zu den Faktormärkten zählen der Arbeitsmarkt, der Boden- und Immobilienmarkt und der Geld- und Kapitalmarkt. Gütermärkte beinhalten Konsumgütermärkte und
Investitionsgütermärkte. An den Konsumgütermärkten besteht eine Nachfrage der Haushalte bei den Unternehmen nach Gütern für konsumtive Zwecke.
Auf den Investitionsgütermärkten besteht die Nachfrage von Unternehmungen bei anderen Unternehmen für Investitionszwecke 2 .
Nun wird kurz erläutert, wie der Preis auf dem Markt zustande kommt. Dies wird mit der Annahme eines Konkurrenzmarktes anhand der nachfolgenden Abbildung erklärt:
1 Vgl. Fritsch,Wein,Evers, Marktversagen und Wirtschaftspolitik, 2005, S. 6
2 Vgl. Scholz,Heinen,Hagemann, Volkswirtschaftslehre, 1991, S. 118
2
Die Anbieter eines Produktes sind bereit bei einem hohen Preis eine große Menge anzubieten, bei einem niedrigen Preis wollen sie wenig anbieten. Dieses Verhalten ist auf der Angebotskurve dargestellt. Die Nachfrager jedoch werden bei einem niedrigen Preis große Mengen nachfragen. Bei einem hohen Preis wird weniger nachgefragt. Dieses Verhalten wird auf der Nachfragekurve verdeutlicht. Nun liegt es im Ermessen des Anbieters und des Nachfragers ein Gleichgewicht herzustellen. Dieses Gleichgewicht ist in der Abbildung mit dem Punkt G1 gekennzeichnet. An diesem Punkt stimmen Angebot und Nachfrage überein. Dieser Punkt wird auch Marktgleichgewicht genannt. An dem Marktgleichgewicht kommt die Gleichgewichtsmenge und der Gleichgewichtspreis zum Ausdruck. Bei der Gleichgewichtsmenge und dem Gleichgewichtspreis wird der Markt geräumt, da es keine Angebots- und Nachfrageüberschüsse gibt 4 .
2.2 Der vollkommene Markt in der Theorie
Der vollkommene Markt ist ein theoretisches Modell in der Volkswirtschaftslehre. Er ist in der Wirtschaftstheorie als der ideale Markt gekennzeichnet. Man bezeichnet einen Markt als vollkommen,
3 Vgl. Dr. Zerbs, Preisbildung auf Konkurrenzmärkten, Stand: 13.05.2007 (Internet)
4 Vgl. Bundeszentrale für Politische Bildung, Gleichgewichtsmenge, Stand:
13.05.2007 ( Internet)
3
wenn neben der grundsätzlichen Voraussetzung, dass viele Anbieter bzw. Nachfrager miteinander im Wettbewerb stehen, folgende Bedingungen erfüllt sind 5 :
Sachliche Gleichartigkeit: Eine Homogenität der Güter muss gegeben sein. Es dürfen keine Unterschiede in der Qualität, Beschaffenheit und Aussehen der angebotenen Güter gegeben sein.
Personelle Gleichartigkeit der Verkäufer und Käufer: Es dürfen keine persönlichen, zeitlichen und räumlichen Präferenzen zwischen Anbieter und Nachfrager bestehen. Ein Beispiel wäre, dass der Nachfrager gerne bei einem bestimmten Anbieter kauft, weil dort eine freundliche Atmosphäre herrscht.
Keine räumlichen Differenzierungen zwischen den einzelnen Anbietern und Nachfragern: Es muss ein sogenannter Punktmarkt vorhanden sein. Dieser ist vorhanden, wenn Anbieter und Nachfrager an einem eng begrenzten Ort vereinigt sind und es keine Standortvorteile für Nachfrager und Anbieter gibt.
Keine zeitlichen Differenzierungen: Alle Anbieter müssen in der Lage sein sofort zu liefern. Im Gegenzug müssen alle Nachfrager bereit sein die Güter sofort abzunehmen. Damit ist beispielsweise ausgeschlossen, dass ein Nachfrager nur aus dem Grund bei einem anderen Anbieter kauft, weil dieser schneller liefern kann als seine Konkurrenten.
Vollständige Marktübersicht: Vollständige Markttransparenz ist dann vorhanden, wenn alle Anbieter und Nachfrager vollständige Informationen über alle gehandelten Güter, deren Preis und sonstige Konditionen besitzen. Markttransparenz ist vor allem für
5 Vgl. Scholz,Heinen,Hagemann, Volkswirtschaftslehre, 1991, S. 142-143
4
die Nachfrager wichtig, denn sie müssen über alle Angebote und Preise der Anbieter informiert sein.
In der Realität ist der vollkommene Markt nicht anzutreffen. Der Aktienhandel an der Börse kommt dem vollkommenen Markt am Nächsten. Die dort gehandelten Güter, sind gleichartig und die Händler besitzen die erforderliche Marktübersicht. An der Börse ist ebenfalls die Bedingung des Punktmarktes gegeben 6 .
2.3 Der unvollkommene Markt ( Realität)
Der unvollkommene Markt ist in der Realität anzutreffen. Unvollkommen deshalb, weil eine oder mehrere Voraussetzungen fehlen, die beim vollkommenen Markt (Wirtschaftstheorie) vorhanden sein müssen, um als Vollkommen zu gelten.
Hier eine Übersicht, die zeigt, wie sich die Realität von der Theorie unterscheidet 7 :
Sachliche Gleichartigkeit: Die Homogenität der Güter ist in der Realität sehr selten gegeben. Eher werden heterogene (ungleichartige) Güter gehandelt, die sich in der Form, Aufmachung oder Verpackung unterscheiden.
Personelle Gleichartigkeit der Verkäufer und Käufer: Die Realität in der Wirtschaft ist stark von Präferenzen geprägt. Nachfrager kaufen immer wieder bei einem Anbieter ein, wenn sie dort gut beraten worden sind. Dies erklärt warum viele Anbieter Stammkunden haben.
6 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, vollkommerner Markt, Stand: 13.05.2007
(Internet)
7 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, unvollkommerner Markt, Stand:
14.05.2007 (Internet)
5
Arbeit zitieren:
Mathias Stark, Benno Eschenmüller, 2007, Warum versagt der Markt? Was sind die ökonomischen und sozialen Folgen?, München, GRIN Verlag GmbH
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