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Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945

Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch- politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden.

Title: Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945

Examination Thesis , 2007 , 74 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Böhme (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der nationalsozialistischen Schulpolitik von 1933 bis 1945. In der Bundesrepublik begann die Bearbeitung dieses historischen Problemfeldes mit einer systematischen Studie zur Schulpolitik dieser Zeit in der Mitte der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Darin wurden vor allem die strukturellen Veränderungen im Bildungswesen sowie die entscheidenden inhaltlichen Eingriffe und Umorientierungen untersucht. Wenig später erschien die erste Quellensammlung. Ende der sechziger und Mitte der siebziger Jahre wandte sich die Forschung verstärkt dem nationalsozialistischen Erziehungs- und Bildungswesen zu. Die NS-Pädagogik, einzelne Schulfächer und spezielle NS-Erziehungsinstitutionen wurden dabei besonders beleuchtet. Arbeiten zu diesem Thema, die sich zeitlich zwischen Krebs und Amlung bewegen, fehlen jedoch. So bleibt die Grundlage einer neueren Aufarbeitung für die Dresdner Schulzeit von 1933 bis 1945 eher dürftig. Dennoch will ich neben der Darstellung allgemeiner struktureller und inhaltlicher Veränderungen des deutschen Schulwesens auch deren Auswirkungen für die Stadt Dresden beleuchten und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung der Dresdner Schulgeschichte für diese Zeit leisten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nationalsozialistisches Erziehungsdenken

2.1 Hitlers pädagogische Maximen

2.2 Ernst Krieck – Der Völkische Erziehungsstaat

2.3 Alfred Baeumler – „Politische Pädagogik“

2.4 Resümee und Nutzen für die nationalsozialistische Erziehungspolitik

3 Das nationalsozialistische Schulwesen

3.1 Die Erfolge und Probleme des Weimarer Bildungssystems

3.2 Eingriffe und Veränderungen in der Schulverwaltung. Die nationalsozialistische Strukturreform 1933 - 1945

3.2.1 Erste Phase: Sofortmaßnahmen zur „inneren Umgestaltung“, „Gleichschaltung“ und Zentralisierung

3.2.2. Zweite Phase: Reichseinheitliche „innere“ wie „ äußere“ Umgestaltung

3.2.2.1 Das höhere Schulwesen

3.2.2.2 Das mittlere Schulwesen

3.2.2.3 Das Volksschulwesen

3.2.2.4 Die Hilfsschulen

3.2.3 Dritte Phase: Auswirkungen des Krieges auf das Schulwesen

3.3 Die Umgestaltung ideologisch intendierter Unterrichtsinhalte

3.4 Die Lehrerbildung

4 Ein Exkurs zum nationalsozialistischen Schulwesen in Dresden

4.1 Die Dresdner Schullandschaft vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten

4.2 I. Phase (1933 bis 1937)

4.2.1 Die Situation nach der Machtergreifung in Sachsen – erste „Säuberungsmaßnahmen“ und personelle Veränderungen im Volksbildungsministerium und allen nach geordneten Stellen von 1933-1934

4.2.2 Die Entlassungen von Lehrern und die Gleichschaltung der Schulverwaltung in Dresden zwischen 1933 bis 1935

4.2.3. Die personellen Veränderungen im sächsischen Volksbildungsministerium nach der „Röhm-Krise“ und deren Konsequenzen für das Dresdner Schulsystem bis 1937

4.3 II. Phase (1937-1942)

4.3.1 Veränderungen im Volks- und Hilfsschulwesen von 1937-1942

4.3.2 Die Veränderungen im Höheres Schulwesen Dresdens nach 1937

4.3.3 Die Einführung des Mittelschulwesens in Dresden

4.3.4 Die Veränderungen im Dresdner Privatschulwesen nach 1937

4.3.5 Die Hauptschulen

4.4. III. Phase (1942-1945)

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die nationalsozialistische Schulpolitik zwischen 1933 und 1945, um deren inhaltliche und strukturelle Entwicklung sowie die daraus resultierenden Konsequenzen aufzuzeigen und am Beispiel der Stadt Dresden zu konkretisieren.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen des nationalsozialistischen Erziehungsdenkens (Hitler, Krieck, Baeumler).
  • Darstellung der allgemeinen strukturellen und inhaltlichen Veränderungen des deutschen Schulwesens während der NS-Herrschaft.
  • Untersuchung der nationalsozialistischen Schulpolitik auf regionaler Ebene am Fallbeispiel Dresden.
  • Reflektion der Machtverhältnisse und Kompetenzstreitigkeiten zwischen verschiedenen staatlichen Instanzen und Parteiorganisationen.
  • Erörterung der Auswirkungen politischer und kriegsbedingter Einflüsse auf das Schulwesen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Hitlers pädagogische Maximen

Hitler widmete der Erziehung in seinem 1925 erschienen Werk „Mein Kampf“ ein eigenes Kapitel. In diesem beschäftigte er sich mit grundlegenden Problemen der Erziehung und definierte die Rolle der Schule im nationalsozialistischen Staat. Grundlage seiner Ausführungen bildete eine rassistische Konzeption von Staat und Gesellschaft, welche in der Umgestaltung der schulischen Aufgaben und Zielsetzungen Ausdruck finden sollte. Der wesentlichste Unterschied gegenüber anderen schulpolitischen Konzepten bestand in der Veränderung jener Prioritätensetzung der einzelnen Erziehungsziele.

„Der völkische Staat hat seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, besonders die Förderung der Willens und Entschlusskraft, verbunden mit der Erziehung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst als letztes die wissenschaftliche Schulung.“ Nach Hitlers Vorstellungen war demnach der körperlichen Ertüchtigung ein unbedingter Vorrang vor allen anderen schulischen Aufgaben einzuräumen. Diese enorme Aufwertung begründete er mit dem Argument, dass sie der Garant für den langfristigen Bestand des völkischen Staates sei und damit quasi die Grundlage einer dauerhaft gesunden Volksgemeinschaft bilde. Hierzu schreibt er: „Die körperliche Ertüchtigung ist daher im völkischen Staat nicht eine Sache des einzelnen, auch nicht die Angelegenheit, die in erster Linie die Eltern angeht, und die erst in zweiter oder dritter die Allgemeinheit interessiert, sondern eine Forderung der Selbsterhaltung des durch den Staat vertretenen und geschützten Volkstums“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsvorhaben dar, die Schulpolitik des Nationalsozialismus (1933-1945) systematisch zu analysieren und dies am Beispiel der Dresdner Schulgeschichte zu konkretisieren.

2 Nationalsozialistisches Erziehungsdenken: Dieses Kapitel erörtert die pädagogischen Vorstellungen Adolf Hitlers sowie die theoretischen Fundamente, die Ernst Krieck und Alfred Baeumler für die NS-Ideologie lieferten.

3 Das nationalsozialistische Schulwesen: Hier wird die allgemeine Entwicklung des nationalsozialistischen Schulwesens in drei Phasen dargestellt, von den strukturellen Eingriffen und der Verwaltungsreform bis hin zu Auswirkungen des Krieges.

4 Ein Exkurs zum nationalsozialistischen Schulwesen in Dresden: Dieser Abschnitt überträgt die allgemeine Analyse auf den konkreten Fall Dresden und betrachtet die Maßnahmen vor Ort in drei chronologischen Phasen zwischen 1933 und 1945.

5 Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die ideologische Indoktrination sowie das Fehlen eines konsistenten schulpolitischen Konzepts zugunsten des Primats der Politik.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Schulpolitik, Erziehungswesen, NS-Pädagogik, Dresden, Schulverwaltung, Indoktrination, Rassenkunde, Volksschule, Mittelschule, Lehrerbildung, Gleichschaltung, NS-Ideologie, Drittes Reich, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Umsetzung der nationalsozialistischen Schulpolitik von 1933 bis 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die ideologischen Grundlagen durch Hitler, Krieck und Baeumler, die strukturellen Veränderungen der Schulverwaltung, die Umgestaltung der Unterrichtsinhalte sowie die Lehrerbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die nationalsozialistische Schulpolitik sowohl in ihren allgemeinen strukturellen Merkmalen zu analysieren als auch deren konkrete Auswirkungen am Fallbeispiel der Stadt Dresden darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse historischer Quellen, Erlasse und Literatur herangezogen, ergänzt durch die Untersuchung der regionalen Dresdner Schulgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die pädagogischen Maximen des NS-Staates, die drei Phasen der schulpolitischen Umgestaltung, die fachliche Indoktrination sowie den spezifischen Prozess der Gleichschaltung und deren Auswirkungen auf das Dresdner Schulwesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. Nationalsozialismus, Schulpolitik, Erziehung, Indoktrination, Gleichschaltung, Dresden und Lehrerausbildung.

Inwiefern unterschied sich die Entwicklung in Dresden von der reichsweiten Entwicklung?

Dresden spiegelt die reichsweite Entwicklung wider, verdeutlicht jedoch exemplarisch die regionalen Machtkämpfe zwischen Parteiorganen und staatlicher Verwaltung sowie die Besetzung wichtiger Ämter durch regimetreue Akteure.

Welche Rolle spielte der Krieg für das Dresdner Schulwesen?

Der Krieg führte zu einer massiven Störung des Schulbetriebs durch Raumknappheit, Lehrermangel, die Evakuierung von Schülern und schließlich die fast vollständige physische Zerstörung der Schulinfrastruktur.

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Details

Title
Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945
Subtitle
Von Hitlers pädagogischen Maximen bis zur praktisch- politischen Umsetzung und mit einem Exkurs zu Dresden.
College
Dresden Technical University
Grade
1,0
Author
Daniel Böhme (Author)
Publication Year
2007
Pages
74
Catalog Number
V82349
ISBN (eBook)
9783638859103
ISBN (Book)
9783638945073
Language
German
Tags
Nationalsozialistische Schulpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Böhme (Author), 2007, Nationalsozialistische Schulpolitik 1933-1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82349
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