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Inhaltsverzeichnis
I Einleitung S 3
II Sachanalyse S 4
II 1 Die Begriffe Musiktheater und Oper S 4
II 2 Georges Bizet S 5
II 3 Die Oper Carmen S 6
II 4 Die Oper Carmen im Musikunterricht S 7
III Didaktische Analyse S 10
III 1 Eingliederung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtseinheit S 11
III 2 Unterrichtsziele S 11
III 3 Mögliche Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler S 12
III 4 Didaktische Prinzipien S 12
III 5 Bedeutung des Themas für die Schülerinnen und Schüler S 13
III 6 Bezug zum Bildungsplan S 14
IV Methodische Analyse S 15
IV 1 Unterrichtsraster S 15
IV 2 Methodische Überlegungen S 18
V Literaturverzeichnis S 23
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I. Einleitung
Im Rahmen meines Studiums habe ich im Hauptfach (Musik) einen Hauptseminarschein in Form einer Hausarbeit zu absolvieren. Da ich mir schon des Öfteren Gedanken darüber gemacht habe, wie man in der Schule das Thema Musiktheater so planen und durchführen kann, dass die SuS mit Interesse und Erwartungshaltung zugegen sind und dieses bis zum Ende der Einheit aufrecht erhalten, ist es für mich sehr ergiebig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Bizets Oper Carmen ist besonders, unter dem Aspekt ihrer fortwährenden Bühnenwirksamkeit und dem ihrer Veranschaulichung für realistische Tendenzen, als Unterrichtsgegenstand geeignet.
Ihre prinzipiell gute Zugänglichkeit begründet sich vor allem in der Musik und im Gegenstand, was ein weiteres Argument bezüglich des Unterrichtsthemas kundmacht.
Sachanalyse - 4 -
II. Sachanalyse
II.1 Die Begriffe Musiktheater und Oper
Zu Beginn ist es sinnvoll, die Begriffe „Musiktheater“ und „Oper“ zu klären, sowie gegeneinander abzugrenzen.
„Musiktheater“ ist ein übergeordneter Begriff, der alle Bühnenhandlungen, die musikalisch begleitet und unterstützt werden umfasst. Hierbei handelt es sich in erster Linie um das Ballett, die Oper, die Operette und das Musical. Insofern ist die „„Oper“ der engere und damit einseitigere Begriff“ 1 . „Es handelt sich hierbei um ein Bühnenstück von künstlerischem Ernst, das ganz oder überwiegend durch die Musik gestützt, ausgelegt, ergänzt oder überhöht wird.“ 2 Der aus dem Italienischen stammende Name Oper („oper“, „opéra“) taucht in Italien seit 1639, in Frankreich und England seit den siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts und in Deutschland seit dem Beginn des18. Jahrhunderts zunächst nur vereinzelt auf.
Es gibt eine Unzahl ursprünglicher Bezeichnungen für das Wort „Oper“. „Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts überwiegen für die ernste Oper die Namen „dramma per musica“ oder „dramma musicale“, wozu sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts noch „melodramma“ gesellt. Die heitere Oper wird am Anfang des 18. Jahrhunderts gewöhnlich „commedia in musica“, später „dramma giocose“ genannt. „Operia seria“ und „opera buffa“ benutzt man im 18. Jahrhundert als Gattungsbezeichnung.“ 3 Auf weitere Bezeichnungen wird an dieser Stelle nicht eingegangen, um Knappheit der Ausführungen zu gewährleisten.
Die Oper ist nicht allein das Werk eines Komponisten, sondern mehr oder weniger auch das des Textdichters. Selten fallen Komponist und Dichter in einer Person zusammen. Es kommt jedoch häufiger vor, dass der Komponist seine bedeutendsten Werke in ständigem Gedankenaustausch mit einem Textdichter schafft.
Im umgangssprachlichen Sinn wird der Begriff „Oper“ u. a. für das Gebäude, indem das musikalische Werk aufgeführt wird, verwendet.
1 Werner-Jensen, A. 1981: S. 10 2 Lindlar, H. 1971: S. 248 3 MGG Bd. 10, 1986: S. 8077
Sachanalyse - 5 -
„In keinem anderen Land der Welt gibt es eine derartige Dichte von Opernbühnen wie in Deutschland: Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich hier ein System des öffentlich subventionierten Theaterbetriebes konstituiert, […].“ 4
II. 2 Georges Bizet
Georges Bizet wurde am 25. Oktober 1838 in Paris geboren und verstarb am 3. Juni 1875 in Bougival.
Am 9. Oktober 1848 wurde Bizet offiziell zum Konservatorium zugelassen. Dort studierte er Klavier bei Marmontel, Theorie und Tonsatz bei Zimmermann und Gounod sowie Klavier bei Halévy.
„In Benoists Orgelklasse gewann er 1854 einen Zweiten und 1855 einen Ersten Preis für Orgel- und Fugenkompositionen.“ 5 1857 gewann Bizet nicht nur den „Prix de Rome“, sondern erlebte noch vor seiner Abreise nach Rom, dass sein erstes Bühnenwerk, Le Dochteur Miracle, am 9. April 1857 in den Bouffes-Parisiennes aufgeführt wurde.
Am 5. September 1860 erreichte Bizet Venedig. Direkt von dort aus kehrte er nach Paris zurück, da er vom gesundheitlichen Missstand seiner Mutter erfuhr, welche im darauf folgenden Sommer verstarb.
1865 lernte Bizet Edmond Galabert kennen, dem er brieflich Kompositionsunterricht erteilte. So gelang es ihm, sich über seine musikalischen Ideen Klarheit zu verschaffen.
Im Juni 1869 heiratete Bizet die einundzwanzigjährige Geneviève Halévy. Bizets einziges Kind Jaques wurde am 10. Juli 1872 geboren. Anfang 1873 hat Bizet mit der Arbeit an der Oper Carmen begonnen. Aufgrund verschiedener Probleme mit der Opéra Comique, unterbrach Bizet die Arbeit an der Carmen und wandte sich vorerst einer anderen Oper mit spanischem Stoff, dem Don Rodrigue zu.
Bizet erlitt in seinem Leben mehrfach schwere Anfälle von Halsabszessen. Im Sommer 1874 brach die Krankheit erneut aus. Während der Genesung vollendete er die Oper Carmen.
4 Werner-Jensen A. , 2001: S. 360 5 MGG Bd. 10, 1986: S. 8078
Sachanalyse - 6 -
Die Partitur besteht aus 1200 Seiten und wurde innerhalb von 2 Monaten instrumentiert. Der Leiter der Opéra Comique, de Leuven, der kurze Zeit später zurücktrat, beanstandete vermutlich das freimütige Libretto, so dass der geplante Termin für die Uraufführung im Herbst 1874 aufgeschoben wurde.
„Am 15 Januar 1875 kaufte Choudens die Partitur der Carmen, und bald danach begannen die Proben. Während der ganzen Probenzeit lag Bizet im Kampf mit dem Orchester, das sich gegen die ungewöhnlich schwierige Musik auflehnte, und mit dem Chor, der es übel nahm, dass er nicht nur singen, sondern auch spielen sollte. Sogar die Librettisten, Ludovic Halévy und Henri Meilhac, die an Offenbachs Musik gewöhnt waren, stellten sich häufig gegen den Komponisten.“ 6 Am 3. März 1875 fand die Uraufführung der Oper Carmen statt, welche sich als Misserfolg herausstellte. Nachdem sie 45 Mal im Laufe des Jahres ohne Erfolg aufgeführt wurde, setzten die Aufführungen in Frankreich bis 1883 aus. Am 31. Mai 1875 gelang es Bizet nach Erholung eines weiteren Anfalls seines Halsleidens nach Bougival überzusiedeln, wo die Carmen zum 31. Mal aufgeführt werden sollte. Am Abend der Aufführung verstarb Bizet aufgrund einer Komplikation, „die wohl auf eine Überanstrengung des Herzens zurückzuführen war“ 7 . Nachdem Bizet am 3. Juni des Jahres 1875 verstorben war, fand die Oper Carmen erfolgreich Einzug in die ganze Welt.
„Weil Carmen von Bizets Opern die einzige ist, die weit und breit bekannt wurde, hat man sie oft für eine einzigartige Erscheinung innerhalb seines Schaffens angesehen.“ 8 Daher ist es notwendig, Bizets musikalischen Werdegang an dieser Stelle kurz aufzuführen:
„Bizet schrieb eine Sinfonie C-Dur, die F. Weingartner 1935 uraufführte. Bizet betrachtete sie als unreife Schülerarbeit. Bei einem von J. Offenbach ausgeschriebenen Wettbewerb siegte Bizet 1857 mit der Operette Le Docteur Miracle. In Italien komponierte er eine komische Oper Don Procopio, die erst 1906 in Monte Carlo aufgeführt wurde. Nach Paris zurückgekehrt, schrieb Bizet mehrere Opern, die keine sonderlichen Erfolge hatten: Les Pécheurs de Perles, 1863; Ivan le Terrible, 1865; La jolie Fille de Perth, 1866 und Djamileh, 1871. Die zwei L’Arlésienne-Suiten, 1872 und 1876, wurden Welterfolge.
6 MGG Bd. 10, 1986: S. 8089 7 MGG Bd. 10, 1986: S. 8090 8 MGG Bd. 10, 1986: S. 8091
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Nadine Mohr, 2006, Unterrichtsstunde: Szenische Ausgestaltung der Streitszene aus Bizets Oper Carmen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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