D e r G l a u b e a n d e n e i n e n G o t t
Kerstin Berger
Inhaltsverzeichnis
1. Abgrenzung des Themas 2
2. Allgemeiner Überblick über das Thema Hingabe an den einen Gott 2
2.1 Glaube des Islams 2
2.2 Aufgaben bzw Pflichten des Menschen und Gottes Position 3
3. Monotheismus 4
3.1 Tauhid 4
3.2 Die 99 Namen Allahs 5
3.3 Strikter Monotheismus 7
4. Gott als Schöpfer 8
5. Gott als Weltlenker Prädestinationslehre 10
6. Gott als Richter 11
6.1 Jenseitsvorstellungen 11
7. Andere Wesen im islamischen Glauben 13
8. Eigene kritische Stellungnahme 15
9. Literaturverzeichnis 16
1
- D e r G l a u b e a n d e n e i n e n G o t t -
Kerstin Berger
1. Abgrenzung des Themas
Das Ziel meiner Arbeit ist es, einen kurzen Überblick über die Thematik der Hingabe an den einen Gott im Islam zu geben. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei beim strikten Monotheismus des Islams und der Darstellung Allahs als Schöpfer, Weltlenker und Richter. Zur besseren Erläuterung des Eingottglaubens werden der Tauhid und die 99 Namen Allahs herangezogen. Allah als Schöpfer orientiert sich hierbei am Schöpfungsglauben; als Weltlenker an der Prädestinationslehre und als Gott als Richter am Gericht Gottes anhand der Jenseitsvorstellungen, mit einem Überblick über andere Wesen im islamischen Glauben.
2. Allgemeiner Überblick über das Thema „Hingabe an den
einen Gott“
2.1 Glaube des Islams
Zu Beginn möchte ich klären, was der Begriff Islam überhaupt bedeutet. Das Wort Islam kommt aus dem Arabischen und wird als Hingabe und Unterwerfung definiert. 1 Jedoch trifft die Definition Unterwerfung nicht unbedingt zu, da der islamische Glaube von den Muslimen nicht als Unterwerfung empfunden wird, sondern als vorbehaltlose Hingabe und Verehrung Gottes. Daraus geht also hervor, dass Islam „Glaube an den einen und einzigen (allmächtigen) Gott Allah“ bedeutet. Dieser Glaube bildet somit auch das Herzstück des Islams, indem zwei immer wiederkehrende Kernpunkte der Ermahnung Mohammeds auftreten. Zum einen der Kampf gegen den Polytheismus und zum anderen die ausschließliche Betonung der Einzigkeit Gottes/Allahs. Somit wird der Glaube des Islams auch als Annahme der Wahrheit, die Gott den Menschen zukommen ließ und die in Bekenntnis zum Monotheismus zum einen ihre Grundlage, zum anderen ihren Höhepunkt findet, bezeichnet. 1 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2000. „Islam“
2
- D e r G l a u b e a n d e n e i n e n G o t t -
Kerstin Berger
Diese Annahme wurde den Muslimen, laut Koran, durch die Uroffenbarungen und in der Geschichte durch die Botschaft der Propheten kundgetan.
2
Des Weiteren werden auch erste Anzeichen gegen das Christentum im Koran deutlich. Er betont, dass Jesus nur ein Gesandter bzw. ein Prophet Gottes gewesen sei, so wie es Mohammed war, also nur ein Mensch, denn
„für die Muslime ist Gottes Wort nicht „Fleisch“, also „Mensch“ geworden, sondern ein „Buch“
3
, also durch Mohammed im Koran.
2.2 Aufgaben bzw. Pflichten des Menschen und Gottes Position
Im Zentrum des Lebens eines jeden Muslims stehen die fünf Pflichten, die er während seines Lebens auf Erden zu erfüllen hat. Diese Pflichten werden auch die „Fünf Säulen“ des Islams genannt. Diese Säulen gelten, mit Ausnahme von Kranken, Kindern, Schwangeren, usw. (hier gelten Sonderregeln), für jeden Muslimen gleich. Zu diesen fünf Pflichten gehören
• das Glaubensbekenntnis,
• das Gemeinschaftsgebet,
• das Almosengeben,
• das rituelle Fasten
• und die Pilgerfahrt nach Mekka.
Schon anhand der Pflichten eines Muslims geht hervor, dass die Aufgabe der Menschheit der „Dienst an Gott“ ist.
Gott selbst nimmt gegenüber der Welt und speziell gegenüber dem Menschen besonders drei fundamentale Aufgaben/Handlungen wahr und wird auch so von den Muslimen gesehen. Er wirkt als Schöpfer, Weltenlenker (hier spielt der Begriff Prädestination mit hinein) und zugleich auch als Richter (hiermit sind die Jenseitsvorstellungen bzw. Vorstellungen über das jüngste Gericht verbunden).
2 Vgl. Khoury/Hagemann/Heine. Freiburg 1991. S. 301
3 Khoury/Hagemann/Heine. Freiburg 1991. S. 318
3
- D e r G l a u b e a n d e n e i n e n G o t t -
Kerstin Berger
Diese eben aufgeführten drei Aufgaben Gottes werden im Laufe dieser Arbeit noch weiter ausgeführt.
3. Monotheismus
3.1 Tauhid
Der Kern des Islams ist der „Eingottglaube“, welcher als Monotheismus bezeichnet wird. Es ist das Prinzip der Einheit und Einzigkeit Allahs, der sogenannte tauhid.
„lá iláha illá lláh”
„Es gibt keinen Gott außer Allah“ 4
Wenn es ein Wort gibt, das für sich genommen für den ursprünglichen Impuls des Islams stehen kann [...] dann ist es tauhid, 5 welches aus dem Wort "Wahid (=Eins)" entstand. 6 Obgleich das Wort im Koran nicht vorkommt, ist es implizit in der Glaubensformel (s.o.) enthalten. Im gesamten heiligen Text gibt es Hinweise auf den Gott ohne Partner und Verbündete. 7 Der tauhid ist Grundlage der Glaubenslehren und Bezugspunkt jeglichen Handelns. Das herausragendste Element ist hierbei die absolute Transzendenz Gottes: „Gott ist der Erhabene“ (2,255), „die Blicke erreichen ihn nicht“ (6,103),... . 8 Erkennbar sind dabei nur die Gaben Gottes - seine Schöpfung. Er selber ist der absolut andere, der immer Unerkennbare, usw. (siehe 2.1). Allah ist als der einzige Gott aller Anbetung würdig, denn er ist unteilbar und hat niemanden neben sich. Nichts ist ihm auch nur ähnlich, da er unvergleichlich ist. Jedem
4 Aus dem ersten Teil des Glaubensbekenntnisses des Koran
5 Ruthven, M. : Der Islam: Eine kurze Einführung. S.73 6 http://www.enfal.de/grund22.htm 19.11.2004 22:17 7 Vgl. Ruthven, M. : Der Islam: Eine kurze Einführung. S.73 8 Vgl. Khoury, A. : Der Islam, Sein Glaube, seine Lebensordnung, sein Anspruch. S. 113
4
Quote paper:
Kerstin Berger, 2007, Der Glaube an den einen Gott, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Noch der Gott der Väter? Jüdisches Gottesverständnis und christliche T...
Theology - Systematic Theology
Termpaper, 16 Pages
Kerstin Berger has published the text Der Glaube an den einen Gott
Kerstin Berger has uploaded a new text
Dogmatik des christlichen Glaubens / Der Glaube an Gott den Versöhner ...
Der Glaube an Gott den Versöhn...
Gerhard Ebeling
Von Gottes Anwesenheit in eine...
Annette Kurschus, Thomas Naumann
Wohin unsere Gesellschaft spir...
Marion Küstenmacher, Tilmann Haberer, Werner Tiki Küstenmacher
0 comments