Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Vergleich der Einführungen ins Christentum von Harnack und Nowak herzustellen.
Kurt Nowaks „Das Christentum – Geschichte, Glaube, Ethik“, welches 1997 erstmals erschienen ist, dient hierbei ebenso als Grundlage wie Adolf von Harnacks Vorlesungen über „Das Wesen des Christentum“, welche er im Wintersemester 1899/ 1900 abhielt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Aufbau, Gedankengang und Schwerpunkte in Nowaks Darstellung
2.1 Entstehung und historische Entwicklung des Christentums
2.1.1 Religionsgeschichtlicher Hintergrund
2.1.2 Jesus von Nazareth
2.1.3 Ausbreitung und Aufstieg des Christentums in der antiken Welt
2.1.4 Erben des Imperiums
2.1.5 Oriens Christianus
2.1.6 Christliches Abendland
2.1.7 Spätmittelalter und Reformation
2.1.8 Neuzeitlich-modernes Christentum
2.2 Christlicher Glaube: Grundlagen, Inhalte, Formen
2.2.1 Das Neue Testament
2.2.2 Glaubensbekenntnisse, Dogmen
2.2.3 Die Kirche
2.2.4 Strukturen des Glaubens
2.2.5 Gottesdienst
2.2.6 Der religiöse Kalender
2.2.7 Heilige Personen, heilige Orte
2.2.8 Christliche Kunst
2.3 Ethik und Lebenswelt
2.3.1 Christsein in der Welt
2.3.2 Christliche und nichtchristliche Ethik
2.3.3 Individual- und Sozialethik
2.3.4 Arbeit, Wirtschaft, Soziales
2.3.5 Politische Herrschaft
2.3.6 Gerechtigkeit und Recht
2.3.7 Kirche und Gesellschaft
2.3.8 Zukunftsgestaltung
3 Vergleich der Darstellungen Harnacks und Nowaks
3.1 Vergleich der Darstellung der Geschichte
3.2 Vergleich diverser inhaltlicher Aspekte der Darstellungen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Vergleich zwischen den Einführungen in das Christentum von Adolf von Harnack und Kurt Nowak zu ziehen, um deren unterschiedliche methodische Ansätze, historischen Perspektiven und inhaltlichen Schwerpunktsetzungen in Bezug auf Geschichte, Glaube und Ethik herauszuarbeiten.
- Methodischer Vergleich der Darstellungen von Kirchengeschichte und Theologie.
- Untersuchung des Verhältnisses von historischem Kontext und christlicher Verkündigung.
- Analyse der ethischen Modelle und der Rolle der Kirche in der modernen Gesellschaft.
- Gegenüberstellung der subjektiven, konfessionell geprägten Perspektive Harnacks und der sachlich-distanzierten Darstellung Nowaks.
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Jesus von Nazareth
In diesem Abschnitt klärt Kurt Nowak zunächst die Frage, wer Jesus von Nazareth überhaupt war und zitiert an dieser Stelle Rudolf Bultmann: „Seine Herkunft ist aus der Ewigkeit, sein Ursprung ist kein menschlich-natürlicher.“
Im Folgenden beschreibt Nowak nun das Leben Jesu sowie dessen Wirken. So lag dessen Bedeutung etwa in der Zeit von 28 – 30 n. Chr. vor allem im Norden und Nordwesten des Sees Genezareth. Dabei bildete die nahe herbeikommende bzw. schon angebrochene Gottesherrschaft den Mittelpunkt der Verkündigung Jesu: „Der Himmelssturz Satans und Jesu Wirken bilden den Anfang der Gottesherrschaft. Zwischen ihrem Beginn und ihrer Vollendung verkündigte Jesu einen unlöslichen Zusammenhang. Daraus ergab sich die Dringlichkeit seines Rufs, der Glaubensferne und Gottesleere durch Eintritt in die Gottesherrschaft zu entrinnen.“
Die Evangelien bilden die einzige Quelle der letzten Tage Jesu und der Kreuzigung. Dementsprechend fragt sich Nowak, warum die jüdischen Gegner Jesu eine Anklage vorbereiteten und ihn schließlich zum Tode verurteilten. Dabei diskutiert er zunächst zahlreiche Vermutungen und kommt zu dem Schluss, dass sich das Todesurteil auf den Tatbestand des politischen Aufruhrs gestützt haben dürfte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert, dass die Werke von Harnack und Nowak für einen Vergleich hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Darstellung des Christentums herangezogen werden.
2 Aufbau, Gedankengang und Schwerpunkte in Nowaks Darstellung: Dieses Kapitel analysiert Kurt Nowaks Werk in drei großen Themenbereichen: Entstehung und historische Entwicklung, Grundlagen des christlichen Glaubens sowie Ethik und Lebenswelt.
3 Vergleich der Darstellungen Harnacks und Nowaks: Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Ansätze beider Autoren in Bezug auf ihre Geschichtsbetrachtung, ihre inhaltlichen Aspekte und ihre subjektive beziehungsweise objektive Darstellung des Christentums.
4 Fazit: Das Fazit bewertet Nowaks Darstellung als verständlicher und präziser für moderne Leser, während Harnacks Werk als zeitgebundenes, aber kritisch-theologisches Dokument eingeordnet wird.
Schlüsselwörter
Christentum, Adolf von Harnack, Kurt Nowak, Kirchengeschichte, Dogmatik, Christliche Ethik, Religionswissenschaft, Evangelium, Reformation, Konfessionalisierung, Glaubensbekenntnis, Jesus von Nazareth, Ökumene, Säkularisierung, Religionssoziologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit vergleicht zwei bedeutende Einführungen in das Christentum – das Werk von Kurt Nowak und die Vorlesungen von Adolf von Harnack – um deren unterschiedliche Darstellungsweisen und Schwerpunkte zu analysieren.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die historische Entstehung des Christentums, die dogmatischen Grundlagen des Glaubens sowie die ethische Einordnung des Christseins in die Welt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Differenzen zwischen einer eher zeitgenössisch-objektiven Perspektive (Nowak) und einer subjektiv-christlichen, historisch-kritischen Perspektive (Harnack) in Bezug auf das Wesen des Christentums aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine vergleichende Textanalyse angewandt, bei der die Struktur, die inhaltlichen Pointen und die Argumentationslinien beider Autoren gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Nowaks Aufbau, gefolgt von einem direkten Vergleich zur Darstellung der Geschichte, der Bedeutung von Jesus, dem Mönchtum und der Rolle der Kirche bei beiden Autoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Christentum, Kirchengeschichte, historische Entwicklung, christliche Ethik, Konfessionalisierung und der Vergleich des methodischen Zugangs der Autoren.
Wie unterscheidet sich Nowaks Herangehensweise von der Harnacks?
Nowak schreibt aus einer distanzierteren, historischen Sicht der Gegenwart, während Harnack explizit als bekennender Christ schreibt, was seine teils subjektiven Bewertungen der Kirchengeschichte beeinflusst.
Welche Rolle spielt der historische Kontext für die Autoren?
Für Nowak ist die Einbettung des Christentums in die globale Geschichte essenziell, während Harnack primär das Evangelium und dessen geistige Wirkung in den verschiedenen Epochen ins Zentrum stellt.
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- Nicole Pilz (Autor), 2007, Ein Vergleich der Einführungen ins Christentum von Harnack und Nowak, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83406