Hochschule Bremerhaven Seite 1
Informatk Wirtschaftsinformatik Nicolas Glaser von 37
SOFTWARE ENGINEERING WS 2001 2002
Inhaltsverzeichnis
AUFGABE 1 A 2
1.1 Aufgabentext 2
1.1.1 Einleitung: Welche Softwaresystemprobleme gibt es 2
1.1.2 Definition der Begriffe Technik Methodik und Organisation 5
AUFGABE 1 B 7
1.2 Aufgabentext 7
1.2.1 Pleiten Pech und Pannen von Softwareprojekten 7
1.2.1.1 T-Online: Temporevolution mit Pannen 7
1.2.1.2 Die Banken der Euro und Money 99 8
1.2.1.3 Neujahrs-Pannen 9
AUFGABE 1 C 12
1.3 Aufgabentext 12
1.3.1 Was bedeutet strukturierte Programmierung 12
1.3.2 Was sind Struktogramme (Erklärung am Beispiel ) 13
1.3.2.1 Beispiel eines Struktogramms: 14
1.3.3 Was sind Programmablaufpläne 15
1.3.3.1 Beispiel eines Programmablaufplans: 18
1.3.4 Was versteht man unter Pseudocode 19
1.3.5 Was versteht man unter System Hierarchie Teilsystem 20
AUF GABE 2 21
2.1 Aufgabentext 21
2.2 Zahlenraten 21
2.3 Aufzinsungsfaktoren 22
2.4 Betriebszugehörigkeit 23
2.5 Noteneingabe 23
AUFGABE 3 24
3.1 Aufgabentext 24
3.2 Erläuterung zu SA (Structured Analysis) 25
3.3 Erläuterung zu SD (Structured Design) 25
3.4 Erläuterung zum Pflichtenheft 26
3.5 Erläuterung zum Data Dictionary 26
3.6 Erläuterungen zu Mini-Spezifikation (MiniSpec) 27
3.7 Zeitplan 28
3.7.1 Nähere Definition der Tätigkeiten 28
3.7.1.1 Planung 28
3.7.1.2 Definition 29
3.7.1.3 Entwurf 29
3.8 Pflichtenheft 30
3.9 Data Dictionary 32
3.10 Datenflußdiagramme 33
3.10.1 Dia gramm: Verwaltung 33
3.10.2 Diagramm: Lagerverwaltung 34
3.10.3 Diagramm: Bestellung auslösen 35
3.10.4 Diagramm Erstellen der Rechnung 36
3.11 MiniSpec 37
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AUFGABE 1 A
1.1 Aufgabentext
Ausgehend von dem Spiegel Artikel 8/1992 „Tüfteln nach Herzenslust“ sind die Fragen zu beantworten was ist für die Erstellung großer Softwaresysteme technisch, methodisch und organisatorisch wichtig?
Führen sie die Punkte aus dem Artikel an.
1.1.1 Einleitung: Welche Softwaresystemprobleme gibt es?
Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Softwaresystem wie das von der Firma Hardthöhe unbrauchbar sein kann. Bei der Entwicklung von großen Softwaresystemen sieht man sich im allgemeinen drei Kategorien von Problemen gegenübergestellt:
1. Dem Anwendungsproblem, bei dem es vor allem um die möglichen Auswirkungen von
Softwarefehlern geht, oder dem durch Software ausgelösten Fehlve rhalten.
2. Dem Managementproblem, welches sich aus der Vielzahl von Software-Produkten
ergibt. Es sind zu viele Software-Produktkomponenten zu beherrschen, die sich in den verschiedensten Entwicklungsstufen befinden.
3. Dem Technologieproblem, welches sich aus den ständig ändernden Soft- und
Hardwareplattformen ergibt.
Die Vermeidung dieser Probleme erschwert bereits wesentlich die Entwicklung von Softwareprodukten. Besonders bei der Wartung von Softwareprodukten können diese drei Kategorien zu ernsthaften Problemen werden.
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Die traditionellen Probleme bei der Softwareentwicklung sind:
• Die Suche nach Informationen ist teilweise sehr schwierig und aufwendig.
• Während der Entwicklung eines oder mehrerer Softwareprodukte werden teilweise überflüssige Informationen erstellt oder niedergeschrieben, z.B. die Beschreibung eines Moduls und die zugehörige Anforderungsspezifikation. Die Anforderungsspezifikation könnte eventuell in Abschnitten von einem anderen Projekt übernommen werden.
• Viele Entwickler denken zu unterschiedlichen Zeiten über dieselben oder ähnlichen Problemstellungen nach, ohne dass Sie voneinander wissen. Oder ohne zu wissen, dass das Problem bereits ganz oder zum Teil gelöst wurde.
• Der Entwicklungsprozess selbst ist fehlerhaft, so dass z.B. Budgets, Zeitvorgaben usw. nicht eingehalten werden können.
• Das Softwaresystem arbeitet zwar korrekt, stellt aber nur einen geringen Nutzen für die Anwender dar.
• Die Erwartungen mindestens einer Interessengruppe (außer den Anwendern) konnten nicht erfüllt werden.
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Es gibt eine Reihe von Punkten, die die möglichen Ursachen für die genannten Probleme sein können:
1) Häufiges Fehlen eines Vorgehensmodells oder die Vernachlässigung oder mangelhafte Organisation der frühen Entwicklungsphasen sind kleine, aber folgenschwere Ursachen bei der Erstellung von Softwareentwicklungen.
2) Mangelhafte Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist ein, sich durch Routine einschleichendes, Problem. Die Entwickler glauben die Probleme zu früh erkannt zu haben und schon läuft die Entwicklung nicht mehr zielgerichtet.
3) Mangelhaftes Wissen und Verständnis sowie unzureichende Einsicht der Beteiligten bezüglich des Gesamtsystems sind auch immer wiederkehrende Probleme.
4) Fehlerhafte, unvollständige oder ungenaue Dokumentationen von Anforderungen treten durch unsauberes arbeiten auf. Dadurch können Auftraggeber und Auftragnehmer nicht mehr reibungslos zusammen arbeiten.
5) Sowie falsches Management von Personen und Ressourcen.
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1.1.2 Definition der Begriffe „Technik“, „Methodik“, und „Organisation“
Nach dieser kurzen Einleitung über die Entstehung von Softwareproblemen wird nun auf den Spiegel Artikel 8/1992 ,,Tüfteln nach Herzenslust“, im Hinblick auf technische, methodische und organisatorische Probleme, eingegangen. Außerdem ist jeweils eine Erläuterung zu der technischen, methodischen und organisatorischen Erstellung von großen Softwaresystemen angegeben.
Technik
Ein technisches System setzt sich aus dem Computersystem und sonstigen technischen Einrichtungen zusammen. Es muss langfristig für mind. 5 Jahre konzipiert sein. Die Komponenten müssen zueinander kompatibel und einwandfrei abgestimmt sein.
Im Artikel des Spiegels hat die Firma Dornier etwa 15 Jahre lang im Auftrag der Hardthöhe ein ,,elektronisches Informations- und Führungssystem für den Einsatz der Luftwaffe“ (EIFEL) konzipiert und seit 1985 auch federführend entwickelt. Nach vielen Jahren der Entwicklung stellte sich heraus, dass EIFEL nicht funktioniert! Nicht genug damit, dass EIFEL wohlmöglich im Ernstfall gar nicht funktioniert hätte, es sind auch etliche Mitarbeiter eines Subunternehmens, welche sicherheitssensible Computerprogramme beisteuerten, nicht auf Sicherheit überprüft worden. Auch wenn EIFEL funktionieren würde, hätte es der Gesamtstreitkraft der Bundeswehr geringfügig genützt, da es mit HEROS, das Führungsinformationssystem des Heeres, nicht kompatibel ist.
Somit ist dieses System eine technische und auch finanzielle Katastrophe gewesen.
Methodik
Methoden sind planmäßig angewandte, begründete Vorgehensweisen zur Erreichung von festgelegten Zielen. Das heißt, dass nicht herumprobiert wird, sondern dass ein Problem in Teilaufgaben zerlegt wird und konkret nach einem entwickelten Schema strukturiert und bearbeitet werden.
Über die methodische n Vorgehensweisen kann nichts Genaues gesagt werden, da der Artikel dies nicht hergibt. Angewandte Methoden oder Softwaretools werden nicht genannt und können daher auch nicht kommentiert werden. Anscheine nd haben die Mitarbeiter einfach
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drauf los programmiert, ohne vorher ein ausgeklügeltes Konzept entwickelt zu haben (Extrem-Programmierung).
Organisation
Als organisatorisches System bezeichnet man die Mitarbeiter in ihrer Rolle als Aufgabenträger einschließlich Anwendern und Benutzern. Es ist wichtig sich kompetente und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter für ein Projekt zu suchen.
Der Hardthöhe unterlief schon bei der Auftragsvergabe der erste Fehler. Das Projekt wurde trotz der schon vorher bekannten zweifelhaften Fähigkeiten Dorniers an dieses Unternehmen vergeben. Im weiteren Verlauf, vor allem bei der Aushandlung des Vertrages, wurde die Aufgabenstellung nicht exakt definiert und die Rahmenbedingungen, wie z.B. das Budget, unzureichend eingeschränkt.
Somit hat das Verteidigungsministerium die Dornier-Techniker jahrelang für eine Fehlplanung abkassieren lassen. Erst als die Rechnungsprüfer feststellten, dass im Hause Dornier „alle Versuche des Auftragnehmers, durch interne Maßnahmen seine Leistunge n zu verbessern“ ohne Erfolg blieben, wachte die Hardthöhe auf. Zurückzuführen ist dies vor allem auf viel zu lasche Erfolgskontrollen und auf eine ausgeprägte Freigiebig- und Vertrauensseligkeit der Herren Beamten des Verteidigungsministeriums, die anscheinend blind mit der Rüstungsindustrie zusammenarbeiten und für die Unklarheiten in solchen Millionenprojekten in der Entwicklungsphase einfach dazugehören.
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AUFGABE 1 B
1.2 Aufgabentext
Suchen sie in Fachzeitschriften, Presse, Internet drei weitere Berichte/Mitteilungen über „Pleiten, Pech und Pannen“ von Software-Projekten.
1.2.1 Pleiten, Pech und Pannen von Softwareprojekten
1.2.1.1 T-Online: Temporevolution mit Pannen
Am vergangenen Samstag erhielten T-Online-Kunden im Norden und Osten Deutschlands die lang ersehnte CD-ROM mit der Decodersoftware 2.0. Nicht nur preiswerter soll der Internet-Zugang über den größten deutschen Online-Dienst damit sein, sondern auch viel schneller. Doch bei vielen Teilnehmern machte sich schnell nur Ernüchterung breit: Sie konnten sich weder mit der neuen noch mit der alten Software anmelden; ihre Zugangsdaten wurden als ungültig erkannt, oder die Einwahlpunkte meldeten sich mit dem Besetztzeichen. T-Online-Pressesprecher Jörg Lammers sagte im Gespräch mit c't, die Probleme seien durch Überlastung der Zugangsknoten in Ballungsgebieten zustande gekommen. Demgegenüber meldeten uns Leser jedoch auch aus ländlichen Regionen Zugangsprobleme. Wie der Geschäftsführer von T-Online, Eric Danke, gegenüber c't erläuterte, handelt es sich durchweg um Softwareprobleme; die Hardware habe man nach anfänglichen Schwierigkeiten noch in der Beta-Test-Phase in den Griff bekommen. "Trotz dieser kleinen Hänger sind wir sehr optimistisch, da das Gesamtsystem stabil funktioniert. Vier Millionen Zugriffe auf unsere Web-Seiten am Wochenende und Transferraten von über 7 KByte/s über den von uns gespiegelten Netscape-Server beweisen das", sagte Danke.
Schuld an den Probleme sollen einerseits die neuen Ascend-ISDN-Router an den Einwahlknoten sein, die bisweilen den Kontakt zum Telefonnetz verlieren, und andererseits die für das Login verantwortlichen Radius-Server, die unter Überlast noch gelegentlich abstürzen. Beide Probleme hat T-Online laut Danke bereits am Wochenende durch Software- Updates weitgehend behoben.
Gleichzeitig räumt Danke jedoch ein, dass es weiterhin noch Probleme geben kann. Zum kommenden Wochenende, wenn die übrigen Kunden die neue Software erhalten, könnte eine erneute Lastspitze wieder zu Engpässen führen. Spätestens in der Woche darauf sollen dann aber alle Schwierigkeiten behoben werden. Notfalls könnten die Kunden bei Schwierigkeiten unter der Hotline (0130/0190) einen nahe gelegenen Einwahlknoten erfragen, an dem der
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Arbeit zitieren:
Nicolas Glaser, Christian Dröge, 2002, Software Engineering, München, GRIN Verlag GmbH
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