Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Das 4 CID-Modell in der praktischen Anwendung 4
2.1 Analyse der Kompetenz: Die Fertigkeitenhierarchie 5
2.2 Vom Einfachen zum Schwierigen: Vereinfachende
Annahmen und Aufgabenklassen 8
2.3 Die praktische Umsetzung: Lernaufgaben 10
2.4 Hilfestellungen während des Lernens: Unterstützende
Informationen und Just-in Time-Informationen 13
3 Das 4 CID-Modell in der Theorie 15
3.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des
situierten Lernens im Hinblick auf das 4 CID-Modell 15
3.2 Didaktische Szenarien zur Integration des 4 CID Modells 16
3.3 Das 4 CID-Modell und Medien 17
4 Fazit 18
Literaturverzeichnis 19
2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Die vier Komponenten des 4 C/ID-Modells (Quelle: van
Merriënboer, Kester 2005 , S. 73 ) 5
Abb. 2 : Beispiel für eine Fertigkeitenhierarchie 7
Abb. 3 : Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen 10
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1 Einleitung
Wenn die Anforderungen an Lernende zunehmend wachsen, steigt auch das Bedürfnis nach Modellen, die dazu beitragen, die Vorteile authentischer Lernsituationen mit einer Komplexitätsreduktion der gelernten Inhalte - vor allem zu Beginn einer Bildungsmaßnahme - zu verbinden. Das in dieser Arbeit vorgestellte Four Component Instructional Design Model (4CID-Modell) stellt eine Möglichkeit dar, beide Ziele zu erreichen.
Im Folgenden wird zunächst das 4CID-Modell entlang eines praktischen Beispiels erläutert und exemplarisch für den Beruf BildungswissenschaftlerIn im Bereich der Institutionalisierten Beratung angewendet. Anschließend folgt eine theoretische Einordnung des Modells. Darüber hinaus werden Möglichkeiten des Einsatzes von Medien im Rahmen des 4CID-Modells diskutiert. Die Arbeit schließt mit einem eigenen Fazit.
Im Text werden häufig männliche Formen, beispielsweise für Berufsbezeichnungen, verwendet, um den Lesefluss nicht zu hemmen. Gemeint sind in diesen Fällen natürlich stets beide Geschlechter.
2 Das 4CID-Modell in der praktischen Anwendung
Das 4CID-Modell ist ein Instruktionsdesign-Modell, das sich vor allem auf die Vermittlung von Handlungswissen bezieht. Der Erwerb theoretischer Kenntnisse dient hier nur dem Zweck, das Handlungswissen möglich zu machen (Niegemann, 2001, S. 58).
Der Prozess der Gestaltung von Lernsituationen und somit der Entwicklung eines sog. Blueprints wird im 4CID-Modell in vier Komponenten unterteilt. Im besonderen Fokus stehen hierbei die Lernaufgaben (learning tasks), anhand derer das ausgewählte Wissen vermittelt wird. Kenntnisse, die hierfür notwendig sind, werden sowohl vorab als auch parallel entweder als unterstützende Informationen (supportive information) oder als Just-In-Time-Informationen (procedural information) gegeben. Routineaufgaben, die einer zusätzlichen Einübung bedürfen,
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werden in speziellen Übungen, den Parttask Practices, trainiert (van Merriënboer und Kester, 2005, S. 72f.). Abbildung 1 stellt die vier Komponenten mit ihren untereinander bestehenden Zusammenhängen dar. Wählt man eine detailliertere Herangehensweise, so lässt sich das 4CID-Modell statt in vier Komponenten in zehn einzelne Schritte untergliedern (van Merriënboer und Kirschner, 2007, S. 10f.), von denen einige im Folgenden herausgegriffen und erläutert werden. Auf die Darstellung der Parttask Practice wird verzichtet, da sie nicht zwingend vorkommen müssen und reine Routineübungen darstellen.
Abb. 1.: Die vier Komponenten des 4C/ID-Modells (Quelle: van Merriënboer, Kester 2005, S. 73)
2.1 Analyse der Kompetenz: Die Fertigkeitenhierarchie
Ziel der Anwendung des 4CID-Modells ist die Vermittlung von Kompetenzen. Um den Lernerfolg und die spätere Umsetzbarkeit des Gelernten möglichst zu steigern, werden authentische Lernsituationen bevorzugt, die so oder so ähnlich auch in der alltäglichen Anwendung des Gelernten gefunden werden können. Neben den Vorteilen, die diese Authentizität bietet, hat sie jedoch den Nachteil, dass die Kompetenzen, die erworben werden müssen, umfassend und sehr komplex sind. Diese Komplexität soll mit Hilfe des Modells reduziert werden, um den Ler-
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nenden nicht zu überfordern (van Merriënboer, Kirschner und Kester, 2003).
Der erste Schritt zur Reduktion der Komplexität besteht in der Zerlegung der zur Erreichung des Lernziels erforderlichen Kompetenz in konstituierende Teil- und Unterfertigkeiten. Diese können konditional oder temporär miteinander verbunden sein. Die einzelnen Teilkompetenzen werden mit ihren Zusammenhängen in einer sog. Fertigkeitenhierarchie dargestellt. Konditionale Beziehungen werden dabei in der vertikalen, temporäre in der horizontalen Ebene dargestellt. Für die einzelnen Teilkompetenzen können dann jeweils eigene Leistungsziele formuliert werden, an denen die letztlich zu entwickelnden Lernaufgaben orientiert sind (van Merriënboer, Clark und de Croock, 2002, S. 40ff.).
Darüber hinaus besteht das Erlernen von Kompetenzen im Regelfall nicht aus dem Üben einzelner voneinander unabhängiger Kenntnisse, sondern aus dem Sammeln von Fähigkeiten, die zur Bewältigung realer Aufgaben dienen und sich aus Teilkompetenzen zusammensetzen. Um die spätere Anwendbarkeit zu gewährleisten, sollen die notwendigen Fertigkeiten auch immer gleichzeitig geübt werden. Die später zu erstellenden Lernaufgaben, die den Kern des 4CID-Modells bilden, orientieren sich daher auch derart an der Fertigkeitenhierarchie, dass soweit möglich die vollständige Kompetenz geübt wird. Sämtliche notwendigen Teilkompetenzen sollen bereits während des Trainings integriert werden (van Merriënboer, Clark und de Croock, 2002, S. 41f.) Abbildung 2 auf der nächsten Seite zeigt eine mögliche Fertigkeitenhierarchie für den Beruf des Bildungswissenschaftlers im Bereich der institutionalisierten Beratung.
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Quote paper:
Dipl.-Kffr. Yvonne Hofmann, 2007, Das 4CID-Modell am Beispiel 'BildungswissenschaftlerIn im Bereich der institutionalisierten Beratung', Munich, GRIN Publishing GmbH
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