Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Bibliographischer Abriss 3
2. Allgemeines zu Debussys Kritiken 5
3. Stil 6
4. Musikästhetische Ansichten 7
5. Literatur 10
2
Einleitung
Die hier vorliegende Arbeit handelt von dem Buch „Monsieur Croche“ von Claude Debussy. Monsieur Croche ist eine Sammlung von Musikkritiken, die Claude Debussy zwischen 1901 und 1914 geschrieben hat. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Lebenslauf von Claude Debussy, um zu erklären, warum Debussy gewisse Institutionen, Personen und Musikrichtungen ablehnte oder befürwortete. Das zweite Kapitel handelt von der Entstehung und der Absicht von „Monsieur Croche“. Die Kapitel drei und vier analysieren den Stil, den Debussy anwandte sowie seine musikästhetischen Ansichten, wobei nur die wesentlichsten Kritikpunkte dargestellt werden können. Für diese Ausarbeitung benutze ich viele Aussagen in den Briefen Debussys, welche er an seinen näheren Bekanntenkreis geschrieben hat, weil sie intimer, ehrlicher und näher an der Realität sind als die von ihm verfassten Musikkritiken.
1. Bibliographischer Abriss
Claude Debussy wurde am 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye geboren. Schon bald zogen seine Eltern, Manuel-Achille und Victorine Debussy, nach Paris. Dort wurde Madame Mauté de Fleurville, eine Frau aus wohlhabendem Kreis und ehemalige Chopin-Schülerin, auf Claude Debussy aufmerksam und sorgte für seine Klavierausbildung. Am 22. Oktober 1872, im Alter von zehn Jahren, wurde er am Pariser Konservatorium aufgenommen und erhielt Unterricht bei den berühmten Lehrern Lavignac und Marmontel. 1 Dort kam er erstmals mit den großen Musikern wie Schuhmann, Liszt und Chopin in Kontakt, die ihn nachhaltig prägten. 2 In den Jahren 1880 bis 1882 begleitete er als Musiklehrer und Pianist Nadeschda von Meck, der Förderin Tschaikowskys, auf Reisen durch Europa und Russland. Diese Reisen boten Debussy die Gelegenheit, Musik anderer Länder, speziell Musik russischer Komponisten wie Musorgski, kennen zu lernen. 3 Obwohl Debussy ein recht rebellischer Schüler war und er seine Lehrer am Konservatorium mit seinen „bizarren Harmonien“ schockierte, erhielt er 1883 den 2. Rom-Preis. Der Rompreis oder „Prix de Rome“ war zu Debussys Zeit die höchste Auszeichnung des Pariser
1 Vgl. Debussy, Claude : Lettres, 1884-1918. Reliées et présentées par François Lesure, Hermann, Paris, 1980, S.3.
2 Vgl. Nichols, Roger :Claude Debussy im Spiegel seiner Zeit-portraitiert von Zeitgenossen, M&T Verlag AG, Zürich/ St. Gallen, 1993, S. 19.
3 Vgl. Debussy, Claude (1980), S. 3.
3
Konservatoriums für junge Musiker und berechtigte zu einem dreijährigen Aufenthalt in der „Villa Medici“ in Rom. Im Jahre 1884 bekam er den ersten Rom-Preis für die Kantate "L´enfant prodigue". Dies war für ihn ein zwiespältiges Erlebnis, da es sich um ein konventionelles Stück handelte und er seinen eigenen sich langsam entwickelnden Stil verleugnete. Trotzdem reiste er Anfang 1885 widerwillig nach Rom. Schon 1887 kehrte er aus Unzufriedenheit wieder nach Paris zurück und distanzierte sich vom Konservatorium, da er mit den Regeln und Normen, die ihn künstlerisch einengten, nicht zurecht kam. 4 Danach trat er nur noch selten als Pianist auf und verstand sich als Komponist.
Es folgten zwei Besuche bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth in den Jahren 1888 und 1889, die Debussy sehr beeindruckten und beeinflussten. 5 Ein anderes, für Debussys musikalische Entwicklung bedeutsames Ereignis war die Weltausstellung in Paris im Jahre 1889. Hier hörte er javanische Gamelanmusik, deren Elemente der orchestral verwendeten pentatonischen Stimmung in einige seiner Werke Eingang fanden. Dabei adaptierte Debussy diese „fremdartige“ Musik und ihr schwebendes Klangideal in seinem Kompositionsstil, ohne ihn direkt zu kopieren. Ab 1893 begann Debussy die Arbeit an der "Prélude à l´Après-midi d´un Faune" und die "Nocturnes", Orchesterwerke, die die durch Gedichte französischer Dichter wie Mallarmé inspiriert wurden. Er fand Inspiration in dem Avantgardistischen Milieu von Musikern und Schriftstellern wie André Gide und Mallarmé, denn er hielt seine Kameraden aus der Villa Medici für „zu konservativ“ hielt. 6 Aus diesem Grund zählt er musikalisch zum Impressionismus. Dieser zeichnet sich durch reich differenzierte Klangfarben, assoziative Melodik und der Loslösung von der traditionellen Tonalität aus. 1902 wurde seine Oper "Pelléas et Melisande" uraufgeführt, die ihn zu einer berühmten Persönlichkeit machte. Zwischen 1903 und 1910 schrieb Debussy einige seiner wichtigsten und bekanntesten Werke, wie "La Mer" für Orchester, und "Estampes", "Images", "Childrens Corner" sowie den ersten Band der "Préludes" für Klavier. 1908 heiratete er Emma Bardac, mit der er schon seit 1905 eine gemeinsame Tochter hatte. In den folgenden Jahren folgten einige Konzertreisen, unter anderem nach England, Italien und Holland. Die "Préludes Band II", "Images" für Orchester und das Ballett "Jeux" sind Werke aus dieser Zeit. 1910 erkrankte Debussy schwer. Zusätzlich belastete ihn sehr der Erste Weltkrieg, so dass begonnene Projekte unvollendet blieben. Er starb am 25. März 1918 im Alter von 55 Jahren in Paris.
4 Vgl. Debussy, Claude (1980), S.4.
5 Vgl. Nichols, Roger, S. 19.
6 Vgl. Debussy, Claude (1980), S. VIII.
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Isabelle Grob, 2007, Über „Monsieur Croche“ von Claude Debussy, Munich, GRIN Publishing GmbH
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