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Kollektive mentale Modelle als Institutionen

Title: Kollektive mentale Modelle als Institutionen

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sascha Effenberger (Author)

Economics - Other
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1. Einleitung
Livia Drusilla, die dritte Frau des Augustus und Mutter des Tiberius, hat während des Prinzipats des Augustus und des Tiberius immer eine außergewöhnliche Stellung im römischen Staat eingenommen. War sie unter Augustus primär dessen Frau mit – zugegebenermaßen – außergewöhnlichen Rechten, Pflichten und Ehren, so gestaltete sich - zumindest formal - ihre Stellung unter Tiberius bedeutend komplexer. Durch das Testament des Augustus in die iulische Familie adoptiert und zusammen mit Tiberius mit dem Ehrenname Augustus bedacht, war sie gleichzeitig Augusta und Mutter des – neuen – Augustus. Es steht außer Frage, daß diese Konstellation Probleme bereiten mußte. Die folgende Arbeit hat diese Problematik zum Thema. Das Verhältnis der Livia Drusilla zu ihrem Sohn Tiberius nach dessen Prinzipatsantritt soll näher beleuchtet werden. Besonderes Augenmerk soll auf die angebliche Mitregentschaft der Livia bzw. ihren Versuch, diese einzufordern, gelegt werden, die zu den immer stärker werdenden Differenzen mit Tiberius geführt haben und letztendlich sogar der Grund für seinen Rückzug nach Capri gewesen sein soll.
Die Basis für eine derartige Arbeit kann nur eine kritische Auseinandersetzung mit den antiken Quellen selber sein. Einleitend wird versucht, anhand ihrer eine Biographie der Livia Drusilla zu verfassen. Sie soll den Ausgangspunkt für eine intensive Betrachtung ihres Verhältnisses zu Tiberius nach dem Tode des Augustus bieten, die im Anschluß steht. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist ein mentales Modell?

Wie entstehen mentale Modelle und wozu braucht man sie?

Kollektive mentale Modelle und Kommunikation

Institutionelle Veränderungen

Kernpunkte und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von kollektiven mentalen Modellen als Institutionen im Kontext wirtschaftlicher Entwicklungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Individuen nicht immer rational handeln und warum es trotz globaler Lernprozesse weiterhin Gesellschaften mit anhaltend schlechter Wirtschaftsleistung gibt.

  • Grundlagen mentaler Modelle und deren Entstehung
  • Die Rolle der Kommunikation bei der Ausbildung kollektiver mentaler Modelle
  • Wechselwirkung zwischen Institutionen und individuellen Entscheidungsfindungen
  • Analyse von Pfadabhängigkeiten und institutioneller Stabilität
  • Erklärung wirtschaftlicher Leistungsunterschiede durch den institutionellen Kontext

Auszug aus dem Buch

Beispiel 1: Ein Familienvater möchte ein mentales Modell von seiner Familie konstruieren.

Das Wissen über die Systemkomponenten bezieht sich also in diesem Fall auf die Familienmitglieder, welche mit unterschiedlichen Attributen ausgestattet sind. So könnte der Vater ein erfolgreicher Volkswirt sein, der darum bemüht ist seiner Familie einen überdurchschnittlich hohen Lebensstandard zu ermöglichen. Seine Frau hingegen könnte eine Hausfrau sein, die in den Augen des Familienvaters darum bemüht ist sich bestmöglich um die Kinder zu kümmern. Hinzu kommt das Wissen über Anzahl, Geschlecht und Alter der Kinder sowie deren Verhalten untereinander. Aus Sicht des Vaters würde eine Anordnung der Familiemitglieder für sein mentales Modell stattfinden (beispielsweise: Vater, Mutter, Kinder). Nun ist der Familienvater in der Lage einfache Wenn-Dann-Vermutungen anzustellen. Beispielsweise wie seine Kinder darauf reagieren würden, wenn sie sie gemeinsam ein Zimmer teilen müssten.

Aus diesem Beispiel wird erkennbar, dass mentale Modelle dazu verwendet werden können verschiedene Szenarien zu simulieren und so das Verhalten des Systems gedanklich vorwegzunehmen. Dadurch werden die Folgen eigener Eingriffe ersichtlich und man ist in der Lage eine „bessere“ Entscheidung zu treffen.

Durch das Aufstellen eines Kausalmodells entsteht neues Wissen über die Funktionsweise des betrachteten Systems. Dieses Wissen ist eigenständig und besteht ohne Rückgriff auf das Komponentenwissen. Ebenso muss ein mentales Modell nicht notwendigerweise in dem Sinne „wahr“ sein, dass die ihm zugrunde liegenden Kausalbeziehungen wirklich in der angenommenen Form existieren. Wichtiger ist, dass das Modell brauchbare Prognosen über das Systemverhalten abgibt und somit für die Entscheidungsfindung von Nutzen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hier wird das Konzept des homo oeconomicus hinterfragt und die Notwendigkeit erläutert, kollektive mentale Modelle zur Erklärung realwirtschaftlicher Phänomene einzubeziehen.

Was ist ein mentales Modell?: Dieses Kapitel definiert mentale Modelle als vereinfachte interne Abbilder komplexer Systeme, die Individuen bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Wie entstehen mentale Modelle und wozu braucht man sie?: Es wird beschrieben, wie sich mentale Modelle durch Sozialisierung und Erfahrungen formen, um Komplexität in Entscheidungssituationen zu reduzieren.

Kollektive mentale Modelle und Kommunikation: Dieses Kapitel thematisiert die Rolle der Kommunikation beim Teilen und Entstehen gemeinsamer Modelle innerhalb eines Kulturkreises.

Institutionelle Veränderungen: Hier werden die Gründe für persistente Unterschiede zwischen Volkswirtschaften und die Rolle der Pfadabhängigkeit bei institutionellem Wandel diskutiert.

Kernpunkte und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Stabilität ineffizienter Institutionen und der Bedeutung mentaler Modelle für eine realistische ökonomische Analyse.

Schlüsselwörter

mentale Modelle, Institutionen, homo oeconomicus, kollektive mentale Modelle, Pfadabhängigkeit, Kommunikation, Komplexitätsreduktion, Kausalmodell, Transaktionskosten, rationale Entscheidung, Wirtschaftsleistung, Systemverhalten, Wissensbestandteile, ökonomische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen der Institutionenökonomik und dem Konzept mentaler Modelle, um menschliches Verhalten außerhalb strikter Rationalitätsannahmen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Entstehung und Funktion mentaler Modelle, die Bedeutung von Kommunikation für kollektive Denkstrukturen und die Ursachen für institutionelle Persistenz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gründen für die Abweichung vom rationalen Handeln des homo oeconomicus und warum ineffiziente institutionelle Strukturen in Gesellschaften trotz erkennbarer Nachteile bestehen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von institutionenökonomischen Ansätzen sowie der Verknüpfung mit kognitionspsychologischen Konzepten mentaler Modelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Konstruktion mentaler Modelle, die Rolle des Kommunikationsprozesses und die Analyse institutioneller Veränderungen durch Pfadabhängigkeiten und Anreizstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere mentale Modelle, Pfadabhängigkeit, kollektive Strukturen, Institutionen und die Grenzen rationaler Entscheidungsfindung.

Wie unterscheiden sich kollektive von individuellen mentalen Modellen?

Individuelle Modelle basieren auf persönlichen Erfahrungen, während kollektive mentale Modelle durch gemeinsame Sozialisierung, Erziehung und Kommunikation innerhalb eines Kulturkreises geteilt werden.

Warum lassen sich Institutionen nicht einfach übertragen?

Institutionen sind eng mit den mentalen Modellen einer Gesellschaft verwurzelt; ein „Überstülpen“ fremder Systeme scheitert meist, da die zugrunde liegende kulturelle Denkform fehlt.

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Details

Title
Kollektive mentale Modelle als Institutionen
College
Technical University of Clausthal  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Institutionen und wirtschaftliche Entwicklung
Grade
1,3
Author
Sascha Effenberger (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V84638
ISBN (eBook)
9783638002806
ISBN (Book)
9783638919227
Language
German
Tags
Kollektive Modelle Institutionen Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Effenberger (Author), 2007, Kollektive mentale Modelle als Institutionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84638
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