Gliederung :
1. Zum Begriff Wahrnehmung 3
2. Die Farbwahrnehmung 3
2.1 Das menschliche Auge 3
2.2 Funktionen der Farbwahrnehmung 4
2.3 Kurze Beschreibung des Farbempfindens der Menschen 5
2.3.1 Der Zusammenhang von Farbe und Wellenlänge 5
2.4 Der sensorische Code 6
2.4.1 Die Einzelneuroncodierung 6
2.4.2 Die Neuronensemblecodierung 7
2.5 Psychophysische Erkenntnisse des 19. Jh. zur Farbwahrnehmung 7
2.5.1 Die Dreifarbentheorie 7
2.5.2 Die Gegenfarbentheorie 8
2.6 Physiologische Erkenntnisse des 20 Jh. zur Farbwahrnehmung 9
2.6.1 Die Dreifarbentheorie 9
2.6.2 Die Gegenfarbentheorie 11
2.7 Die Farbenfehlsichtigkeit 12
2.8 Zur Wahrnehmungskonstanz 12
3.Zusammenfassende Prinzipien zur Wahrnehmensforschung 13
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1. Zum Begriff Wahrnehmung
In Lexika und Nachschlagewerken findet man allgemein zum Begriff Wahrnehmung als kurze Erläuterung in etwa: Empfindungen, mit denen über die Sinnesfunktion hinaus der Bedeutungsinhalt eines Gegenstandes erfasst werden kann. Sie ist die Grundlage unserer Erkenntnis. Objektive Welt und subjektiver Eindruck sind jedoch nicht immer identisch.
Die „Psychologie“ von Zimbardo setzt sich genauer mit dem Vorgang der Wahrnehmung auseinander. Hinlänglich versteht man unter Wahrnehmung: sehen, hören, fühlen, empfinden. Wahrnehmung ist jedoch wesentlich mehr. Informationen, Impulse aus der uns umgebenden Umwelt müssen überdacht, also ausgewertet werden, damit sie uns etwas über etwas sagen. Was man wahrnimmt, muss in bereits etablierte Kenntnisse eingefügt werden. „Die Prozesse der Zusammenfügung der Sinneseindrücke um das, was in unserem Gesichtsfeld ist, als zusammenhängende Szene zu sehen, werden unter dem Begriff Organisation der Wahrnehmung subsumiert. Was eine Person als Ergebnis dieser Prozesse erfährt, wird als Perzept bezeichnet.“ (Zimbardo,S.188) Die Sinnesorgane nehmen Impulse aus der Umwelt auf und organisieren sie zu neuen Perzepten, die für jeweilige Betrachter unterschiedlich sind. Der gesamte Wahrnehmungsprozess umfasst viele unterschiedliche psychische Vorgänge wie Zusammenfügen, Urteilen, Schätzen, Erinnern, Vergleichen und Assoziieren.
Zimbardo unterscheidet drei Stufen des Wahrnehmungsprozesses: Empfinden, Wahrnehmen und Klassifizieren. Die erste Stufe ist die sensorische Wahrnehmung. Physikalische Energie (Licht, Schallwellen) wird in die neutrale Aktivität von Gehirnzellen, in der Informationen über die Art der Stimulation der Rezeptororgane verschlüsselt sind, umgewandelt. Die nächste Stufe bildet die Wahrnehmung, indem eine innere Repräsentation eines Gegenstandes und ein erfahrenes (erlebtes) Perzept des äußeren Reizes gebildet wird. In der dritten Stufe, der Klassifikation, werden die Eigenschaften der wahrgenommenen Gegenstände in vertraute Kategorien eingeordnet.
2. Die Farbwahrnehmung
2.1 Das menschliche Auge
Das Sehen ist einer der wichtigsten Sinne des Menschen und der anderen Lebewesen. Das Auge ist für die Aufnahme von Lichtreizen ausgebildet. Gegenstände reflektieren das Licht und verändern es dabei, indem sie aufgrund ihrer physikalischen Struktur einzelne Frequenzbereiche nicht reflektieren, sondern absorbieren. Ein grüner Gegenstand wirft nur die Wellen des Bereichs zurück,
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den wir als grün empfinden, alle anderen werden absorbiert. Dadurch wird das Licht zum Informationsträger. Das Auge wertet die Zusammensetzung des Lichts aus und übermittelt dem Gehirn die Nachricht von Teilwahrnehmungen. Die Befehle an das Auge kommen vom Gehirn. Vom Auge kehren die Informationen über die Netzhautbilder zum Gehirn zurück.
2.2 Funktionen der Farbwahrnehmung
Die Farbe ist ein auffallender und allgemeiner Zustand unserer Umwelt. Sie spielt eine große Bedeutung für uns Menschen, z.B. bei der Auswahl unserer Kleidung, der Automobile usw.. Die Ästhetik der Farbwahl ist jedoch nur eine Seite. Farbe hilft uns vor allem, Formen von Gegenständen richtig wahrzunehmen und andere lebenswichtige Aufgaben zu erfüllen. Die Trennung von Wahrnehmensfeldern und die Signalgebung sind zwei der wichtigsten Funktionen der Farbwahrnehmung. Das Unterscheiden von Objekten und das Gliedern eines Wahrnehmungsfeldes durch das Bestimmen der Grenzen von sich überschneidenden Gegenständen wird von der Fähigkeit, Farbe zu sehen, sehr unterstützt. Farbe lässt Dinge aus dem Hintergrund hervortreten und zeigt auch ihre Zusammengehörigkeit. So bekommen farbenblinde Menschen hierbei Probleme und werden durch ihre Schwäche über ihre Umwelt getäuscht. Menschen und Tiere nützen also die Signalgebungs-Funktion von Farben. Bestimmte Farben haben bestimmte Bedeutungen, einige Bedeutungsinhalte sind angeboren und manche werden durch gesellschaftliche Normen erlernt. Diese Wahrnehmungsmechanismen sind Gegenstand psychophysischer und physiologischer Untersuchungen der Wissenschaft.
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2.3 Kurze Beschreibung des Farbempfindens der Menschen
Es wird zwischen achromatischen Farben wie Weiß, Schwarz und Grauschattierungen und chromatischen Farben wie Blau, Rot, Grün und Gelb unterschieden. Bei schwacher Beleuchtung nehmen wir die Welt in Grauschattierungen wahr. Bei hellerer Beleuchtung empfindet man chromatische Farben. Alle Farben, die wir unterscheiden, entstehen durch die Kombination dieser sowie durch Schwarz und Weiß. Die Wissenschaftler beschäftigen sich nur mit einigen Grundfarben. Die Forschung zeigt, dass man alle Farbunterscheidungen mit den Bezeichnungen rot, gelb, grün, blau und ihren Kombinationen beschreiben kann. Ablichtung Goldstein S126, 4.1
Forscher kamen außerdem zu dem Schluss, dass nur die Bezeichnungen in Abbildung 4.2 von den Menschen durchgängig genutzt werden. Alle Kulturen benutzen Farbnamen, die für Schwarz und Weiß stehen, und Rot, Gelb und Blau kommen als nächste von allen übrigen hinzu. Es muss also eine gemeinsame physiologische Basis für die mit diesen Farben verknüpften Erlebnisweisen geben.
Wichtig ist zunächst die Beantwortung der Frage, welches physikalische Reizmerkmal am engsten mit der Farbwahrnehmung zusammenhängt.
2.3.1 Der Zusammenhang von Farbe und Wellenlänge
Die Wellenlänge ist das physikalische Merkmal, das eng mit Farbwahrnehmung zusammenhängt. Im Jahre 1704 hat Isaac Newton mit der Beantwortung dieser Frage begonnen. Newton schloss aus Experimenten, dass Sonnenlicht aus allen Spektralfarben zusammengesetzt ist, diese sich aber in ihrer Wellenlänge unterscheiden und diese je nach Länge in anderen Farben erscheinen. Die Licht-
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Arbeit zitieren:
Thomas Kuthe, 2002, Farbwahrnehmung, München, GRIN Verlag GmbH
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