Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Begriffserklärung 4
3 Anglizismen 5
3.1 Die Einteilung der Anglizismen nach den Kennziffern von VDS 7
4 Die Formen der Gespräche 8
4.1 Der Dialog 8
4.2 Der Monolog 9
4.3 Das Geplauder US-amerikanisch: Chat 9
4.4 Die Rede 9
4.5 Die Diskussion 9
4.6 Die Debatte 10
5 Smalltalk in Deutschland 11
6 Die Bildung einer Gesprächsgrundlage 12
7 Verhaltenskodex beim Small Talk 13
7.1 Über was sprechen 13
7.2 Die gute Allgemeinbildung 14
8 Was halten Sie eigentlich von Small Talk 15
9 Schluss 18
10 Literaturverzeichnis 20
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1 Einleitung
Small-Talk, Smalltalk oder Smalltalken, dieses aus dem Englischen entlehnte Wort, small „unbedeutend, klein“ und to talk „sich unterhalten“, hat im Deut- schen mehrere Formen und Schreibweisen angenommen. Es handelt sich bei diesem Begriff um eine meistens flüchtige Unterhaltung im Alltag, oft zu be- stimmten Anlässen wie Feiern und Festen. Manche halten viel davon, andere denken, es handle sich dabei lediglich um rein oberflächliches Gerede.
Obwohl der Small Talk ein fester Bestandteil unseres Alltags ist, wurde bisher nur wenig Literatur zu diesem Thema publiziert. Es existieren zwar diverse Ta- schenbücher und Ratgeber, die beabsichtigen, den Menschen die hohe Kunst des Smalltalks beizubringen, an wissenschaftlicher Literatur mangelt es jedoch.
In der folgenden Arbeit wird zunächst der Begriff Small Talk anhand verschie- dener Beispiele aus dem Alltag des privaten und beruflichen Lebens definiert. Wie viele andere Wörter aus dem Englischen hat auch das Wort Small Talk Eingang in die deutsche Sprache gefunden, in diesem Sinne wird daher in Kapi- tel zwei ein Exkurs zum Phänomen der Anglizismen vorgenommen.
Danach wird der Small Talk von anderen Unterkategorien des Gespräches wie beispielsweise Dialog und Diskussion abgegrenzt. Nach einem kurzen Über- blick über den Small Talk in Deutschland wird erläutert, wie Small Talk als Grundlage für ein weiterführendes, tiefgehendes Gespräch dienen kann.
Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem Verhaltenskodex beim Small Talk, wobei vor allem auf möglich Gesprächsthemen sowie Tabuthemen eingegangen wird. Außerdem wird erläutert, warum es beim Smalltalken von Vorteil ist, über eine gute Allgemeinbildung zu verfügen. Danach wird mithilfe einer am FASK-Germersheim durchgeführten Umfrage präsentiert, was einige Studierende von Small Talk halten.
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Im abschließenden Kapitel wird schließlich diskutiert, ob man Small Talk erler- nen oder trainieren kann und in wiefern Ratgeber hier behilflich sein können.
2 Begriffserklärung
Small Talk bedeutet "unverbindliche soziale Konversation" oder auch "das Ge- schwätz" (Oxford Dictionary).
Small Talk ist eine lockere Konversation über die nebensächlichen und ange- nehmen Dinge des Lebens, die in einem freundlichen Plauderton gehalten wer- den. Small Talk hat eine rein soziale Funktion: Er schafft die angenehme, unge- zwungene Atmosphäre, in der im Berufs- und Privatleben wichtige Kontakte geknüpft werden. Bei dieser Form der Konversation geht es in erster Linie um die Herstellung einer Beziehungsebene. Diese soziale Ebene dient dem leich- ten Informationsaustausch über persönliche und informelle Dinge wie bei- spielsweise Informationen über den Charakter, die menschlichen Stärken und Schwächen, die Kompetenzen, die privaten Vorlieben und Abneigungen. Dieser persönliche Austausch lässt schnell eine Sympathieebene herstellen, die im Berufsleben sowohl bei Vorgesetzten als auch bei Kollegen und Kunden eine wichtige Rolle auf dem Weg zum beruflichen Erfolg spielt.
Smalltalk bezeichnet eine beiläufige Unterhaltung, die nicht nur bei bestimmten Gelegenheiten wie Feiern oder Hochzeiten stattfindet, sondern auch an öffentli- chen Plätzen wie Busstationen oder Sportclubs. Beim Smalltalk hängen die Themenkreise davon ab, wie gut sich zwei Personen kennen. Sprachpsychologen zufolge hat der Small Talk zwei Funktionen: Erstens stellt er eine soziale Verbindung zwischen den Gesprächspartnern her, zweitens vermeidet er ein als peinlich empfundenes Schweigen (Märtin, S.66-67).
Zugleich hat Small Talk jedoch auch einen schlechten Ruf. Das informelle Ge- spräch wird gleichgesetzt mit oberflächlichem und bedeutungslosem Gerede. Der Begriff weckt Assoziationen mit peinlichen Gesprächssituationen, in den man sich gezwungen fühlt, irgendetwas sagen zu müssen, damit man durch das Schweigen nicht unfreundlich erscheint.
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Da meist fremde Personen angesprochen werden, werden die Themen sehr allgemein gehalten. Schon beinahe sprichwörtlich ist das nicht sehr einfallsrei- che „übers Wetter reden“.
Typische Fragen sind z. B.:
► „Wie geht's dir?“ Wird meistens als Einleitung für ein Gespräch erwähnt, gleichermaßen wie gut die Leute sich kennen.
► „Wie geht's deiner Familie?“ Nach dem Wohlergehen der Familie wird vor allem unter Erwachsenen gefragt.
► „Was machst du heute noch?“ Um auf ein Thema zu kommen, das ergiebi- ger ist und damit wird auch gezeigt, dass man sich für den anderen interessiert und gerne von dem Tag- bzw. Abendablauf mehr wissen möchte.
Manchmal führt auch die Tatsache, dass man einfach etwas „loswerden“ muss, zum Smalltalk. Auch wenn man wie beiläufig etwas Bestimmtes erfahren möch- te, kann der Smalltalk als Mittel genutzt werden, um das Thema unauffällig an- zuschneiden.
Ist man mit jemandem besser vertraut, ist es dann freier wählbar, ob ein Ge- spräch mit allgemeinem Smalltalk beginnt, also eine Art Einleitung, oder gleich ein bestimmtes Thema angesprochen wird (Vgl. Naumann, S. 17).
3 Anglizismen
Das Wort Small Talk ist ein Beispiel des Einflusses der Englischen Sprache auf die Deutsche, laut den Kennziffern des „Verein Deutsche Sprache e.V“ gehört Small Talk der Kategorie „Bewährt“, was bedeutet, dass entlehnte Wörter ihre ursprünglichen Flexion und Lautung beibehalten haben. Dies wird vor allem in der Aussprache des Wortes deutlich.
Der Begriff „Anglizismus” wird in der Sprachwissenschaft als Oberbegriff für Entlehnungen aus dem amerikanischen und dem britischen Englisch verwendet (Vgl. Baumann, S. 139).
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Von der Vielzahl der Definitionen werden hier nur einige ausgewählte präsen- tiert, die den Begriff jedoch aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Buß- man definiert diesen Terminus als einen aus dem Englischen in eine nicht- englische Sprache übernommenen Ausdruck, der als lexikalische Einheit, als systematische Konstruktion oder in idiomatischer Verwendung fungieren kann (Vgl. Bußman, S. 81). Dem Gegenstand des vorliegenden Kapitels entspricht auch die Definition von Baumann:
„Ein Anglizismus ist ein sprachliches Zeichen, das ganz oder teilweise aus
englischen Morphemen besteht, unabhängig davon, ob es mit einer im engli-
schen Sprachgebrauch üblichen Bedeutung verbunden ist oder nicht” (Bau-
mann, S. 102).
Das Phänomen der Übernahme von fremdsprachlichen Importen scheint der Meinung von Sprachwissenschaftlern nach unvermeidlich und unumkehrbar zu sein (Ebd. S.15). Angesichts der rasch wachsenden Zahl von Anglizismen stellt sich jedoch die Frage, ob die englischen Entlehnungen für die deutsche bzw. für andere Sprachen eine Bedrohung darstellen. Solche Befürchtungen werden außerhalb der Sprachwissenschaft auch in vielen deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln ausgedrückt, in denen für eine kritische Auseinanderset- zung mit Anglizismen plädiert wird.
Der Behauptung, die überschüssige Verwendung von Entlehnungen führe zur Verarmung der Muttersprache, folgt die Besorgnis um die Bewahrung der Rein- heit der deutschen Sprache. Jedoch betonen andere Sprachwissenschaftler dagegen den erheblichen und nicht zu unterschätzenden Beitrag von Anglizis- men zur Bereicherung jeder Sprache, die das fremdsprachliche Wortmaterial aufnimmt (Vgl. Deroy, S. 141).
Deroy bemerkt, dass die Entlehnungen einerseits das sprachliche System be- reichern, andererseits die Beseitigung sämtlicher muttersprachlicher Elemente zur Folge haben können.
Aus den obigen Auffassungen geht hervor, dass die Anglizismen nicht nur als Quelle der Überfremdung der deutschen bzw. anderen Sprachen betrachtet werden sollen. Ein entsprechend angewandter Lehnwortschatz kann wesentlich zur Entwicklung von Sprachen führen.
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Arbeit zitieren:
Youssef Taghzouti, 2006, Small Talk, München, GRIN Verlag GmbH
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