Der MMPI
von Heiko Sieben
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Informationen
1.1 Name des Tests: 2
1.2 Autor: 2
1.3 Erscheinungsjahr: 2
1.4 Theoretischer Hintergrund: 2
1.5 Welche Konstrukte sollen erfasst werden? 3
1.6 Klassifikationsaspekte: 4
1.7 Normen: 4
1.8 Altersbereich: 5
1.9 Unter welchen Voraussetzungen (Hypothesen, Fragestellungen) ist die Anwendung des Tests sinnvoll? 5
1.10 Gibt es Hinweise zur Kontraindikation? 5
1.11 Vergleichbare Tests: 6
2. Informationen zur Testgüte
2.1 Reliabilität: 8
2.2 Validität: 9
2.3 Objektivität: 9
2.4 Nach welchem Verfahren ist der Test konstruiert? 10
2.5 Eichstichprobe: 10
3. Informationen zur Durchführung und Auswertung
3.1 Testdauer: 10
3.2 Testmaterial: 11
3.3 Handhabung: 11
3.4 Vorbereitungen: 11
3.5 Welche Kenntnisse sind für
die Durchführung des Tests erforderlich? 12
3.6 Vor- und Nachteile: 12
4. Testevaluation
4.1 Ökonomie: 13
4.2 Akzeptanz: 14
4.3 Fairness: 14
4.4 Vergleichbarkeit: 15
4.5 Bewährung: 15
4.6 Attraktivität für Probanden: 15
5. Literatur 17
1. Allgemeine Informationen
1.1 Name des Tests:
Minnesota Multiphasic Personality Inventory
Abkürzung: MMPI
1.2 Autor:
Hathaway, McKinley
Deutsche Bearbeitung von Spreen
1.3. Erscheinungsjahr:
Amerikanische Urfassung: 1947,
Deutsche Bearbeitung: 1963, Herausgeber: Psychologisches Institut der Universität des Saarlandes, Bern: Huber.
1.4 Theoretischer Hintergrund:
"Ausgangspunkt der Entwicklung des MMPI war nicht eine Theorie der Persönlichkeit, sondern die Klinik" (Blaser & Gehring 1972, S.7).
Der MMPI wurde mit dem Ziel entworfen, "in einem einzigen Test Messwerte für alle wesentlichen Persönlichkeitsmerkmale zu erhalten". Das Verfahren wird hauptsächlich als Screening-Verfahren zur Differenzierung psychischer Auffälligkeiten bei Personen ab 14 Jahren im klinischen Bereich verwendet.
"Die Bedeutung eines Persönlichkeitszuges wurde unter dem Gesichtspunkt eines im klinischen Bereich oder in der Personalauslese Arbeitenden bestimmt, der diejenigen Züge erkennen möchte, die charakteristisch für krankhafte oder in anderer Weise störende psychische Auffälligkeiten sind." (Handanweisung, S. 11).
Das Verfahren besteht aus Feststellungen, die sich vor allem auf psychopathologische, psychosomatische und sozialpsychologische Bereiche beziehen. Die Items sind 14 Standardskalen (4 Validitätsskalen, 10 klinische Skalen) zugeordnet. Die klinischen Skalen (siehe 1.5) dienen zur Klärung psychopathologischer Fragestellungen und orientieren sich vor allem an Kraeplins Klassifikationssystem psychiatrischer Erkrankungen.
1.5 Welche Konstrukte sollen erfasst werden?
Ursprüngliche Zielsetzung des MMPI ist es, Psychiatern eine Hilfe zur Zuordnung von Patienten zu traditionellen psychiatrischen Kategorien zu liefern. Das MMPI ist von daher mehr ein psychiatrisches Inventar denn ein Persönlichkeitsfragebogen (Wiggins, 1973).
Auf Seite 38f. des Manuals wird das MMPI dann auch zur Persönlichkeitsbeschreibung bei Normalpersonen als geeignet angesehen, dabei soll es "alle wesentlichen Persönlichkeitsbereiche" eines Probanden erfassen.
Die 10 folgenden klinischen Skalen des MMPI wurden aufgrund von Vergleichen zwischen "normalen" und klinisch diagnostizierten Gruppen gewonnen.
- Hypochondrie: Abnorme Beschäftigung mit und Besorgnis über Körperfunktionen.
- Depression: Stärke depressiver Syndrome; hohe Werte weisen auf emotionale Verstimmungen mit dem Gefühl der Wertlosigkeit hin.
- Konversionshysterie: Grad der Ähnlichkeit mit Patienten, die konversions-hysterische Symptome entwickeln. Dabei kann es sich um allgemeine Systembeschwerden oder auch spezifische Symptome wie Lähmungen, Krämpfe, gastrische oder intestinale Beschwerden und Herzsymptome handeln.
- Psychopathie: Tendenz zu asozialem, antisozialem, gemütslosem, gemütsschwachen, sozial auffälligem oder moralisch minderwertigem Verhalten.
- Maskulinität - Feminität: Tendenz der Interessenverteilungen zu einem der beiden Geschlechter.
- Paranoia: Argwohn, Überempfindlichkeit, Verfolgungsideen mit oder ohne expansivem Egotismus.
- Psychasthenie: Zwangsverhalten und Phobien einschließlich aller Formen unbegründeter Angst vor Dingen oder Situationen sowie der übermäßigen Angst vor verständlichen Bedrohungen.
- Schizophrenie: Bizarres, ungewöhnliches Denken und Verhalten, uneinfühlbare Trennung zwischen Denkweise und Realität.
- Hypomanie: Starke Überproduktivität im Denken und Handeln.
- Soziale Introversion: Keine klinische Skala im direkten Sinne; sie mißt die Tendenz, sich von sozialen Kontakten zurückzuziehen.
Die vier Validitätsskalen heißen:
- Lügenskala
- Validitätsskala
- Korrekturskala
- Auslassungen
1.6 Klassifikationsaspekte:
[...]
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Heiko Sieben, 2001, Der MMPI, Munich, GRIN Publishing GmbH
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