Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Der Begriff der „Mitte“ 4
3 Die Machtressourcen 5
3.1 Die Gründungsressource 5
3.2 Christliche Grundorientierung 6
3.3 Antisozialismus 7
3.4 Demographische Ressource 8
3.5 Partei der Mitte 9
4 Mitglieder und Wählerzahlen 11
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1 Einleitung
Lange Jahre schien die CDU die „natürliche Regierungspartei“ der Bundesrepublik zu sein. Doch seit den neunziger Jahren ist die Rede vom Ende der „christdemokratischen Ära“ (Bösch/Walter, 1998, S. 46ff.). Augenfällig wurde dies in der Bundestagswahl des Jahres 1998: Nach 16 Jahren Regierung Kohl verloren Union und FDP die Macht an die erste rotgrüne Bundesregierung. Gleichzeitig regierten die Sozialdemokraten auch elf der sechzehn Bundesländer. Die ursprünglichen CDU-Bastionen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren schon lange an die SPD gefallen und wurden erst 2004 und 2005 zurückgewonnen.
Das Ende der christdemokratischen Ära war keine deutsche Spezialität. In ganz Europa hatten die christlichen Parteien Wähler und Mitglieder ver-loren, war ihr Einfluss dezimiert worden. Das Besondere in Deutschland: Die Entwicklung kam Jahre später.
Das Referat „CDU - Verlust der Mitte?“, dass ich mit Theresa Nietsch gehalten habe und dessen Ausarbeitung dieser Text ist, ging der These nach, dass die CDU verschiedene Machtressourcen hatte, die sie inzwischen verloren hat. Dazu stellten wir die verschiedenen Ressourcen dar und analysierten sie. Zuletzt untermauerten wir die These des Ressourcenverlustes durch entsprechende Zahlen und Statistiken. Im Referat hatte ich diesen letzten Part übernommen, auf den ich hier besonders eingehen werde. Ich habe die entsprechenden Grafiken und Zahlen bei der Darstellung der Ressourcen eingefügt. Am Ende habe ich Grafiken über die Mitgliederzahl und die Stammwählerschaft der CDU ergänzt, in denen die Entwicklung der Machtressourcen sich widerspiegelt.
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2 Der Begriff der „Mitte“
Den Begriff der politischen Mitte genau zu definieren, ist schwierig, wenn nicht unmöglich. Rainer-Olaf Schultze beschreibt ihn in Nohlens „Lexikon der Politik“ als „analytisch nicht brauchbar und als politischer Kampfbegriff fast beliebig einsetzbar“: „Mitte“ sei ein
„im politischen Alltag gern und häufig verwandter weil eingängiger, aber auch besonders unpräziser, ja schillernder Begriff. (...). Als politisch-ideologischer Richtungsbegriff meint er die zentristischen, gemäßigten politischen Kräfte zwischen den Polen Rechts und Links. Soziologisch bezeichnet er die Mittelschicht(en).“ (Nohlen, Dieter: Lexikon der Politik, Band 7, S. 390 f. 1998)
Dementsprechend ist der Begriff eine Negativdefinition: Zur Mitte gehören alle, die nicht links- oder rechtsextrem sind. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man den politischen Gegner, den man nicht als Teil der politischen Mitte ansieht, in die Nähe des Extremismus rückt. Wer sich als Vertreter der Mitte sieht, sieht sich als Vertreter der übergroßen gesellschaftlichen Mehrheit. Eine Politik der Mitte will das bestehende System reformieren, nicht revolutionieren.
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Arbeit zitieren:
Marius Meyer, 2006, CDU - Verlust der Mitte?, München, GRIN Verlag GmbH
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