Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Oper und den Menschen, die sie besuchen oder sie besucht haben.
Zunächst wird die Arbeit kurz die Gattung der Oper ein- und abgrenzen, bevor sie versuchen wird, einen groben Überblick über ihre sehr umfangreiche Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte, mit dem Schwerpunkt auf die Entwicklung in Deutschland, zu geben. Danach behandelt die Arbeit die Oper als gesellschaftliches Ereignis, mit den großen Unterschieden der Situationen früher und heute, bevor sie mit meiner persönlichen, Befragung von Opernpublikum und eines damit verbundenen Ausblicks für die Situation endet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Oper als Gattung
2.1 Entstehung
2.2 Claudio Monteverdi
2.3 Weitere Entwicklung
3 Oper als gesellschaftliches Ereignis
3.1 Die Situation früher
3.2 Oper heute
4 Konzertpublikum: Quo Vadis?
4.1 Durchführung
4.2 Der Fragebogen
4.3 Ergebnisse
4.4 Auswertung
5 Umfrage
5.1 Durchführung
5.2 Ergebnistabellen
5.2.1 Tabelle 1
5.2.2 Tabelle 2
5.2.3 Tabelle 3
5.2.4 Tabelle 4
5.3 Ergebnis
6 Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den Wandel der Oper als gesellschaftliches Ereignis vom historischen Kontext bis zur heutigen Zeit, um Vorurteile gegenüber dem Genre abzubauen und die Beweggründe des modernen Publikums zu analysieren.
- Historische Entwicklung der Gattung Oper
- Biografische Hintergründe von Claudio Monteverdi
- Wandel der Oper als gesellschaftliches Ereignis
- Empirische Untersuchung des heutigen Opernpublikums
- Analyse von Besuchermotivationen und Vorbereitungsverhalten
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Situation früher
Natürlich gab es früher auch Leute, die (ausschließlich) ihre Kleider präsentieren und sich sehen lassen wollten, vor allem der Adel, der das Programm sowieso diktierte oder sich eigene Opernhäuser unterhielt. Oper war aber früher, also z.B. im 18. Jahrhundert, vor allem eine Form der Unterhaltung für das Volk. Anstatt wie heute z.B. ins Kino zu gehen, ging man früher in die Oper, zur Unterhaltung, oder um sich mit Freunden zu treffen. Man blieb auch oftmals nicht die ganze Aufführung, sondern zog nach einer Weile woandershin weiter. Auch die Reaktionen des Publikums fielen damals viel emotionaler aus, das Ge- aber auch das Missfallen wurde zum Teil lautstark geäußert.
Den Besuch der Oper früher kann man auch mit dem Besuch eines Rockkonzerts vergleichen, „dort sahen sie ihre Lieblingsstars und hörten ihre liebsten Melodien. Sie trugen dabei ganz normale Kleidung; sie brachten sogar zu essen und zu trinken mit, sie jubelten, wenn ihnen etwas gefiel…“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Oper als kulturelles Phänomen ein und skizziert die methodische Vorgehensweise, die eine Mailand-Exkursion und eine eigene Umfrage umfasst.
2 Die Oper als Gattung: Dieses Kapitel definiert die Oper als Musiktheatergattung und beleuchtet deren Ursprünge in Italien sowie die prägende Rolle von Claudio Monteverdi.
3 Oper als gesellschaftliches Ereignis: Hier werden die historischen Rahmenbedingungen des Opernbesuchs mit der modernen Situation kontrastiert, um den Rückgang des Publikumsinteresses zu beleuchten.
4 Konzertpublikum: Quo Vadis?: Die Studie des Instituts für Musikpädagogik der Universität Frankfurt wird vorgestellt, um demografische Daten und Erwartungen des klassischen Publikums zu analysieren.
5 Umfrage: Das Kapitel präsentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse einer eigenen Stichprobenbefragung vor der Oper Frankfurt.
6 Ausblick: Der Autor resümiert die Erkenntnisse über das Opernpublikum und diskutiert aktuelle Trends wie moderne Inszenierungen und den Einfluss von Medienstars.
Schlüsselwörter
Oper, Musikpädagogik, Claudio Monteverdi, Opera seria, Opera buffa, Gesellschaft, Konzertpublikum, Musiktheater, Rezitativ, Publikumsstudie, Opernhaus, Musikalische Sozialisation, Klassische Musik, Musikgeschichte, Opernbesuch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Oper als Gattung und ihrer gesellschaftlichen Relevanz im historischen und heutigen Kontext, ergänzt durch eine eigene empirische Untersuchung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Oper, den soziologischen Aspekten des Opernbesuchs früher versus heute sowie der Analyse von Konzertpublikumsstudien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den gesellschaftlichen Wandel der Oper aufzuzeigen, Vorurteile gegenüber dem Genre kritisch zu hinterfragen und die Beweggründe des heutigen Publikums empirisch zu erfassen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben einer theoretischen Aufarbeitung der Musikgeschichte wird eine eigene, qualitative Umfrage unter Opernbesuchern in Frankfurt durchgeführt und mit existierenden Studien verknüpft.
Was wird im Hauptteil des Dokuments thematisiert?
Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte der Oper, die Entwicklung in Deutschland, den Vergleich früherer und heutiger Publikumsreaktionen sowie die Auswertung von Umfragedaten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Musikpädagogik, gesellschaftliches Ereignis, Operngeschichte, Publikumsanalyse und musikalische Sozialisation.
Wie unterscheidet sich der historische Opernbesuch vom heutigen?
Früher war der Opernbesuch eine zwanglose Form der Unterhaltung für breite Bevölkerungsschichten, während er heute häufiger mit einem "versnobten" Ruf behaftet ist und eine intensivere Auseinandersetzung erfordert.
Welche Rolle spielen moderne Medien für die Oper heute?
Medien beeinflussen das kulturelle Empfinden und tragen zur Überalterung bei, bieten aber durch gezieltes Marketing von Top-Künstlern auch neue Chancen für die Opernlandschaft.
- Quote paper
- Daniel Breuser (Author), 2007, Die Oper im Wandel der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85166