Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 1
2 DATEN UND FAKTEN ZUR DEPONIE 1
2.1 AUSDEHNUNG 1
2.2 INHALTSSTOFFE 3
3 DIE HISTORIE DER DEPONIE / ALTLAST DHÜNNAUE 5
4 KOSTENGEGENÜBERSTELLUNG 15
5 FAZIT 16
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 : Lageplan Dhünnaue und Zeitmarken der Befüllung
Abb. 2 : Lageplan Deponie (blau) und untersuchtes Gebiet (orange)
Abb. 3 : Schwermetalle in mg/kg (aus der Gefährdungsabschätzung, Björnsen)
Abb. 4 : Chemiesee auf dem Deponie-Hauptkörper
Abb. 5 : Lageplan des Untersuchungsgebiets Dhünnaue-Süd
1 Einleitung
Im Jahr 2005 wird in Leverkusen auf der Dhünnaue die Landesgartenschau ausgerichtet. Das Besondere hierbei ist, dass der Großteil des Geländes auf einer - mittlerweile „gesicherten“ - Altlast liegt.
In der schriftlichen Ausarbeitung gehe ich analog zu meinem Referat zunächst auf die Ausdehnung der Deponie ein, zeige einige Inhaltsstoffe auf, und stelle dann die Historie dar, soweit sie mir aus Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln bzw. andere Quellen erschließbar war. Die Stadt Leverkusen selbst zeigte sich hierbei relativ unkooperativ.
Abschließend stelle ich noch die Kosten gegenüber, die angefallen sind, sowie die Kosten, die bei alternativem Vorgehen angefallen wären. Mit einem kurzen Fazit beende ich die vorliegende schriftliche Ausarbeitung.
2 Daten und Fakten zur Deponie
2.1 Ausdehnung
Das Deponiegelände umfaßt 68Ha 1 , das nördlich von der Dhünn, westlich vom Rhein und südlich vom Bayer-Werk Leverkusen begrenzt wird. Aus untenstehender Abbildung 1, auf der die Zeitmarken der unterschiedlichen Befüllungen deutlich werden, geht auch hervor, dass die Autobahn A 1 sowie die Anschlußstelle A 1 / A 59 quer durch das Deponiegelände gebaut sind.
Im Boden liegen rund 5,5 Millionen m 3 Bauschutt, 1,1 Millionen m 3 hausmüllähnliche Abfälle sowie rund 900.000 m 3 Chemieproduktionsreste.
Die Aufschüttungen haben eine Dicke von bis zu 20 m. 2
1 Die Angaben schwanken, 68Ha sind es lt. KstA, 21.02.1992, „Dhünn-Aue ein zweites Bitterfeld?“; Der Spiegel 13/1992, „Bitterfeld am Rhein“, S. 80; taz, 23.03.1992, „Tödliches Chemiegrab in Leverkusen“; Kölnische Rundschau, 30.06.1992, „Problem verharmlost? Heftiger Streit um Altlast in der Dhünnaue“
2 vgl. KStA, 18.03.2004, „Blühende Müll-Landschaften“
1
2.2 Inhaltsstoffe
Abb. 2: Lageplan Deponie (blau) und untersuchtes Gebiet (orange)
Im Bericht zur Gefährdungsabschätzung wird immer wieder betont, wie schwierig und begrenzt eine Bewertung der Giftigkeit ist, da eine stofforientierte Bewertung bspw. ökotoxikologische Aspekte und mögliche Wechselwirkungen nicht berücksichtigt, und auch der Kenntnisstand bei bekannten Stoffen sehr unterschiedlich ist. 3 Somit ist eine sachgerechte Analyse nahezu unmöglich. 4
Es gibt unterschiedliche Analyseverfahren. Schwermetalle sind relativ leicht zu bestimmen, sowohl qualitativ (was ist in der Probe enthalten) als auch quantitativ (wieviel ist wovon enthalten).
3 vgl. LT-NRW-Drucks. 11/3184, S. 6
4 „Berücksichtigt man, dass es 100.116 Chemikalien nach der Altstoffverordnung mit je ca 4-5 Nebenstoffen gibt und ca 60.000 davon in größeren Mengen im Handel sind, ist es kaum vorstellbar, dass es in der EG nur für ca 3.000 Stoffe Analyseverfahren gibt.“ Zitat aus der Gefährdungsabschätzung des Ingenieurbüros Björnsen
3
Hierbei ergab sich folgendes Bild, wobei ich zur Verdeutlichung die Grenzwerte der Abfallklärschlammverordnung mit aufgetragen habe:
Abb. 3: Schwermetalle in mg/kg (aus der Gefährdungsabschätzung, Björnsen)
Für Chlorbenzole wurden sogar Werte bis zu 45g/kg gemessen. Es wird eine erhebliche Belastung und damit auch ein erhebliches Gefährdungspotential erkennbar.
Ein anderes Analyseverfahren ist GC-MS. Dieses Verfahren ist vor allem für Kohlenwasserstoffe benutzbar. Der Nachteil jedoch besteht vor allem darin, dass man die Substanzen kennen muß, um sie zuordnen zu können. In der Analyse der Proben stieß man hierbei auf unüberwindbare Hindernisse, es gab eine Vielzahl an unbekannten Peaks.
Insgesamt konnten lediglich 57 verschiedene Stoffe bzw. Stoffgruppen identifiziert werden. Davon waren mehr als 20 krebserzeugend bzw. dessen verdächtig. Insbesondere gilt das für Chrom, Arsen, Benz-a-pyren, PCB´s (polychlorierte Biphenyle) etc. Lediglich vier Substanzen konnten als „wenig giftig“, die meisten als „kanzerogen“ (krebserzeugend), und viele als „mäßig giftig“ eingestuft werden, wobei Quecksilber auch unter die letztgenannte Kategorie fällt. 5
5 Chromat verursacht z.B. Lungenkrebs, Cadmium Nierenkrebs, Naphtylamin Blasenkrebs, Benzol Blutkrebs.
4
Arbeit zitieren:
Dipl. Betriebswirtin Hildegard Bohne, 2004, Die Dhünnaue, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Hildegard Bohne hat den Text Die Dhünnaue veröffentlicht
Hildegard Bohne hat einen neuen Text hochgeladen
Kompetenzausübung und Subsidiaritätskontrolle im europäischen Umweltre...
Zu den Voraussetzungen, Vor- u...
Sonja Eisenberg
Föderalismus im Umweltrecht der Vereinigten Staaten und der Europäisch...
Wolfgang G. Renner
Umweltrecht und Umweltwissenschaft
Festschrift für Eckard Rehbind...
Martin Führ, Peter von Wilmowsky
Ansätze zur Kodifikation des Umweltrechts in der Europäischen Union: D...
Beiträge zum 3. Speyerer UGB-F...
Eberhard Bohne
0 Kommentare