INHALTSVERZEICHNIS
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1 EINLEITUNG
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2 DEFINITIONSVERSUCHE
2.1 JOURNALISMUS 4
2.2 ONLINEJOURNALISMUS 4
3 DAS TECHNISCHE POTENTIAL DES INTERNET AUS DER PERSPEKTIVE
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DES JOURNALISMUS
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4 ANFORDERUNGEN AN DEN REZIPIENTEN
4.1 ZEITLICHKEITEN 6
4.2 ABLAUFZWANG 7
4.3 HYPERTEXTUALITÄT 8
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5 ANFORDERUNGEN AN DEN ONLINEJOURNALISTEN
5.1 BASISMERKMALE UND AUSBILDUNG 9
5.2 TÄTIGKEITSPROFILE 10
5.3 ROLLENVERSTÄNDNIS 10
6 QUALITÄT UND GLAUBWÜRDIGKEIT IM ONLINEJOURNALISMUS 11
13
7 ZUSAMMENFASSUNG
LITERATURVERZEICHNIS 15
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1 Einleitung
„Es ist, als hätte man um ein Glas Wasser gebeten und jemand hätte einem einen Feuerwehrschlauch in den Mund gesteckt und aufgedreht“ (Bill Stroud, Philadelphia Newspapers, über die Auswirkungen der Computertechnologie auf die Zeitungen zit. nach Haldemann, 2000, S. 1).
Seit Mitte der Neunzigerjahre hat sich der Onlinejournalismus ständig weiterentwickelt. 1994 wagten sich die ersten traditionellen Medien ins World Wide Web, darunter das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Es folgten Internetauftritte von Tageszeitungen, wie der taz, sowie von reinen Online-Zeitungen wie der Netzeitung. Lange ließen die Reaktionen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf diese neue Bewegung nicht auf sich warten. Die ARD beispielsweise bot ab 1. August 1996 ihre Nachrichtensendungen im Internet als Text und Video an. Im Jahr 2000 nutzen bereits 30 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Immer mehr Muttermedien, die ihren Ursprung im Print besitzen, verbesserten ihr Angebot technisch sowie inhaltlich. Doch der Internetboom wurde durch den so genannten Dotcom-Crash gestoppt. Dieser hatte auch Auswirkungen auf den Onlinejournalismus. Es kam zu einschneidenden Einsparungen und Entlassungen
(http://goa2003.onlinejournalismus.de/webwatch/10jahrechronik.php, 26.10.2007). Seitdem setzen etwa Printmedien eher auf ein ergänzendes Angebot ihres Muttermediums im Internet, das vorwiegend neue Zielgruppen ansprechen soll. Auf diese Weise wollen die Unternehmen auch die Leserbindung an das Printprodukt erhöhen (Mast, 2000, S. 520). Der direkte ökonomische Nutzen steht also nicht an erster Stelle, er kann eher auf lange Sicht erwartet werden. Deshalb ist es für Onlinemedien ohne Muttermedium bislang sehr schwer, sich zu etablieren.
Für eine nutzerfreundliche Handhabung und Glaubwürdigkeit der Seiten gelten gewisse journalistische und technische Anforderungen für die Produzenten der Inhalte. Heute nutzen
62 % der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet (http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-online-studie/ /id=8058/nid=8058/did =601530/aiu42e/, Zugriff am 26.10.2007).
Welche Anforderungen des Onlinepublizierens werden an Journalisten gestellt, die mittlerweile eine solch große Nutzerschaft bedienen müssen? Welche Unterschiede bestehen im Vergleich zum klassischen Journalismus? Und welche Herausforderungen, Vorzüge und Probleme begegnen den Rezipienten in der aktuellen Informationsflut des WWW? In dieser Arbeit sollen diese neuen Anforderungen an Rezipienten und Journalisten aufgezeigt und Potenziale aber auch mögliche Probleme des Onlinejournalismus behandelt werden.
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2 Definitionsversuche
Es gibt viele Definitionen von Journalismus. Sie sind jedoch sehr heterogen, dennoch ist derselbe Kern zu erkennen. Im noch jungen Feld des Onlinejournalismus ist es schwer, handfeste Definitionen zu finden. Allerdings gibt es einige Ansätze, die diesen Bereich vom klassischen Journalismus abheben. Anhand der folgenden Definitionsversuche sollen der Unterschied und die Besonderheit des Onlinejournalismus erkennbar werden.
2.1 Journalismus
Nach Weischenberg (1995, S. 97) werden vom Journalismus Themen für die Medienkommunikation zur Verfügung gestellt, die Neuigkeitswert und Faktizität besitzen, und zwar insofern, als dass sie an sozial verbindliche Wirklichkeitsmodelle und ihre Referenzmechanismen gebunden sind. Laut Altmeppen (1998, S. 199) erbringt der Journalismus diese Funktion für die Gesellschaft insgesamt und für einzelne soziale Systeme wie Wirtschaft, Recht, Sport, Kunst, Wissenschaft und Politik. Zentrale Leistung des Journalismus ist die Informationsfunktion, also die Publikation von Themen, die dem Journalismus angeboten werden. Jedoch übernimmt der Journalismus nicht nur die Informationsfunktion. In offenen Gesellschaften westlichen Typs sollen Medien Fehlentwicklungen kontrollieren und kritisieren, also eine Kritik- und Kontrollfunktion ausfüllen.
Weischenberg/Altmeppen/Löffelholz (1994, S. 143 ff.) bemerken, dass auch die Unterhaltungs- und Orientierungsfunktion zu den Leistungen des Journalismus gehört. Insbesondere im heutigen Informationszeitalter, indem - vor allem auch im Internet - der Rezipient mit einer Informationsflut konfrontiert ist, spielt die Orientierung in dieser Masse eine wichtige Rolle. Altmeppen (1998, S. 199) merkt an, dass dem Publikum Hilfen zum Verständnis der gesellschaftlichen Vorgänge angeboten werden müssen. Dies alles geschieht möglichst immer unter den Bedingungen von wirtschaftlicher Effizienz.
2.2 Onlinejournalismus
Die den Journalismus formenden Strukturkontexte gelten auch unter multimedialen Bedingungen (Altmeppen, 1998, S. 200). Allerdings muss man anmerken, dass der Onlinejournalismus eine recht junge Erscheinungsform des Journalismus darstellt. Deshalb liegen wenige Erkenntnisse vor, die den Onlinejournalismus genau kennzeichnen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die neue Entwicklung der Weblogs nicht mit in die Betrachtung
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eingeht, da diese meist von Einzelpersonen betrieben werden. „Ihr Verhältnis zu den traditionellen Medien wird als komplementär beschrieben, da sie keine eigenen Informationen recherchieren, sondern bereits Publiziertes aufgreifen, darauf verweisen und kommentieren“ (www.post-gazette.com, Zugriff am 12.02.2003, zit. nach Neuberger, 2003, S. 132). Nach Altmeppen (1998, S. 200) verbirgt sich hinter Multimedia bzw. Online in erster Linie die Konvergenz bisher getrennter Technologiesegmente der Daten-, Text-, Bild- und Tonübermittlung. Das bedeutet für den Onlinejournalisten, dass er neben journalistischen Fertigkeiten die technischen Anforderungen beherrschen muss. Wichtig für das Berufsfeld des Onlinejournalismus ist, dass die Informationen nutzerfreundlich und mit einer gewissen Dramaturgie verarbeitet werden. Also ist die Orientierung am Rezipienten noch wichtiger als bei den klassischen Medien. Die direkte Feedback-Möglichkeit der Nutzer erfordert vom Journalisten besonderes Gespür für schnelle und glaubwürdige Reaktionen (Mast, 2000, S. 524). Kurz könnte man sagen: Onlinejournalisten liefern journalistische Inhalte, die über das Internet verbreitet werden. Diese unterliegen den gleichen Ansprüchen wie bei klassischen Journalisten, müssen allerdings – aufgrund der Gegebenheiten des Internets – ganz anders aufbereitet werden.
3 Das technische Potential des Internet aus der
Perspektive des Journalismus
Das Internet bietet auf verschiedenen Ebenen Potentiale, deren Vorteile von Onlineredaktionen und -journalisten genutzt werden. Im Folgenden sollen diese aufgezeigt werden. Allerdings werden nicht alle von Journalisten und Redaktionen ausgeschöpft. Dies ist auch nicht erstrebenswert, da sich die Rezipienten mit immer neuen Möglichkeiten der Information schnell überfordert fühlen können (Mast, 2000, S. 525).
Nach Neuberger (2003, S. 131) bietet das Internet dem Rezipienten Multimedialität, das heißt, er kann Texte, Bilder, Video und Audio zur Information oder Unterhaltung heranziehen. Des Weiteren stellt das hohe Datenvolumen im Internet kein Problem dar, da eine große Speicherkapazität vorhanden ist. Auch kann der Nutzer im Sinne einer „Mensch-zu- Maschine-Beziehung“ selbst selektieren, sei es durch Hypertextualität oder Datenbanken. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Archivierung, ein Präsenthalten des früher Publizierten. Dem Autor zufolge gibt die Vernetzung von „Altem“ und „Neuem“, etwa in Themenschwerpunkten, dem Nutzer die Chance, einen besseren Überblick über ein Thema zu erhalten. Die permanente Aktualisierbarkeit hat den Vorteil gegenüber anderen Medien, den
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Eva-Marie Günzler, 2007, Online-Journalismus: Herausforderungen für Rezipient und Journalist, Munich, GRIN Publishing GmbH
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