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Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Studiengang Betriebswirtschaftslehre
Kurs C 1: Epochen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Vorgelegt von: Claudia Meyer
2. Semester, SS 98
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2.1. Überblick über die Kleinstaaterei 2.3. Die revolutionäre Entwicklung
2.2. Die Stellung und Situation des Volkes und seine Forderungen
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3.1. Die Revolution
3.2. Frankfurter Nationalversammlung und Ergebnisse
1
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Die Revolution von 1948/49 bezeichnete Friedrich Engels als den „ersten Akt des revolutionären Dramas auf dem europäischen Kontinent“ 1 , den Akt im Kampf der Völker gegen soziale und nationale Unterdrückung. Sie bildete den Höhepunkt der politischen und sozialen Auseinandersetzungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
In dieser Arbeit wird dieses revolutionäre Drama behandelt und zunächst ein Überblick über die Kleinstaaterei Preußens gewährt. Hier wird aufgezeigt, daß durch die zahlreichen Landesgrenzen der Handel erheblich erschwert und die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands gehemmt war. Vor allem das Besitzbürgertum hatte kein Interesse daran, daß sich hieran etwas ändert, denn das hätte seine Stellung und die damit verbundenen Rechte in Gefahr gebracht.
Weiterhin wird die soziale und wirtschaftliche Lage der Handwerker, Arbeiter und Bauern in der Zeit nach den Befreiungskriegen bis zur Revolution am 18.03.1848 beschrieben. Die durch Mißernten überteuerten Lebensmittelpreise stürzten die Bevölkerung in Not und Elend und es entstand eine Krise, in der Arbeitslosigkeit, steigende Steuern und Hungertyphus, hohe Verschuldungen und Massenverelendung unermeßliche Verzweiflung verursachten. Durch die große Unzufriedenheit verstärkte sich der Wunsch nach reformierten politischen und sozialen Verhältnissen und hatte erste revolutionäre Entwicklungen zur Folge, die u.a. auch durch die Februarrevolution in Frankreich induziert wurden.
Schließlich beleuchtet diese Arbeit das Ereignis der Revolution, die Folgezeit und Ergebnisse. Sie erzählt von der Revolution mit ihren blutigen Kämpfen, die zahllose Opfer forderten, der aufgrund unstimmiger Ziele, Wünsche und
1 Vgl. Engels, Friedrich, Revolution und Konterrevolution in Deutschland, in: Marx/Engels, Werke, Bd. 8, Berlin 1960
2
Forderungen der verschiedenen Schichten und Parteien zerbrechenden Frankfurter Nationalversammlung und der sich letztlich wiederherstellenden „alten Ordnung“.
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2.1. Überblick über die Kleinstaaterei
Der Feldzug von 1813/14 gegen Napoleon hatte dem deutschen Volke nicht die lang ersehnte Freiheit gebracht. Auf dem Wiener Kongreß 1815 feierten die Fürsten den Sieg über Napoleon als ihren Sieg über die französische Revolution. Am 08.06.1815 riefen sie im Wiener Kongreß unter Preußens und Österreichs Führung den „Deutschen Bund“ ins Leben. Der Präsident des Wiener Kongresses und österreichischer Staatskanzler, Fürst Metternich, durfte befriedigt erklären, daß Deutschland nur ein geographischer Begriff sei. Der „Deutsche Bund“ war ein Staatenbund, der die sogenannten Erbstaaten des Kaiserreichs Österreich, die fünf Königreiche Preußens, Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, das Kurfürstentum Hessen, sieben Großherzogtümer, zehn Herzogtümer, zwölf Fürstentümer, ein Landgrafentum und vier Freie Städte, folglich 37 erbliche Fürstentümer und vier Stadtrepubliken, umfaßte. Er kannte keine deutsche Staatsangehörigkeit. Der Württemberger galt in Preußen oder in Sachsen als Ausländer. 2 Durch die Kontrolle der landständischen Verfassungen, die sich einzelne Bundesländer gegeben hatten, und die Unterdrückung demagogischer Umtriebe mittels Zensur und der Polizei war der „Deutsche Bund“ als Ausdruck des Metternichschen Systems bei den Liberalen und Demokraten verhaßt. 3
Die gemeinsamen Angelegenheiten verwaltete der sogenannte Bundestag, der die oberste Bundesbehörde darstellte. Er war eine Fürsten-Vertretung,
2 Vgl. Obermann, Karl, Einheit und Freiheit, Berlin 1950, S. 63 ff.
3 Vgl. Langewiesche, Dieter u.a., Mit Zorn und Eifer, Karikaturen aus der Revolution 1848/49, Mannheim 1998, S. 22
3
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Claudia Meyer, 1998, Ursachen, Ziele und Ergebnisse der Revolution von 1848 in Deutschland, Munich, GRIN Publishing GmbH
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