Inhalt
Seiten
1. Einleitung und Eingrenzung des Themas 1 2
3 5
2. Was einen Lernort ausmacht
3. Lernort Schule - Der Klassenraum
3.1 Die Gestaltung des Raums als wichtige Grundlage 6 9
fördernden Lernens im Unterricht
3.2 Fotoanalyse eines Klassenzimmers 10 15
4. Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung und Eingrenzung des Themas
Der Mensch ist anders als jedes andere Lebewesen dazu in der Lage, seinen Lebensraum im Großen und Ganzen nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten. Jedenfalls sind die Möglichkeiten ungleich größer als etwa bei Tieren. Um sich seine optimale Umgebung oder seinen optimalen Wohnraum zu schaffen, ist dazu zwar oft Hilfe anderer Menschen nötig, aber es ist eben möglich. Der deutsche Philosoph und Soziologe Arnold Gehlen (1904 - 1976) beschrieb den Unterschied zwischen Mensch und Tier in ihrer Beziehung zur Umwelt folgendermaßen: „Der Mensch ist organisch Mängelwesen, er wäre in jeder natürlichen Umwelt lebensunfähig, und so muss er sich eine zweite Natur, eine künstlich bearbeitete und passend gemachte Ersatzwelt, die seiner versagenden organischen Ausstattung entgegenkommt, erst schaffen, und er tut dies überall, wo wir ihn sehen. Er lebt sozusagen in einer künstlich entgifteten, handlich gemachten und von ihm ins Lebensdienliche veränderten Natur, ….“ 2) Die Kleidung und die Heizung machen uns das Leben auch bei den verschiedensten Witterungsverhältnissen angenehm. Unseren Wohnraum gestalten wir so, wie wir uns darin selbst am wohlsten fühlenganz individuell. Die Gestaltung unserer Umwelt hat immer auch psychologische Wirkungen auf uns Menschen. Nicht jeder mag die gleichen Tapeten. Nicht jeder mag dieselben Farben. Und nicht jeder mag das gleiche Design von Möbeln. Die Geschmäcker können sehr verschieden sein.
Aber nicht überall ist das oberste Ziel der Gestaltung unserer Lebensumwelt nur unser Wohlbefinden. Wenn Seminarräume in Universitäten statt mit den entsprechenden Sitzgelegenheiten nur mit Betten und Sofas ausgestattet wären, würden zwar viele sagen, die Räume seien sehr bequem ausgestattet. Jedoch, die eigentliche Intention - das Lernen - würde eher gehemmt werden. Für das Lernen in den öffentlichen Institutionen wie der Schule sind andere Raumgestaltungen und Atmosphären erforderlich als für das gemütliche Wohnen zu Hause. Zweifelsohne haben bestimmte Lernumgebungen auch bestimmte Wirkungen auf den Lernenden 1) .
1) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit habe ich in dieser Hausarbeit durchgehend die männliche Form verwendet. Natürlich sind damit auch immer beide Geschlechter gemeint.
2) http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/gehlen_arnold.htm~main2
Dies ist kein Geheimnis und wissenschaftlich längst fundiert. Deshalb stellt sich die Frage, welche Faktoren bei der Gestaltung des Raums eine Rolle spielen, wenn darin gelernt werden soll. Dazu möchte ich mich in dieser Arbeit speziell auf die allgemeinbildenden Schulen konzentrieren. Wie kann mit Hilfe der Klassenraumgestaltung das Lernen der Schüler gefördert und effektiv unterstützt werden? Und welche nicht fachspezifischen Lernziele können mit den entsprechenden Sitzanordnungen am ehesten erreicht werden?
Zunächst jedoch, soll im folgenden Punkt auf den Begriff Lernort näher eingegangen werden, um deutlich zu machen, was dieser Begriff beinhaltet. Danach wird der Lernort Klassenraum Gegenstand dieser Arbeit sein. Dazu werden anfangs eher allgemeine Dinge zur Gestaltung des Raums als wichtige Grundlage fördernden Lernens im Unterricht gesagt. Anschließend wird die Gestaltung eines Klassenzimmers in einer Realschule mit Hilfe ausgewählter Fotos analysiert. Es ist mir wichtig, die Lernsituationen in Bezug auf die Raumgestaltung im Klassenzimmer darzustellen, wie sie gegenwärtig in unseren Schulen vorliegen.
2. Was einen Lernort ausmacht
Der Seminartitel „Lernort Universität“ lässt bereits vermuten, dass es neben der Universität noch andere so genannte Lernorte gibt. Es scheint einem zunächst vielleicht sofort ersichtlich, was ein Lernort sein soll. Das sind Orte, an denen man etwas lernt, wird man wohl zuerst sagen. Nun werden die einen oder anderen Pädagogen ergänzen, dass überall und in jeder Lebenslage etwas gelernt wird - was und wie viel von dem „Etwas“ auch immer.
Im Rahmen des öffentlichen Bildungswesens (auch in privater Trägerschaft) werden Lernorte als Einrichtungen verstanden, die Lernangebote organisieren. Sie stellen „nicht nur räumlich und rechtlich selbstständige Einheiten dar, sondern sie unterscheiden sich zugleich durch ihre jeweilige spezifisch pädagogisch - didaktische Funktion bei der Vermittlung allgemeiner und beruflicher Qualifikationen.“ 1) Genauer gesagt, erfüllt jeder Lernort „mehrere didaktische Funktionen, diese allerdings mit unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichem Gewicht.“ 2) Jede Lernortinstitution ist also für spezifische Lernprozesse besonders geeignet. In der Schule sind die Einführungen in die grundlegenden sachlichen und logischen Zusammenhänge kennzeichnend. In einer Berufsschule wird aber wiederum etwas anderes bzw. mit anderen Lernzielen gelehrt und gelernt als in einer allgemeinbildenden Schule. Und im Lernort Betrieb beispielsweise werden die praxisnahen Fertigkeiten und Qualifikationen erworben. Lehrwerkstätten (dazu zählen auch eingeführte Lehrgänge) zielen ebenfalls auf Praxisnähe und sind dennoch eigenständige Lernortinstitutionen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch unzählige andere Lernorte. Es gibt zum Beispiel solche, die berufsspezifisch sind und jene, die auf allgemeine Kenntnisse zielen. An welchen und an wie vielen Lernorten die Berufsausbildung in Deutschland stattfindet, hängt natürlich insbesondere vom jeweiligen Beruf ab. Man unterscheidet jedoch im Allgemeinen vier Lernorte in der deutschen Berufsausbildung: den Arbeitsplatz, die Berufsschule, die Lehrwerkstatt und das Studio. Dabei nimmt der Arbeitsplatz schwerpunktmäßig die wichtigste
1) Betrifft: Berufsbildung, S. 113
2) Lernorte im dualen System der Berufsbildung, S. 11
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Michael Schmidt, 2006, Die Beeinflussung des Lernerfolgs durch die Gestaltung des Raums - speziell des Klassenzimmers, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Diese Studienarbeit bildet viele Worte um dürftigen Inhalt.
Anhand von Schwarz-weiss Fotos wird über Farbwirkung berichtet. Ein Raum wird anhand von zwei Fotos begutachtet. Ohne Darstellung der wichtigen Fensterseite (Belichtung) kann man sich kaum ein Bild machen. Wesentliche Aspekte, die die Atmosphäre des Klassenraumes mitbestimmen wurden gar nicht erwähnt oder erkannt. Es fehlen insbesondere Aussagen zu Akustik, künstl. Belichtung, Belüftung, Stauraum, etc.
Insgesamt sehr schwach, kein Lernerfolg.
on Tuesday, March 09, 2010-