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Gewalt in der Schule

Ein kurzer Überblick

Titel: Gewalt in der Schule

Seminararbeit , 2003 , 18 Seiten

Autor:in: Tina Zoe Rix (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Phänomen „Gewalt in der Schule“ ist nicht erst seit den dramatischen Ereignissen in Erfurt ein Thema, welches oft von den Medien aufgegriffen wird und zunehmend Aufmerksamkeit in der öffentlichen Berichterstattung findet. Zur Erinnerung: Ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums in Erfurt stürmte bewaffnet in die Schule und tötete 16 Menschen, darunter 14 Lehrer und zwei Schüler. Danach brachte er sich selber um. Fast täglich sind in den Medien Berichte über Gewalttätigkeiten im Umfeld der Schule zu finden. Um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen, wird die Überschrift in der Hamburger Morgenpost vom 10. September 2002 (S. 38) zitiert: „Die Angst an der Prügel – Schule. Schläge und Erpressung als Geburtstagsritual. Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 65 Jugendliche.“
Viele Lehrer und Eltern fragen sich: „Was ist los an deutschen Schulen? Nimmt die Gewalt wirklich so dramatisch zu, wie die Medien es suggerieren?“ Hier bleibt nur zu sagen, dass sich bereits Sokrates ( 470 – 399 v. Chr. ) darüber beschwerte, „dass die jungen Leute nicht mehr aufstehen, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Gewalt gegenüber Lehrern ist also zweifellos ein älteres Phänomen. Allerdings soll in dieser Hausarbeit nicht geklärt werden, ob die jugendlichen Schülerinnen und Schüler heutzutage gewalttätiger sind als es früher der Fall war.
Es soll vor allem darum gehen, die Ursachen und Folgen von gewalttätigem Verhalten im Umfeld der Schule zu analysieren, um dann Wege aufzuzeigen, wie man mit dieser Gewalt umgeht und sie vermeiden kann. Voraussetzung dafür ist eine genaue Definition des Begriffs „Gewalt“, da der Begriff ungenau und zweideutig ist und in der wissenschaftlichen Diskussion in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet wird. Weiterhin ist eine Abgrenzung zu anderen Begriffen wie „Aggression“ oder „Mobbing“ für das weitere Verständnis der Hausarbeit unerlässlich, weshalb mit dieser Thematik begonnen werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definition: Was ist Gewalt und wie äußert sich Gewalt in der Schule?

1.1 Definition: „Aggression“

1.2 Definition: „Gewalt“

1.3 Definition: „Mobbing“

2. Ursachen für Gewalt an Schulen

3.1 Prävention durch Märchen

3.2 Übungen und Spiele als Mittel zur Gewaltprävention

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, die Ursachen und Erscheinungsformen von gewalttätigem Verhalten im Schulumfeld zu analysieren, um daraus präventive Ansätze für den Unterricht abzuleiten.

  • Präzise Definition und Abgrenzung der Begriffe Aggression, Gewalt und Mobbing.
  • Analyse der Ursachen für Gewalt an Schulen, unter Einbeziehung familiärer und struktureller Faktoren.
  • Gegenüberstellung von Nutzen und Folgen gewalttätigen Handelns versus gewaltloser Konfliktlösung.
  • Präventionsmöglichkeiten durch den Einsatz von Märchen als pädagogisches Instrument.
  • Praktische Implementierung von Bewegungsübungen und Spielen zur Förderung sozialer Kompetenzen.

Auszug aus dem Buch

Eine Reise ins Land der Wut (Seite 30)

Eine Spielleiterin oder ein Spielleiter erzählt eine Geschichte mit Bewegungsaufforderungen, und alle Kinder machen die Bewegungen mit und erfinden vielleicht noch einige neue dazu:

„Wir machen heute eine weite Reise in ein geheimnisvolles Land. Wir fahren lange, lange Zeit mit der Eisenbahn“ – die Kinder fassen sich in langer Reihe an und bewegen sich mit Zuggeräuschen durch den Raum. „Der Zug hält. Wir sind im Land der Freude. Die Menschen, die hier wohnen, sind immer froh und lustig. Sie freuen sich schon, wenn sie am Morgen aufstehen. Sie recken und strecken sich wohlig, sie begrüßen uns lachend, sie hüpfen und springen, umarmen uns und tanzen mit uns, zu zweit, zu dritt, zu vielen, im großen Kreis, kein Kind bleibt allein... Leider müssen wir weiter. Die Lokomotive pfeift schon. Wir steigen ein und fahren ... Plötzlich wird es finster. Der Zug hält. Wir sind im Land der Wut. Hier wohnen Menschen, die sich gekränkt und ungerecht behandelt fühlen. Sie sind zornig und wütend, stampfen mit den Füßen, werfen sich auf den Boden, raufen sich die Haare, schütteln den Kopf, ballen die Fäuste, schreien: Ich hasse dich ... Endlich pfeift unser Zug wieder. Wir halten inne, holen tief Atem ... und werden wieder ruhig. Wir steigen ein und fahren weiter ... Unser Zug hält: Endstation. Wir sind im Land der Ruhe, alle Menschen lächeln, sie bewegen sich ruhig und behutsam, sie streicheln einander, führen sich bei den Händen oder sitzen still und friedlich beieinander ...

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Präsenz des Themas „Gewalt in der Schule“ und betont die Notwendigkeit, Ursachen zu untersuchen, anstatt lediglich über die Zunahme des Phänomens zu spekulieren.

1 Definition: Was ist Gewalt und wie äußert sich Gewalt in der Schule?: Dieses Kapitel arbeitet wissenschaftliche Definitionen der Begriffe Aggression, Gewalt und Mobbing heraus, um eine präzise Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

2. Ursachen für Gewalt an Schulen: Das Kapitel untersucht multifaktorielle Ursachen von Gewalt, wobei sowohl familiäre Hintergründe als auch das Konzept der strukturellen Gewalt innerhalb des Systems Schule betrachtet werden.

3. Gewaltprävention: Der abschließende Teil widmet sich pädagogischen Ansätzen, um gewaltfreies Verhalten zu fördern, und stellt insbesondere den Einsatz von Märchen sowie Übungen zum Umgang mit Emotionen vor.

3.1 Prävention durch Märchen: Hier wird diskutiert, wie Märchen Kindern helfen können, ihre Ängste zu externalisieren und das „Böse“ in sich selbst zu bewältigen, was eine präventive Wirkung entfalten kann.

3.2 Übungen und Spiele als Mittel zur Gewaltprävention: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung pädagogischer Unterstützung beim Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Aggressionen und stellt praktische Spielübungen vor.

Schlüsselwörter

Gewalt in der Schule, Aggression, Mobbing, Prävention, strukturelle Gewalt, Schulklima, Erziehung, Konfliktlösung, Märchenpädagogik, soziale Kompetenz, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Gewaltlosigkeit, Verhaltensauffälligkeiten, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt das Phänomen „Gewalt in der Schule“ und analysiert dessen Ursachen sowie Möglichkeiten zur pädagogischen Prävention im Unterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Gewalt und Aggression, die Einflüsse von Familie und Schule auf die Gewaltbereitschaft sowie der Einsatz von Märchen und Spielen zur Gewaltprävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, ein tieferes Verständnis für die Entstehung von Gewalt im schulischen Kontext zu entwickeln und praktische Handlungsperspektiven für Lehrkräfte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene Ansätze namhafter Autoren zu den Themen Aggression, Gewalt und Prävention gegenübergestellt und kritisch gewürdigt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Ursachenanalyse und einen praktischen Teil, der präventive Unterrichtsmethoden detailliert vorstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Gewaltprävention, Aggressivität, strukturelle Gewalt, Schulklima und pädagogische Konfliktbearbeitung.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen Gewalt und Mobbing?

Die Autorin argumentiert, dass Mobbing eine spezifische, dauerhafte Form der Gewalt ist und daher als eigenständiger Begriff präziser definiert werden muss, als es durch eine Gleichsetzung mit allgemeiner Gewalt geschehen würde.

Welchen Stellenwert haben Märchen in diesem Kontext?

Märchen werden als pädagogisches Mittel interpretiert, das es Kindern ermöglicht, negative Emotionen wie Hass oder Angst sicher zu verarbeiten und das „Böse“ symbolisch zu überwinden.

Was versteht man unter „struktureller Gewalt“ in der Schule?

Strukturelle Gewalt beschreibt Bedingungen, die die somatische und geistige Entfaltung von Menschen behindern – in der Schule etwa durch starre Hierarchien, schlechtes Schulklima oder unzureichende Lernbedingungen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewalt in der Schule
Untertitel
Ein kurzer Überblick
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Proseminar AEW
Autor
Tina Zoe Rix (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
18
Katalognummer
V86063
ISBN (eBook)
9783638011549
ISBN (Buch)
9783638915991
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Schule Proseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Zoe Rix (Autor:in), 2003, Gewalt in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86063
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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