INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort 3
Kapitel 1 : Einleitung 3
Was ist Familie? 3
Was ist eine Funktion? 4
Zusammenführung der Begrifflichkeiten 5
Kapitel 2 : Historischer Wandel der Familien und ihrer Funktionen 5
Hauswesen 5
Großfamilie 6
Kleinfamilie 7
Kapitel 3 : Rechtliche Funktion von Familien 8
SBG VIII bzw. Kinder- und Jugendhilfe 8
Erläuterung 9
Kapitel 4 : Funktionsverlust oder Funktionsveränderung? 9
Funktionsverlust 9
Funktionsveränderung 10
Evaluation 11
Kapitel 5 : Zukunftsaussichten 12
Auflösung der Familie 12
Patchwork-Familie 13
Literaturverzeichnis 14
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Vorwort
Thematik dieser Hausarbeit ist die Frage nach dem Funktionsverlust der Familie. Hat ein Funktionsverlust stattgefunden und ist die Familie heute nomativ eine Instanz aber ohne Funktion oder ist die Funktion nur eine andere als zu anderen Epochen? Diese Fragestellung gilt es zu klären oder zumindest ein „bisschen Licht in das Dunkel zu bringen“.
Der Hintergrund der Entwicklung der Fragestellung und der Motivation, dieses Thema zu bearbeiten, entstand durch das Explizieren für die Vorlesung „Geschichte der Sozialen Arbeit“.
Der dabei entstandene Lerntransfer, dass Familie und ihre Funktion sowie ihrer Entwicklung stimmig mit der Themenvorgabe „Gesellschaftsformen“ der Vorlesung „Gesellschaft und sozialer Wandel“ ist, zeigte die Möglichkeit und das Interesse auf, sich damit näher zu beschäftigen und es in Form einer Hausarbeit zu dokumentieren.
Um Missverständnissen vorzubeugen, wird vorab festgesetzt, dass sich sämtliche Deutungen, Erklärungen und Behauptungen in dieser Hausarbeit auf das Land, in dem sie geschrieben wurde, Deutschland, beziehen.
Spezifisch wird im nächsten Kapitel erläutert, was überhaupt eine Familie ist und ebenso, was das Nomen Funktion, ins besondere im Zusammenhang mit Familie, bedeutet. Viele Begrifflichkeiten werden ständig verwendet und bewertet, ohne dass man sich im Klaren ist, woher sie stammen und was sie real auszusagen versuchen, oftmals mit einer völlig unkorrekten Wiedergabe und einem falschen Verständnis ihres Inhalts.
Kapitel 1: Einleitung
Was ist Familie?
Die etymologische Nominaldefinition von Familie hat zwei Auslegungen. 1 “verwandtschaftlich verbundene Gruppe von Menschen (Latein) 2 a) Eltern und Kinder; Kleinfamilie
3 b) alle, auch entfernt verwandte einer Familie; Großfamilie. 4 In der Klassifizierung der Lebewesen die Stufe unterhalb der Gattung und oberhalb der Art.(Biologisch)“ (Büntig 1996, 359)
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Zusammenfassend könnte man Familie nun als eine Instanz, welche durch nahe oder ferne Verwandtschaft gekennzeichnet ist, formulieren. Betrachtet man Familie unter biologischem Aspekt, ist sie hierarchisch unter dem Nomen der Gattung und über dem Begriff der Art zuzuordnen. Folglich ist eine Familie, in einer Gesellschaft wie auch im Tierreich, als ein in sich geschlossenes System zu benennen, wo die Grenzen zur Zugehörigkeit innerhalb der verwandtschaftlichen Züge klar gesteckt sind.
Demgegenüber steht die Definition des Wortes aus der lateinischen Übersetzung. Familie stammt von „familia“ ab und bedeutet Hausgemeinschaft, wozu „alle zu einem Hauswesen gehörenden und der Gewalt des Hausherren unterstehenden Mitglieder der Hausgemeinschaft, Herrschaft und Diener zusammen“, (Langenscheidt-Redaktion 2001, 491) gehören. Somit hat eine historische Veränderung der Definition von Familie stattgefunden. Zu Zeiten des römischen Reiches, das ca. 470v.Chr. entstand, sich jedoch teilte und im Westen 476 n.Chr. sowie im Osten 1453 n.Chr. unterging, zählten zu ihr noch alle, die innerhalb einer Hausgemeinschaft lebten. Heutzutage geht man von einer Familie als biologisch verwandte Menschengruppe aus.
Was ist eine Funktion?
In der Etymologie ist eine „Funktion eine
1 a) Aufgabe, Tätigkeit, 2 b) Stellung, Rolle,
3 c) Tätigkeit, Aufgabe innerhalb eines Ganzen (Latein) 4 Veränderlichkeit einer Größe von einer oder mehreren anderen (Math.) 5 gegenseitige Abhängigkeit von Harmonien (Musik)
6 Leistung der Sprache, Leistung der Sprachelemente“ (Sprachwiss.) (Büntig 1996, 412) Im Kontext zur Fragestellung ist der Bezug hier zu Punkt 1, eine Funktion ist etwas zu Bewältigendes, folglich eine klar definierte Ansage über Handlungen und Verpflichtungen. Der Ursprung des Nomens stammt auch hier aus dem Lateinischen, abstammend von „functio“ bedeutet es „Verrichtung, Besorgung“ (Langenscheidt-Redaktion 2001, 534), was sich mit dem heutigen Sprachgebrauch nahezu deckt.
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Zusammenführung der Begrifflichkeiten
Eine Funktion kann der Stellenwert der Eltern sein und verteilt Rollen wie Vater, Mutter oder Kind. Die „Aufgabe innerhalb eines Ganzen“ ist hier beispielsweise die Erziehung des Kindes. Eine Familie hat damit offenbar eine vorerst nicht von der Hand zu weisende Funktion, deren Existenz bzw. Sinnhaftigkeit im Verlauf der weiteren Kapitel noch aufgezeigt und hinreichend erläutert werden muss.
Kapitel 2: Historischer Wandel der Familien und ihrer Funktionen
In der Etymologie des Nomens Familie ist stichhaltig ins Auge gefallen, dass die Bedeutung der Begrifflichkeit durch die Veränderung der zeitlichen Ära eine völlig neue Auslegung erfahren hat. Mit der Frage wodurch und wann man dies einzuordnen hat, wird sich dieses Kapitel beschäftigen.
Hauswesen
Wie schon in 1.1 erläutert, gehören zu einem Hauswesen alle, die in einer Hausgemeinschaft leben, welches mehrere in der Familienfolge biologisch verwandter der so genannten Herrschaft und zudem mit einer Zugehörigkeit der Angestellten und des Gesindes, in früheren Zeiten auch die der Sklaven, sind. Schilling kommt zu dem Ergebnis, dass dieses „bis weit über das Mittelalter hinaus“ existierte und eine „Gemeinschaft mehrerer Generationen zuzüglich des Hausgesindes“ war (Schilling 2005, 104).
Die Familie bildete eine „bewahrende, gewöhnende Sitte und Gesittung bildende Kraft“ (Mollenhauer 1987, 50), sollte also die Erziehung des Kindes gewährleisten und ihnen Moral und Anstand bzw. Werte und Normen vermitteln. Wenn dieses nicht gegeben werden konnte, war „das ganze Haus, die Verwandtschaft, die Zunft“ (Schilling 2005, 19) zuständig, um diesen Missstand auszugleichen und den eigentlichen Verantwortlichen unterstützend unter die Arme zu greifen. Die Institution Familie hatte einen „Charakter als gesellschaftlicher und sittlicher Stabilitätsfaktor“ (Mollenhauer 1987, 50).
Prägnant war die Vorbildsfunktion der Familienmitglieder füreinander, man assoziierte „richtiges“ Verhalten, um selbst bestehen zu können (Gerhard Jaritz 1996, 165).
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Arbeit zitieren:
Lena Kölblin, 2007, Funktionsverlust der Familien, München, GRIN Verlag GmbH
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