Abstract Klassisches Marketing verliert an Effizienz, denn die Unternehmen sehen sich einer neuen „evolutionären“ Entwicklung im Kommunikations- und Informationsverhalten ihrer Kunden gegenüber. Der Wandel des Internet von Content hin zur Partizipation lässt neue, organische Netzwerkstrukturen entstehen – kollektive Intelligenzen die Nachrichten epidemieartig verbreiten und die sich ihre eigene Meinung auf der Erfahrungsbasis ihrer Mitglieder bilden.
Virales Marketing ist ein logischer Schritt, diesen Entwicklungen zu begegnen. Diese Arbeit soll zeigen durch welche Faktoren sich Meinungen und Nachrichten viral verbreiten, welchen Einfluss das Web 2.0 auf die kollektive Meinungsbildung hat, und welche neuen Instrumente Unternehmen zur Verfügung stehen, Einfluss darauf zu nehmen.
Schlagwörter: Virales Marketing, Mundpropaganda, Net Promoter Score, soziale Netzwerke, soziale Epidemien, Meinungsführer, Web 2.0, Weblog, Corporate Weblog
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Inhaltsverzeichnis
Abstract 1
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
1 Einleitung 5
1.1 Zielsetzung 5
1.2 Aufbau der Arbeit 5
2 Überblick 6
2.1 Was ist virales Marketing 6
2.2 Abgrenzung zu viraler Werbung 7
2.3 Mundpropaganda 7
2.4 Der Net Promoter Score als Maß für Mundpropaganda 8
2.5 Virusmarketing Option oder Notwendigkeit 9
3 Soziologische Hintergründe 10
3.1 Das „Kleine Welt Problem“ 10
3.2 Superspreader und Meinungsführer 11
3.3 Innovationsausbreitung in sozialen Netzwerken 11
4 Virales Marketing im Internet 13
4.1 Traditionelle Kundengespräche im Vergleich zu Online- Mundpropaganda
13
4.2 Web 2 0 Die Bedeutung der Entwicklung des Internets für die
Unternehmenskommunikation 13
4.2.1 Die Charakteristika des Web 2 0 13
4.2.2 Virale Effekte durch Weblogs 14
4.2.3 Weblogs in der Unternehmenskommunikation 15
4.3 Meinungsführer im Internet: Beispiel Ciao.de 16
5 Resumé 18
Literaturverzeichnis 19
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Klassisches versus virales Marketing. Quelle: Godin 2000 6
Abbildung 2: Viral Marketing versus Kundenempfehlungen. Quelle: Langner
2005, S 28 8
Abbildung 3: Skala zur Auswertung NPS Frage. Quelle: Reichheld
Seidensticker 2006 S 29 8
Abbildung 4: Visualisierung eines Ausschnitts der Verlinkung in der deutschen
Blogosphäre. Quelle: Alby 2007 S 30 15
Abbildung 5: Webauftritt von Ciao.de 17
4
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser oder der Leserin einen Überblick über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten viraler Kommunikation zu verschaffen. Dabei wird eine Abgrenzung zu viraler Werbung vorgenommen, wie sie aktuell häufig in Form von Werbespielen oder Webefilmen im Internet anzutreffen ist. Nach Auffassung des Autors ist virale Werbung ein Instrument viralen Marketings, mit dem beispielhaft gezeigt werden kann, wie sich Werbung quantitativ in einem Netzwerk ausbreiten kann.
In dieser Arbeit werden soziologische Zusammenhänge kollektiver Meinungsbildung erläutert und erklärt, welchen Einfluss ein durch das Internet verändertes Kommunikationsverhalten darauf hat. Es soll gezeigt werden, wie Unternehmen an diesem neuartigen Meinungsbildungsprozess teilnehmen und das Meinungsverbreitungspotenzial ihrer Kunden feststellen können. Insbesondere wird untersucht wie durch Weblogs neue Netzwerkstrukturen im Internet entstehen und wie diese für die Unternehmenskommunikation genutzt werden können. Auf virale Werbung wird daher im Folgenden nicht eingegangen.
1.2 Aufbau der Arbeit
Diese Arbeit ist in vier Kapitel gegliedert.
Kapitel zwei beinhaltet einen Überblick über das Thema. Begriffliche Grundlagen werden erklärt und eine Abgrenzung zu viraler Werbung vorgenommen. Es wird auf die Bedeutung und Messbarkeit von Mundpropaganda eingegangen. In Kapitel drei werden soziologische Hintergründe betrachtet, die viralen Effekten in sozialen Netzwerken zugrunde liegen.
Kapitel vier thematisiert virales Marketing im Internet. Es werden aktuelle Trends in der Internetkommunikation dargestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, diese für das virale Marketing zu instrumentalisieren.
Kapitel vier umfasst ein abschließendes Resumé.
5
2 Überblick
2.1 Was ist virales Marketing
Da sich der Begriff „virales Marketing“ bislang vornehmlich in der Praxis des Marketings verbreitet hat, gibt es unterschiedliche Vorstellungen von seiner Bedeutung. Im englischsprachigen Raum hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass sich virales Marketing damit befasst, Markenbotschaften, Produktnachrichten und Innovationen so aufzubereiten, dass sie sich durch Weiterleiten und Weiterempfehlen im Internet verbreiten. In Deutschland wir der Begriff hingegen weiter gefasst, als Dachbegriff für alle Aktivitäten, die Mundpropaganda im Sinne des Marketing beeinflussen wollen. (Oetting, 2006a) Langner definiert Virusmarketing als das gezielte Auslösen und Kontrollieren von Mund – zu – Mund – Propaganda. Die Bezeichnung „viral“ ist der Medizin entlehnt: In Analogie zu einem biologischen Virus, der sich innerhalb einer Population ausbreitet, sollen Informationen über Produkte und Dienstleistungen innerhalb kürzester Zeit von Mensch zu Mensch getragen werden, sich expotentiell ausbreiten und zu einer sozialen Epidemie führen. (Langner, 2005, S. 25) Direkter Kontakt zwischen Anbietern und Nachfragern findet dabei nur in der Initialphase statt. Die weitere Verbreitung geschieht über die Empfänger, die die Funktion von Zwischenhändlern einnehmen. (Helm, 2000)
Abbildung 1: Klassisches versus virales Marketing. Quelle: Godin, 2000
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Arbeit zitieren:
Matthias Thielsch, 2007, Virales Marketing, München, GRIN Verlag GmbH
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