Inhalt
E i n l e i t u n g 3
1. Menschenbilder 4
2. Menschenbilder in der Pflege 5
2.1 Personenbegriff 6
2 :2 Subjekt der Pflege 7
3. Menschenbilder großer Philosophen 8
3 1 P l a t o n 8
3 2 D e s c a r t e s 1 0
F a z i t 1 1
L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s 1 2
2
Einleitung
Seit tausenden von Jahren suchen die Menschen nach Antworten zu den Grundfragen des Lebens. Was macht den Menschen zum Menschen? Was unterscheidet ihn von den Tieren? Worin besteht der Sinn seiner Existenz? Was geschieht während seiner Entstehung, was bei seinem Tod? Das Nachdenken über den Menschen gehört in den Bereich der Anthropologie. Anthropologie ist die Wissenschaft vom Menschen, vor allem des Wesens der Menschen.
Setzt man sich nun mit dem Wesen des Menschen auseinander und reflektiert diese Erkenntnisse in seinem eigenen Handeln, sprechen wir von ethischem Handeln. Dementsprechend ist die Anthropologie mit der Ethik eng verwandt und steht im Mittelpunkt der philosophischen Reflexion.
Ethik ist aber nur dort sinnvoll, wenn anthropologische Gedanken ein Spannungsverhältnis zwischen Sein und Sollen herstellen. Das bedeutet, der Mensch ist im Inneren so angelegt, dass er ganz genau weiß, was Richtig und was Falsch ist. Manchmal handelt er aber trotz dieses Wissens genau entgegengesetzt. Menschenbilder beschreiben genau diese Zwiespältigkeit, in dem sie als Sinnlichkeit und Vernunft, Leib und Seele oder Körper und Geist benannt werden. Das ethische Handeln bietet den Menschen die Möglichkeit sich selbst zu erfahren und zu einer Einheit beider Wesensbestandteile zu gelangen. Über die Jahrhunderte haben sich die Ansichten über Menschenbilder von Theologen, Biologen und Philosophen gewandelt. Sie entwickelten Ideen und Theorien, die erklären sollten, warum ein Mensch so ist, wie er ist. Menschenbilder reflektieren die Zeit in der sie beschrieben wurden. Sie unterliegen einem geschichtlichen Wandel und enthalten historisch und religiös bedingte Vorüberlegungen und daraus folgend ethische Konsequenzen. In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit den verschiedenen Ansichten der Menschenbilder auseinandersetzen.
„Nur eine Vielfalt von Menschenbildern verhindert, dass das Wesen Mensch gewissermaßen per Definition festgelegt wird. Die zahlreichen Facetten des Menschseins werden so berücksichtigt.“ (Großklaus-Seidel 2002, S.20)
3
1. Menschenbilder
Menschenbilder sind Vorstellungen von dem, was den Mensch als Menschen ausweist. Sie beinhalten Vorstellungen über sich selbst, über andere, über ihre gegenseitigen Beziehungen und über ihre Stellung in der Welt. Letztendlich das, was den Mensch von Steinen, Pflanzen und Tieren unterscheidet, aber auch verbindet. Aus dieser Anschauung resultiert das Handeln im menschlichen Miteinander. Das eigene Menschenbild, dass heißt die Vorstellung, die wir von anderen Menschen haben, ist eine fundamentale Grundlage unseres Selbstverständnisses und jeder bewussten Gestaltung unseres Soziallebens. Menschenbilder bringen Werthaltungen zum Ausdruck. Nicht der Mensch im Allgemeinen, sondern der konkrete Mensch oder eine konkrete Menschengruppe wird auf Grund eigener Erfahrungen, Wertmaßstäbe und Beobachtungen eingeschätzt und bewertet. Menschenbilder werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Hierzu zählen unter anderem Lebenserfahrung, Alter, Geschlecht, Kultur, Religion, Umwelt, Bildung, Erziehung, Familie und Gesellschaft.
Menschenbilder gehen in Form von Erfahrungen, Wissen und Werte, in Form von wissenschaftlich gestützten philosophischen Anthropologien sowie Weltbildern einher.
Ein Weltbild ist eine auf menschliches Handeln und menschliche Vergangenheits-und Zukunftsbewältigung hin orientierte, in sich strukturierte, Gesamtheit von Wissen und Werten.
Weltbilder können anthropologisch begründet, Anthropologien durch Weltbilder gesichert sein. Menschenbilder enthalten stets Weltbilder, Weltbilder stets Menschenbilder. (vgl. Erpenbeck, 1999)
Für den Reflexionsprozess über Menschenbilder und der Erarbeitung der eigenen Werthaltung ist es notwendig, Distanz zum unmittelbaren Handeln zu schaffen. Unter unmittelbaren Handlungsdruck hat die Beschäftigung mit Sinn- und Werttraditionen zum Menschen und der Vergleich unterschiedlichster Menschenbilder wenig Sinn. Anthropologie als Bestandteil der Ethik braucht Raum und Zeit zum Nachdenken (vgl. Großklaus-Seidel, 2002).
Menschenbilder spiegeln die Gesellschaft wieder. Sie werden in konkreten geschichtlichen Situationen „erfunden“ und interpretieren Lebensverhältnisse. Somit bilden sie Bewältigungsstrategien.
4
Arbeit zitieren:
Yvonne Mocker, 2006, Menschenbilder in der Pflege, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Berufstätige Mütter: Teilzeitarbeit – Chance oder Notlösung
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Examensarbeit, 26 Seiten
Der Patient? - der Klient? - der Kunde? Die historische Entwicklung de...
Hausarbeit, 18 Seiten
Das Bildungskonzept der griechischen Antike
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Vordiplomarbeit, 25 Seiten
Die Theorie der Kinästhetik im Kontext des Pflegemodells nach Krohwink...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Studienarbeit, 22 Seiten
Grundformen der Angst nach F. Riemann
Die depressive und zwanghafte ...
Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Seminararbeit, 17 Seiten
Das Geschlechterverhältnis in der Moderne: Individualisierung und Plur...
Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter
Seminararbeit, 18 Seiten
Von Plato bis postmodern - Über Entwicklung und Zukunft abendländische...
Pädagogik - Geschichte der Päd.
Hauptseminararbeit, 27 Seiten
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 19 Seiten
Gesundheitsförderung im Krankenhaus - Notwendigkeiten und Möglichkeite...
Hausarbeit, 18 Seiten
Das Menschenbild Gehlens und die pädagogischen Konsequenzen
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Seminararbeit, 32 Seiten
Anforderungen an Führungskräfte in Zeiten des Wandels
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 24 Seiten
Die Funktion von Kunst und Kultur in Theodor Fontanes Frau Jenny Treib...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 22 Seiten
Yvonne Mocker's Text Menschenbilder in der Pflege ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Yvonne Mocker hat den Text Menschenbilder in der Pflege veröffentlicht
Yvonne Mocker hat einen neuen Text hochgeladen
Menschenbilder und Wissenschaftskulturen
Studien aus dem Marsilius-Proj...
Frank Martin Brunn, Claus R. Bartram, Thomas Fuchs
Brackwasserfische - Alles über Arten, Pflege und Zucht
Alles über Arten, Pflege, Zuch...
Frank Schäfer, Mary Bailey
Hirnforschung und Menschenbild
Beiträge zur interdisziplinäre...
Adrian Holderegger, Beat Sitter-Liver, Christian W. Hess, Günter Rager
Jahrbuch für Recht und Ethik / Annual Review of Law and Ethics Band 19
Themenschwerpunkt: Politische ...
Jan C. Joerden, Joachim Hruschka, B. Sharon Byrd
Beiträge zur guten klinischen ...
Andreas Frewer, Uwe Fahr, Wolfgang Rascher
Jahrbuch für Recht und Ethik /Annual Review of Law and Ethics
Bd. 8 (2000). Themenschwerpunk...
B Sharon Byrd, Joachim Hruschka, Jan C Joerden
0 Kommentare