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NS mal anders: Die Täter

Unterrichtsdoppelstunde

Titel: NS mal anders: Die Täter

Unterrichtsentwurf , 2005 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Seda Demir (Autor:in), Melania Michaelis (Autor:in), Verena Klocke (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird ein Entwurf einer möglichen Unterrichtsreihe zum Thema “NS mal anders - die Täter“ für eine imaginäre Klasse einer Hauptschule präsentiert. Zunächst wird die Unterrichtsreihe vorgestellt, mit einer kurzen Präsentation des Themas der Unterrichtsreihe. Im Anschluss wird eine kurze Übersicht der Themen und ihren Inhalten aufgezeigt. Des weiteren werden die didaktischen Vorüberlegungen, sowie der Rahmenplanbezug der Unterrichtsreihe vorgestellt. Zudem werden die Lernziele und die Lehr- und Lernformen präsentiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Unterrichtsreihe

2.1. Kurze Einführung in das Thema der Unterrichtsreihe

2.2. Übersicht und Inhalte der Themen der Unterrichtsreihe

2.3. Didaktische Vorüberlegung der Unterrichtsreihe

2.4. Rahmenplanbezug der Unterrichtsreihe

2.5. Lernziele der Unterrichtsreihe

2.6. Lehr- und Lernformen

3. Stundenentwurf

3.1. Lernziele der Unterrichtsstunde

3.2. Stundenverlauf

3.3. Verlaufsplan der Doppelstunde (90 min)

4. Diskussion der Unterrichtsdoppelstunde

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption einer praxisnahen Unterrichtsreihe für den Geschichtsunterricht an einer Hauptschule zum komplexen Thema der Täterbiographien im Nationalsozialismus. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schülerinnen und Schüler durch die multiperspektivische Betrachtung historischer Akteure – vom "normalen" Beamten zum Täter – ein tieferes Verständnis für individuelle Handlungsspielräume und moralische Verantwortung entwickeln können.

  • Multiperspektivische Vermittlung der NS-Täterthematik
  • Aufarbeitung des Warschauer Ghetto-Aufstandes
  • Förderung der Methodenkompetenz durch Quellen- und Filmanalyse
  • Förderung historischer Urteilsbildung anhand biographischer Fallbeispiele (Jürgen Stroop)
  • Diskussion über individuelle Handlungsalternativen und gesellschaftliche Verantwortung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründet nennen? (...) Da denn nun gerade geschieht es, daß, je tiefer man schürft, je weiter hinab in die Unterwelt des Vergangenen man dringt und tastet, die Anfangsgründe des Menschlichen, seiner Geschichte, seiner Gesittung, sich als gänzlich unerlotbar erweisen und von unserem Senkblei, zu welcher abenteuerlichen Zeitenlänge wir seine Schnurr auch abspulen, immer wieder und weiter ins Bodenlose zurückweichen.

Zutreffend aber heißt es hier ,wieder und weiter`; denn mit unserer Forscherangelegentlichkeit treibt das Unerforschliche eine Art von foppendem Spiel: es bietet ihr Scheininhalte und Wegesziele, hinter denen, wenn sie erreicht sind, neue Vergangenheitsstrecken sich auftun, wie es den Küstenjäger ergeht, der des Wanderns kein Ende findet, weil hinter jeder lehmigen Dünnenkulisse, die er erstrebte, neue Weiten zu neuen Vorgebirgen vorwärtslocken.“

Dies ist eine eindrucksvolle Definition der Geschichte von Thomas Mann. Er vergleicht die Geschichte mit einem unerschöpften Brunnen, dessen Grund man wahrscheinlich nie erreichen wird. Eine wenig romantische, aber zutreffende Definition von der Geschichte wurde uns in der Einführungsveranstaltung des ersten Semesters geboten. Geschichte ist eine Wissenschaft, welche die vergangenen Zeiten durchleuchtet und auf Themen trifft, die längst passiert und als Ereignisse abgeschlossen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit und Faszination der historischen Forschung und führt in den Entwurf einer Unterrichtsreihe zum Thema NS-Täter ein.

2. Die Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den thematischen Aufbau, didaktische Überlegungen, Lernziele und den Rahmenplanbezug der geplanten Unterrichtsreihe.

3. Stundenentwurf: Hier wird detailliert der Ablauf der Einstiegsdoppelstunde „Warschauer Ghetto – allgemein“ inklusive der Lernziele und eines tabellarischen Verlaufsplans dargestellt.

4. Diskussion der Unterrichtsdoppelstunde: Dieses Kapitel reflektiert die im Seminar geäußerte Kritik, mögliche emotionale Überforderungen der Schüler und die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung des Unterrichtsentwurfs.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, NS-Täter, Warschauer Ghetto, Jürgen Stroop, Geschichtsunterricht, Multiperspektivität, Quellenanalyse, Holocaust, historische Urteilsbildung, Täter-Opfer-Beziehung, Schuldfrage, didaktische Konzeption, Methodenkompetenz, Verantwortung, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen didaktischen Entwurf für eine Unterrichtsreihe in einer Hauptschule, die das Thema NS-Täter anhand biographischer Beispiele und historischer Ereignisse wie dem Ghetto in Warschau behandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die NS-Ideologie, die Ausgrenzung und Vernichtung von Minderheiten, die Rolle von Tätern und die Bedeutung historischer Verantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schülern durch den multiperspektivischen Ansatz zu ermöglichen, moralische Maßstäbe zu entwickeln, um das Handeln von Menschen im Nationalsozialismus kritisch zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein multiperspektivischer Ansatz verfolgt, der die Auseinandersetzung mit verschiedenen Quellen (Fotos, Filmen, Texten) und eine biographische Annäherung an Täter wie Jürgen Stroop kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der Unterrichtsreihe, die methodische Einbettung in den Rahmenplan sowie einen konkreten Entwurf für eine Doppelstunde zum Warschauer Ghetto.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nationalsozialismus, NS-Täter, Warschauer Ghetto, historische Urteilsbildung und multiperspektivischer Geschichtsunterricht.

Warum wird gerade Jürgen Stroop als Fallbeispiel gewählt?

Jürgen Stroop dient aufgrund seines regionalen Bezugs zu Detmold und seiner "normalen" Beamtenkarriere als Beispiel dafür, wie ein gewöhnlicher Mensch zum Täter werden konnte.

Wie gehen die Autoren mit der Problematik der emotionalen Überforderung um?

In der Diskussion wird reflektiert, dass der Einsatz von Filmmaterial (z.B. „Der Pianist“) einer sorgfältigen Vor- und Nachbereitung bedarf, um die Schüler nicht emotional zu überfordern.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
NS mal anders: Die Täter
Untertitel
Unterrichtsdoppelstunde
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Geschichtsunterricht konkret
Note
2,3
Autoren
Seda Demir (Autor:in), Melania Michaelis (Autor:in), Verena Klocke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V87277
ISBN (eBook)
9783638036511
ISBN (Buch)
9783656527237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsdoppelstunde Täter Geschichtsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Seda Demir (Autor:in), Melania Michaelis (Autor:in), Verena Klocke (Autor:in), 2005, NS mal anders: Die Täter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87277
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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