Inhaltsverzeichnis
1.Vorwort
2.Begriffsbestimmungen
2.1. Einleitung 4
2.2. Drogen 4
2.3. Abhängigkeit, Wirkung und Konsum 5
2.4. Liberalisierung 6
3. Ökonomische Aspekte 7
3.1. Einleitung 7
3.2. Das Becker-Modell 7
3.3. Fazit zum Becker-Modell 8
3.4. Die Kosten-Nutzen-Analyse 9
3.5. Fazit zur Kosten-Nutzen-Analyse 10
4. Ethische Aspekte 11
4.1. Einleitung 11
4.2. Diskursethik 11
4.3. John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“ 12
4.4. Weitere ethische Aspekte 13
4.5. Fazit 13
5. Vor- und Nachteile der Liberalisierung 14
5.1. Einleitung 14
5.2. Kriminalistische Aspekte 14
5.3. Juristische Aspekte 15
5.4. Gesundheitspolitische Aspekte 16
5.5. Therapeutische Aspekte 16
5.6. Ökonomische Aspekte 16
6. Fazit und Zukunftsaussichten 17
7.Literaturverzeichnis 19
8.Internetquellen 22
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Begriffsbestimmungen
2.1. Einleitung
2.2. Drogen
2.3. Abhängigkeit, Wirkung und Konsum
2.4. Liberalisierung
3. Ökonomische Aspekte
3.1. Einleitung
3.2. Das Becker-Modell
3.3. Fazit zum Becker-Modell
3.4. Die Kosten-Nutzen-Analyse
3.5. Fazit zur Kosten-Nutzen-Analyse
4. Ethische Aspekte
4.1. Einleitung
4.2. Diskursethik
4.3. John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“
4.4. Weitere ethische Aspekte
4.5. Fazit
5. Vor- und Nachteile der Liberalisierung
5.1. Einleitung
5.2. Kriminalistische Aspekte
5.3. Juristische Aspekte
5.4. Gesundheitspolitische Aspekte
5.5. Therapeutische Aspekte
5.6. Ökonomische Aspekte
6. Fazit und Zukunftsaussichten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob der Handel mit illegalen „harten“ Drogen, insbesondere Heroin, liberalisiert werden sollte. Ziel ist es, eine objektive Analyse zu erstellen, die über eine emotionale Pro-Contra-Debatte hinausgeht und ökonomische sowie ethische Perspektiven beleuchtet, um fundierte Schlüsse für eine zukünftige Drogenpolitik zu ziehen.
- Ökonomische Analyse von Suchtverhalten mittels des Becker-Modells
- Kosten-Nutzen-Analyse der staatlichen Drogenprohibition
- Ethische Reflexion durch Diskursethik und John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“
- Diskussion der kriminalistischen, juristischen und gesundheitspolitischen Aspekte einer Liberalisierung
- Bewertung alternativer Ansätze wie der heroingestützten Behandlung
Auszug aus dem Buch
3.4. Die Kosten-Nutzen-Analyse
Um die Frage nach der Legalisierung des Handels mit Drogen aus ökonomischer Sicht beantworten zu können, ist auch eine Kosten-Nutzen-Analyse denkbar. Dazu werden die direkten Kosten der Prohibition, wozu auch die Kosten zu deren Durchsetzung zählen, und die indirekten, gesellschaftlichen Kosten (externe Effekte) mit dem Nutzen des Verbots verglichen. Eine vollständige, monetäre Erhebung ist aufgrund von Bewertungsschwierigkeiten nicht möglich. Wie will man beispielsweise die negativen Effekte einer gesellschaftlichen Ausgrenzung monetär bewerten?
Doch bei einer großen Differenz zwischen Kosten und Nutzen ist eine genaue Aufstellung, um eine Entscheidung treffen zu können oder Zielverfehlungen zu offenbaren, auch nicht nötig. Um den Nutzen der Drogenpolitik ermitteln zu können, bedarf es einer Klärung der Zielsetzung und vor allem des Grades der Zielerreichung der Prohibition. Die Prohibition ist, wie in der Einleitung erwähnt, der Versuch, den Konsum von Drogen zu verhindern oder zumindest einzuschränken. Das Ziel ist, die Suchtgefahr und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken der Abhängigen zu beseitigen. Des Weiteren sollen die negativen externen Effekte, die aus dem Konsum von Drogen resultieren, reduziert werden.
Als Beispiele werden in der Literatur häufig das Fahren in berauschtem Zustand, gesundheitliche Schädigung ungeborener Kinder, die Zunahme von Eigentumsdelikten und Gewaltverbrechen genannt. Die Zielerreichung soll durch eine Verkleinerung bzw. Unterbindung der Drogenmärkte erfolgen. Dieses geschieht zum einen durch Verbotsmaßnahmen auf der Angebotsseite und zum anderen durch die Erhöhung des Kriminalitätsrisikos auf der Nachfrageseite. Diese Maßnahmen sollen im Idealfall dazu führen, dass der Drogenpreis so weit ansteigt und es dadurch zu einer prohibitiven Marktauflösung kommt. Diese Logik ist in sich widerspruchsfrei, doch greift sie auch? In der Realität ist das Gegenteilige der Fall. Auf illegalen Märkten ist eine Umkehrung des prohibitiven Preiseffekts zu beobachten, die Drogenpreise sind in den letzten Jahrzehnten gesunken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Der Autor erläutert die Motivation für die Untersuchung der Drogenliberalisierung und grenzt das Thema auf "harte" Drogen ein, um eine objektive ökonomische und ethische Analyse zu ermöglichen.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Drogen, Sucht und verschiedene Formen der Liberalisierung, um eine gemeinsame Grundlage für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Ökonomische Aspekte: Hier wird das Suchtverhalten mit dem Becker-Modell theoretisch fundiert und eine Kosten-Nutzen-Analyse der staatlichen Drogenprohibition durchgeführt.
4. Ethische Aspekte: Die ethische Betrachtung nutzt die Diskursethik und das Modell von John Rawls, um die Komplexität und die Wertekonflikte bei der Drogenproblematik zu strukturieren.
5. Vor- und Nachteile der Liberalisierung: Dieses Kapitel stellt die vielfältigen Argumente von Gegnern und Befürwortern in den Bereichen Kriminalistik, Jura, Gesundheit, Therapie und Ökonomie gegenüber.
6. Fazit und Zukunftsaussichten: Der Autor spricht sich gegen eine vollständige Liberalisierung aus, plädiert jedoch für eine humanere Drogenpolitik und einen liberaleren Umgang mit Abhängigen, beispielsweise durch erprobte Modellprojekte.
Schlüsselwörter
Drogenliberalisierung, Drogenpolitik, Prohibition, Heroin, Suchtverhalten, Kosten-Nutzen-Analyse, Becker-Modell, Diskursethik, Theorie der Gerechtigkeit, Kriminalität, Gesundheitsrisiken, Schadensminimierung, Abhängigkeit, Betäubungsmittelgesetz, Soziale Experimente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob der Handel mit harten Drogen, insbesondere Heroin, liberalisiert werden sollte, wobei der Fokus auf einer objektiven ökonomischen und ethischen Betrachtung liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die ökonomische Analyse des Suchtverhaltens, eine Kosten-Nutzen-Bilanz der Prohibition, die ethische Einordnung und die Diskussion pro und contra einer Liberalisierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Drogenpolitik rational zu analysieren und zu bewerten, ob die derzeitige Prohibition durch ihre ökonomischen und sozialen Auswirkungen noch gerechtfertigt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert theoretische mikroökonomische Modellierung (Becker-Modell) mit einer Kosten-Nutzen-Analyse und einer ethischen Herangehensweise unter Anwendung der Diskursethik und Vertragstheorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Suchtverhalten ökonomisch, wägt die Kosten der Prohibition gegen ihre Nutzen ab und beleuchtet die Problematik aus verschiedenen fachspezifischen (kriminalistisch, juristisch, gesundheitspolitisch) sowie ethischen Blickwinkeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Drogenliberalisierung, Prohibition, Heroin, Suchtverhalten, Kosten-Nutzen-Analyse, Diskursethik und Schadensminimierung.
Wie bewertet der Autor die gegenwärtige Drogenpolitik?
Er hält die derzeitige repressive Politik für problematisch, da sie menschenunwürdige Zustände schaffen kann, und plädiert für einen humaneren Umgang mit Drogenabhängigen.
Was schlägt der Autor als Alternative zur vollständigen Liberalisierung vor?
Er befürwortet gezielte Maßnahmen wie Modellprojekte zur heroingestützten Behandlung, die als Teil einer Strategie zur Schadensminimierung dienen sollen.
- Quote paper
- Björn Richter (Author), 2008, Sollte der Handel mit Drogen liberalisiert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87647