Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
I Grundlagen der Konzernsteuerquote 1
1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote 1
2. Definition und Ermittlung der Konzernsteuerquote 2
3. Überleitungsrechnung 4
II Funktionen der Konzernsteuerquote 5
1. Funktionen für interne Abschlussinteressenten 5
2. Funktionen für externe Abschlussinteressenten 6
III Bedeutung für die betriebliche Steuerpolitik 7
1. Verdrängung klassischer Steuerbilanzpolitik 7
2. Aktionsfelder einer quotenorientierten Steuerpolitik 8
IV Kritik 10
1. Begrenzte Beeinflussbarkeit der Quote durch die Steuerabteilung 10
2. Folgen für die betriebliche Steuerpolitik 11
3. Konzernsteuerquotenvergleich 12
Literaturverzeichnis 13
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Überleitungsrechnung des Siemens-Konzerns........................................... 4
Abbildung 2: Möglichkeiten zur Senkung der Konzernsteuerquote ................................ 8
II
Abkürzungsverzeichnis
Aufl. Auflage
bzw. beziehungsweise
Betriebs-Berater BB
Band Bd.
BGBl Bundesgesetzblatt
BZ Börsen-Zeitung
DB Der Betrieb
das heißt d. h.
Dissertation Diss.
DRS Deutscher Rechnungslegungs Standard
DStR Deutsches Steuerrecht
erw. erweitert(e)
et alii et al.
Euro EUR
f. folgende
FAS Financial Accounting Standard(s)
GewSt Gewerbesteuer
gegebenenfalls ggf.
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
IAS International Accounting Standard(s)
idF in der Fassung
i. d. R. In der Regel
IFRS International Financial Reporting Standard(s)
i. H. v. in Höhe von
i. S. im Sinne
KSt Körperschaftsteuer
KStG Körperschaftsteuergesetz
Lfg. Lieferung
Mio. Millionen
PiR Praxis der internationalen Rechnungslegung
rd. rund
rerum politicarum rer. pol.
S. Seite
sog. sogenannte(r)
SolZ Solidaritätszuschlag
ST Der Schweizer Treuhänder
Steuern und Bilanzen StuB
überarb. überarbeitet(e)
US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles
u. U. unter Umständen
vgl. vergleiche
z. B. zum Beispiel
ZfbF Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
III
I. Grundlagen der Konzernsteuerquote
1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote
Führte die Konzernsteuerquote Ende der neunziger Jahre in Deutschland noch ein Schattendasein in Lehrbüchern zur Bilanzanalyse, so ist deren Bedeutung in der Unternehmenspraxis in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Das liegt vor allem an der zunehmenden Zahl an Unternehmen, die ihre Abschlüsse nach internationalen Rech-nungslegungsstandards (IAS/IFRS) oder nach amerikanischen Bilanzierungsvorschriften (US-GAAP) erstellen. In diesen Regelungskreisen ist – im Gegensatz zu den HGB-Vorschriften - die Veröffentlichung und Herleitung der Konzernsteuerquote im Konzernabschluss vorgeschrieben. 1 Insbesondere mit Umsetzung der IAS-Verordnung müssen seit dem Geschäftsjahr 2005 kapitalmarktorientierte Unternehmen ihren Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufstellen 2 , wodurch die Herleitung der Konzernsteuerquote im Anhang zu einer gesetzlichen Verpflichtung für kapitalmarktorientierte Konzerne wurde.
Die Bedeutung der Konzernsteuerquote hat sich auch durch die zunehmende Kapital-marktorientierung der Unternehmenspolitik erhöht. Hintergrund dabei ist der Zusammenhang zwischen der Konzernsteuerquote und der für die Beurteilung von Unternehmen zentralen Kennzahl Gewinn je Aktie (Earnings per Share). 3 Der Gewinn je Aktie ist eine Nachsteuergröße und damit umso höher, je geringer die Konzernsteuerquote ist. Das bedeutet, dass der auf den Gesellschafter entfallende Gewinn je Aktie umso höher ist, je geringer der Steueraufwand und damit der auf den Fiskus entfallende Teil ist. Damit einhergehend überrascht es nicht, dass sich der Kapitalmarkt für die Konzernsteuerquote und deren dauerhafte Absenkung interessiert und börsennotierte Unternehmen in deren Hauptversammlungen zunehmend kritisch mit dieser Kennzahl konfrontiert werden. 4
1 Diese Pflicht ergibt sich nach IFRS aus dem Standard IAS 12 und nach US-GAAP aus FAS 109; vgl. Spengel, C./ Schmundt, W., Auditing-Lexikon, 2007, S. 836.
2 EU-weit wird die Zahl der unter die IAS-Verordnung fallenden Konzerne auf rd. 7.000 geschätzt; vgl. Ballwieser, W., IFRS-Rechnungslegung, 2006, S. 1 f.
3 Vgl. Zielke, R., Internationale Steuerplanung, 2006, S. 2585; dazu auch: Becker, J./ Fuest, C./ Spengel, C., Investitionsverhalten, 2006, S. 740 f.
4 Vgl. Herzig, N., Gestaltung der Konzernsteuerquote, 2003, S. 80; Müller, R., Die Konzernsteuerquote, 2002.
1
2. Definition und Ermittlung der Konzernsteuerquote
Die Konzernsteuerquote 1 misst das Verhältnis zwischen dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Steueraufwand und dem Konzernjahresüberschuss vor Steuern. Der ausgewiesene Steueraufwand setzt sich aus dem tatsächlichen und dem latenten Steuerauf-wand zusammen. Die Berechnung der Konzernsteuerquote verdeutlicht sich anhand folgender Formel:
Der tatsächliche Steueraufwand im Zähler der Quote bestimmt sich aus den ertragsteuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie dem darauf anzuwendenden Steuertarif nach den jeweiligen nationalen Rechtsgrundlagen der einzelnen Konzernunternehmen. 2 Verkehr-oder Substanzsteuern werden bei Berechnung der Konzernsteuerquote nicht einbezogen, da diese kein Bestandteil des laufenden Steueraufwands sind. 3
Latente Steuern, die gleichermaßen in den Zähler der Quote eingehen und deren Zielsetzung es ist, Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz zu korrigieren, haben im Wesentlichen zwei Entstehungsursachen. Zum einen entstehen sie, wenn sich handelsrechtliches Ergebnis und Gewinn der Steuerbilanz aufgrund unterschiedlicher Bilanzierung unterscheiden. Abweichungen resultieren in erster Linie aus unterschiedlichen Zeitpunkten der Erfassung von Erträgen oder Aufwendungen oder aus divergierenden Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden. Zum anderen resultieren latente Steuern daraus, dass der Konzern aufgrund eines fehlenden Konzernsteuerrechts nicht als Ganzes der Besteuerung unterworfen wird, sondern die zugehörigen Unternehmen einzeln anhand deren jeweiliger Ergebnisse besteuert werden. 4 Somit
1 Im Angelsächsischen Raum wird die Konzernsteuerquote als „effective tax rate“ bezeichnet; dies korrespondiert mit einer deutschen Bezeichnung als „effektiver Konzernsteuersatz“. Vgl. Serg, O., Optimierung der Konzernsteuerquote, 2006, S. 65f.
2 Vgl. Schneeloch, D., Besteuerung, 2002, S. 13; Ortgies, K., Konzernsteuerpolitik, 2006, S. 91; Mammen, A., Einfluss der Steuerlatenz, 2007, S. 105.
3 Vgl. Spengel, C./ Schmundt, W., Auditing-Lexikon, 2007, S. 836; auch: Serg, O., Optimierung der Konzernsteuerquote, 2006, S. 68.
4 Theisen, M., Konzern, 2000, S. 561 f.
2
Quote paper:
Stefanie Schnee, 2007, Konzernsteuerquote, Munich, GRIN Publishing GmbH
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