Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung S 3
2. Hauptteil S 4 12
2.1 Die Ereignisse von Juni bis August 325 v Chr. S 4
2.2 Der Marsch durch das Oreitengebiet und durch die Wüste Gedrosien S 4 8
2.2.1 Geplanter Verlauf für den Rückmarsch und zu erwartende Schwierigkeiten S 4 5
2.2.2 Aktivitäten im Oreitengebiet S 5
2.2.3 Marsch durch die Wüste Gedrosien bis zum Eintreffen in Pura S 6 7
2.2.4 Mögliche Motive Alexanders für den Marsch S 7 8
2.3 Tätigkeiten in Pura bis zu den Ereignissen in Susa S 8 12
2.3.1 Tätigkeiten in Pura und der Weiterzug Alexanders S 8
2.3.2 Vereinigung des Heeres in Karmanien S 9
2.3.3 Handlungen Alexanders in Pasagardei und Persepolis S 9 10
2.3.4 Die Ereignisse in Susa im Frühjahr 324 S 10 12
3. Schlussbetrachtung S 12
Literaturverzeichnis S 12
2
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit analysiert einen Lebensabschnitt von Alexander dem Großen, einer legendären Figur innerhalb der geistigen und kulturellen Landschaft der Antike. Dem berühmten König gelang an vielen Stellen das, für die damalige Zeit, Unmögliche und Unfassbare. Besonders seine Eroberungen auf dem Perserfeldzug sind wohl jedem bekannt. Man kennt die Schlacht von Issos und die Massenhochzeit von Susa.
Sein Zug durch die gedrosische Wüste jedoch ist bisher weniger im allgemeinen Bewusstsein verankert. Als Alexander der Große 325 v. Chr. in der Stadt Patala den Entschluss gefasst hatte, den Rückweg nach Karmanien durch die Satrapie Gedrosien und so durch deren Wüste zu nehmen, wusste er vermutlich nicht, wie folgenschwer seine Entscheidung sein würde; sie besiegelte den Tod vieler seiner Soldaten. Aufgrund verschiedener Faktoren wurde der Rückweg zum Disaster.
Im ersten Abschnitt meiner Hausarbeit gehe ich vorrangig auf die Ereignisse ab dem Einzug Alexanders in die gedrosische Wüste (August 325 v.Chr.) bis zur Wiedervereinigung des Heeres und der Flotte in Karmanien ein. Im zweiten Abschnitt dieser Arbeit geht es hauptsächlich um Maßnahmen und Handlungen Alexanders bis zum Weitermarsch aus Susa im Sommer 324 v.Chr.
Aus diesem Kontext ergibt sich die zentrale Themenstellung dieser Arbeit: Aufarbeitung und Rekonstruktion des Zuges von Alexander dem Großen durch die gedrosische Wüste und Untersuchung der weiteren Ereignisse bis zu den Ereignissen in Susa im Jahr 324 v. Chr. Die Quellenlage über das Leben und die Taten Alexanders des Großen ist zum Teil sehr komplex. Um die Ereignisse dieses Abschnittes möglichst detailgenau zu rekonstruieren, richtet sich mein Blick zunächst auf die literarischen, zeitgenössischen Zeugnisse. Hier sollen die Träger der Primärtradition wie Arrian und Plutarch und ihre Werke in Augenschein genommen werden. Anschließend dienen dann die in den Sekundärquellen angeführten Aussagen über den König dazu, den entscheidenden Faktor für die Rekonstruierung des Alexanderbildes, zu fokussieren. Eine ausführliche Literaturliste findet sich am Ende der Arbeit.
Vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2005/06 an der Universität Erlangen -Nürnberg im Geschichte Proseminar „Alexander der Große“ in ähnlicher Form als Referat gehalten.
Alle folgenden Jahresangaben in dieser Arbeit sind verständlicherweise vor Christus.
3
2. Hauptteil
2.1 Die Ereignisse von Juni bis August 325
Unter der Leitung von Hephaistion wurde die Zitadelle von Patala befestigt. Nach einigen Schwierigkeiten gelangte Alexander schließlich über den Indus zum offenen Meer. Dort sah er zum ersten Mal das Phänomen von Ebbe und Flut. Er fuhr mehrere Inseln an und segelte so weit auf das offene Meer hinaus, bis kein Land mehr zu sehen war, dort opferte er Poseidon zu Ehren mehrere Stiere. Er tat dies um den Gott zu bitten, die Flotte unter Nearchos - die er bald darauf losschicken wollte - unbeschadet zum Persischen Golf und Euphrat und Tigris kommen zu lassen. 1
Bereits im Juni 325 hatte Alexander, Krateros, mit allen verletzten Makedonen, drei Brigaden Phalanxsoldaten, einigen Bogenschützen, allen Elefanten und den Familien der Männer losgeschickt. Seine Route sollte ihn über Arachosien und Drangiane nach Karmanien führen. Seine Aufgabe während dieses Marsches lautete: Die makedonische Herrschaft in den neuen Gebieten zu sichern und auszuweiten. 2
2.2 Der Marsch durch das Oreitengebiet und durch die Wüste Gedrosien
2.2.1 Geplanter Verlauf für den Rückmarsch und zu erwartende Schwierigkeiten
Für seinen Rückmarsch plante Alexander ein „kombiniertes Land- und Flottenunternehmen“, wie er es schon mehrmals auf dem bisherigen Feldzug mit seinem Heer und der Flotte durchgeführt hatte. Die Flotte sollte der Küste entlang zum Persischen Golf und anschließend zur Mündung des Euphrats segeln. Das Heer hatte die Aufgabe die Flotte von der Landseite her zu unterstützen. 3
Auch Plutarch beschreibt den geplanten Verlauf für den Rückmarsch. Er führt aus: „Der Flotte befahl er, an der Küste entlangzufahren, so daß sie immer Indien zu ihrer Rechten hätte, und ernannte zu ihrem Oberbefehlshaber den Nearchos, zum Obersteuermann den Onesikritos. Er selbst marschierte durch das Land der Oreiten“. 4 Welche Schwierigkeiten und Probleme waren auf diesem geplanten Unternehmen zu erwarten?
Grundsätzlich waren diese enorm. Es handelte sich um eine völlig unbekannte Route, insbesondere war unklar, ob die Flotte die geplante Route überhaupt fahren konnte. Denn es war
1 Vgl. Arrian: Der Alexanderzug, München / Zürich 1985, S.493 - 499.
2 Vgl. Hammond, Nicholas: Alexander der Große, 2001, S.248.
3 Vgl. Lauffer, Siegfried: Alexander der Große, 4. Auflage, München 2004, S.159.
4 Plutarch: Große Griechen und Römer, Stuttgart 1960, S.88.
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Arbeit zitieren:
Thomas Ostertag, 2006, Alexander der Große, München, GRIN Verlag GmbH
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