Universität Zürich
Institut für Politikwissenschaft
Abteilung Internationale Beziehungen
Kolloquium – Demokratie jenseits des Staates
Kolloquiumsarbeit
Das Demokratiedefizit der WTO
Eine ideologische Auseinandersetzung bezüglich der demokratischen Legitimität der Welthandelsorganisation
30. Dezember 2007
Autor Patrick Weber
HF: Allgemeine Geschichte 1. NF: Philosophie 2. NF: Politikwissenschaft (IB)
Inhaltsverzeichnis
1 AUSGANGSLAGE UND
FRAGESTELLUNG.......................................................2
2 DAS DEMOKRATISCHE
IDEAL............................................................................2
2.1 IDEOLOGISCHE GRUNDLAGEN DER DEMOKRATIE.....................................2
2.2 GLOBALE
DEMOKRATIE.................................................................................3
3 DIE DEMOKRATISCHE LEGITIMITÄT DER
WTO..........................................4
3.1 DIE ZIELE DER
WTO...................................................................................................4
3.2 DIE MITTEL DER
WTO...............................................................................................5
4
FAZIT...........................................................................................................................6
5
LITERATURVERZEICHNIS....................................................................................7
1 Ausgangslage und Fragestellung
Seit sich der Ostblock vor bald zwei Jahrzehnten aufgelöst hat,
konnte sich das liberal-demokratische Gesellschaftsmodell als weltweit führende
Ideologie des ausgehenden 20. Jahrhunderts etablieren. Parallel dazu setzte auch
der globale Kapitalismus, d.h. die Überzeu-gung der freie Markt als sich selbst
regulierendes System könne der Welt ein Höchstmass an Freiheit und Wohlstand
bringen, zu seinem Siegeszug an. Im Zentrum der Globalisierungsde-batte steht
die Entgrenzung der Märkte und die aktuelle Globalisierungspolitik unterwirft
die Politik dem Effizienztest des Marktes (Ulrich 2002: 159). Mit der
Welthandelsorganisation (WTO) hat der globale Kapitalismus eine
institutionalisierte Form gefunden. Gegen eben die-se Organisation wird von
unzähligen Parteien der Vorwurf erhoben, sie sei undemokratisch und in ihr
herrsche ein Demokratiedefizit.
Ob dieser Vorwurf berechtigt ist, lässt sich auf verschiedene Arten prüfen.
Demokratie kann als ein Modus der kollektiven Entscheidungsfindung betrachtet
werden, bei der das Volk die oberste Instanz ist. Zu untersuchen sind in dieser
Betrachtensweise die Formen und die Aus-prägung der Partizipationsrechte und
Partizipationsmöglichkeiten. An dieser Stelle wird ein anderer, für die
Politikwissenschaft ungewöhnlicher, Weg eingeschlagen. Demokratie wird nicht
isoliert als Prozess der Entscheidungsfindung betrachtet sondern als normatives
Ideal. An diesem „politisch-ethischen Leitbild einer wohlgeordneten Gesellschaft
freier und gleicher Bürger“ (Ulrich 2002: 29), verdichtet in sechs
exemplarischen Forderungen, wird die kapita-listische Ideologie globalen
Wirtschaftens, vertreten durch die WTO, gemessen. Auf diese Weise soll die
Frage, ob die WTO ein Demokratiedefizit hat, beantwortet werden.
Arbeit zitieren:
Patrick Weber, 2007, Das Demokratiedefizit der WTO, München, GRIN Verlag GmbH
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