Hundeguru′s
Hundologie für Einsteiger
Angie Mienk
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ... 2
Ein Hund ist ein Hund, ist ein Hund ... 4
Teil 1 - Verhalten ... 7
Was ist das - Hundeverhalten ... 7
Die Entwicklungsphasen des Hundes ... 44
Hilfe, mein Hund verhält sich ... 54
Von Affen und Wölfen ... 61
Ansichten, Einsichten, Aussichten ... 65
Teil 2 – Was tun wenn ... 78
Mein Hund – das (un-)bekannte Wesen ... 98
Teil 3 – Lernen und Lehren ... 105
Lernen und Lehren ... 105
3. Was ist Lehren ... 117
Gehe nicht vor mir ... 126
Was ist Aufmerksamkeit ... 126
Teil 4 – Problemhunde gibt es nicht ... 129
That’s Life – Voll aus dem Leben… ... 141
Anhang – Guck mal, wer da zieht ... 147
Wann zieht der Hund ... 147
Halsband und Co ... 149
Wer zieht denn nun wirklich ... 158
Temperamente sind verschieden ... 159
Das Anlegen des Brustgeschirrs ... 161
Gewöhnung an das Brustgeschirr und Leine ... 162
Das Stopp ... 168
Übung 1 – Slowly = Langsam ... 170
Übung 2 – Slalom ... 171
der Abenteuer-Spaziergang ... 171
Richtungswechsel ... 173
Zu guter Letzt ... 174
Vorwort:
Informationen zur „Hundeerziehung“ gibt es wie Sand
am Meer, viele verschiedene Methoden, einen Hund dazu zu bringen, auf
jedes unserer „Kommandos“ unverzüglich
oder doch
zumindest irgendwann zu reagieren. Wer das nicht aus Büchern
lernen will, dem helfen Trainer und
Hundeschulen dabei. Da gibt es Hundeschulen, die lehren, wie man einen
Hund dazu bringt, die Kommandos unverzüglich
auszuführen; da gibt es
Hundeschulen, die lehren, einen Hund
„alltagstauglich“ zu machen. Keine
Hundeschule lehrt, was ein Hund wirklich braucht und wie man eine gute
Beziehung zu diesem
herrlichen Geschöpf aufbaut. Kein Tierpsychologe lehrt etwas
über die Psyche des Hundes.
Immer geht es nur darum, das Verhalten des Hundes zu
„regulieren“
und zu „kontrollieren“, oft ohne Rücksicht
auf die Psyche des Hundes. Ursache diesen Dilemmas sind
Gerüchte wie: „der Hund
verhält sich wie ein Wolf“ oder „der Hund
lebt in einer
festgefügten Rudelhierarchie“ oder „ein
Hund, der nicht die Kommandos beherrscht, ist eine potentielle
Gefahr“. Dramatisch wird das Hundeleben bei Denkmustern wie:
Hunde haben keine Seele, keine Moral, ein anderes Schmerzempfinden als
der Mensch usw. Diese
Gerüchte sind kaum auszurotten, sogar Hundevereine, Politiker
und selbst einige „Wissenschaftler“ beteiligen sich
daran. Die Folge
ist, dass immer mehr Menschen Angst vor Hunden haben oder sie gar
hassen; und immer mehr Hunde haben ernsthafte psychische und physische
Probleme. Meine Erfahrungen – immerhin mehr als 30 Jahre und
ein enges Zusammenleben mit teilweise über 50 Hunden (von
denen die
meisten angeblich verhaltensgestört waren) - sagen etwas ganz
anderes.
Seit Generationen befasst sich unsere Familie mit Hunden und deren
artgemäßer Ausbildung. Meine Vorfahren waren
Hundeausbilder bei Polizei, Zoll, USArmee und wir selbst leben seit
unserer Geburt immer mit mehreren Hunden zusammen. Meine Ausbildung in
den USA zum Profi-Hunde-Trainer und Tierpsychologen (in Verbindung mit
Humanpsychologie) hat mich
befähigt, Hunderten von Hunden zu einem besser verstandenen
Leben zu verhelfen. Wer mit seinem Hund ein Leben in Harmonie und ohne
Stress leben will,
der sollte zunächst einmal seinen Hund, bzw. sein Verhalten
und
seine Psyche verstehen. Zu viele Missverständnisse verderben
zu vielen
Mensch-Hund- Teams das Leben. In diesem Buch zeigen wir Dir, wie ein
Hund sich normalerweise verhält, wie Du auf sein Verhalten
reagieren
solltest. Wir zeigen Dir, woher die vielen Missverständnisse
im Zusammenleben mit
Hunden kommen und Du lernst, wie man die perfekte Beziehung zu seinem
Hund aufbaut. Gleichzeitig ist dieses Buch auch die Basis für
das Buch
„Guter Rat ist leise“, dass quasi als Fortsetzung
zeigt, w i e genau die
„unsichtbare Leine“ funktioniert, wie man mit guter
Bindung zum Partner Hund eine
Verständigung über große Distanzen erreicht.
Wer diese perfekte
Harmonie mit seinem Hund will, der ist gut beraten, wenn er beide
Bücher liest und
versteht. Wir stehen für Fragen und weiterführende
Infos gerne
zur Verfügung.
Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten ist in den Hunden enthalten. (Franz Kafka)
Ein Hund ist ein Hund, ist ein Hund...
Ein Hund ist ein Hund, er ist kein Wolf, kein Mensch, keine Bestie – er ist ein Hund. Der Hund denkt, fühlt, lebt wie ein Hund – wenn man ihn läßt. Er fühlt Angst, Hass, Liebe, Schmerz. Er leidet unter Stress, unter Zivilisationskrankheiten. Er hat eine Psyche, wie jedes Säugetier und wie der Mensch (der genau genommen ja mit dem Affen verwandt ist). Ein Hund hat soviel oder so wenig Moral wie ein Mensch (kein Hund hat je einen Krieg angezettelt, und keine Maus käme je auf die Idee, eine Mausefalle zu erfinden). So gesehen ist der Hund nichts anderes als eine andere Gattung Lebewesen, die wir Menschen uns zu Nutzen gemacht haben, wie alle anderen Tiere auch. Wir Menschen zwingen den Hund, in unserer Zivilisation zu leben. Der Hund muss sich anpassen und schafft das in der Regel auch sehr gut. Der Hund lebt anders als wir Menschen, er hat einen anderen natürlichen Rhythmus und er lebt stets im Hier und Jetzt! Ein Hund denkt nicht: „Hätte ich gestern meinen Knochen verspeist, wäre er jetzt nicht von anderen Hunden gefressen.“ Wenn wir den Hund verstehen, ihn nehmen als das, was er ist, ihn respektieren und die Verantwortung für ihn übernehmen, dann können wir ihm und uns ein phänomenales Leben bescheren.
[...]
Quote paper:
Angie Mienk, 2008, Hundeverhalten verstehen und Beziehungen aufbauen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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