Die Arbeit zeigt die vier Grundformen, wie Marketing ohne Experten und Berater praxisnah realisiert werden kann. Da Marketing keine Erfindung der Neuzeit ist, sondern so alt ist, wie es Handwerker- und Dienstleistungen gibt, ist die Grundform des Marketings ebenso einfach wie erfolgreich. Schon vor 1000 Jahren war jeder Handwerker oder Dienstleister bemüht, die Wünsche seiner Kunden so gut wie möglich zu erfüllen.
Um zu wissen was die Kunden wünschen, gibt es vier einfache Grundformen Kundenwünsche zu erfassen. Und wer genau weiß was Kunden wollen, kann nicht mehr viel falsch machen.
Das Problem, das jedoch viele Handwerker- und Kleinbetriebe haben, ist, dass sie glauben die Wünsche ihrer Kunden zu kennen. Aber alle bekannten Untersuchungen zeigen, dass das nicht der Fall ist.
Um Kundenwünsche und Erwartungen konkret zu erfassen, werden die verschiedenen Möglichkeiten in diesem Beitrag dargestellt.
Der konkrete Nutzen für den Leser: Darstellung der verschiedenen Möglichkeiten, Kundenwünsche zu erfassen ohne Einbindung von Experten und Beratern.
Konkrete Handlungsanleitungen mit Beispielen, Erfassungsbogen und Erklärung für den Einsatz. Für "Selbermacher" geschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Marketing zum Selbermachen
Benchmarking
Beispiel für die Baubranche
Kundenbefragung
Mitarbeiterbefragung
Kontrollbefragungen
Polaritätsprofil
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Anleitung ist es, Inhabern von Kleinbetrieben und Handwerkern einen praxisnahen Leitfaden an die Hand zu geben, um ohne tiefgreifende theoretische Vorkenntnisse oder komplexe Marktanalysen ein kundenorientiertes Marketing zu implementieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
- Grundlagen des praktischen Marketings für Kleinbetriebe
- Methoden des Benchmarkings zur Identifikation von Wettbewerbsvorteilen
- Kunden- und Interessentenbefragungen zur Bedarfsanalyse
- Steigerung der Mitarbeitermotivation und -identifikation
- Analyse und Optimierung durch das Polaritätsprofil
Auszug aus dem Buch
Benchmarking
Wenn Sie z.B. mit Benchmarking beginnen, fragen Sie sich beim ersten Schritt: „Was machen meine Hauptwettbewerber besser?“
Wenn Sie ehrlich und kritisch sind, werden Sie in Form und Inhalt des Angebotes, im Service, in der Betreuung, in der Abwicklung/Ausführung, in der Beratung, in der Zusammenarbeit (und Pflege) der Architekten etc. bei Ihren Konkurrenten Leistungen finden, die besser sind als Ihre eigenen.
Im zweiten Schritt untersuchen Sie, welche dieser Wettbewerbsleistungen, die besser sind als Ihre eigenen, sehr wichtig, wichtig oder weniger wichtig sind.
Wenn Sie festgestellt haben, welche Leistungen aus der Sicht des Kunden sehr wichtig und wichtig sind, untersuchen Sie: 1. Warum bin ich auf diesen Gebieten schlechter? 2. Wo kann ich mit dem geringsten Aufwand gleiche Leistungen bieten? 3. Wie kann ich, bei welchen Leistungen, bessere Angebote entwickeln?
Die Auswertung, die Sie auf jeden Fall schriftlich machen müssen, zeigt Ihnen sehr schnell, sehr konkret und in einer einfachen Form, wo Sie Ihr Angebot und Ihre Leistungen verbessern können. Wenn Sie so vorgehen, werden Sie die Erfahrung machen, dass viele Maßnahmen oft ohne großen finanziellen Aufwand zu realisieren sind, d.h., dass es nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage des Engagements und der Kreativität ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Marketing zum Selbermachen: Einführung in die Bedeutung von Marketing für Kleinbetriebe und Aufzeigen eines niederschwelligen Ansatzes ohne komplexe Marktforschung.
Benchmarking: Anleitung zur systematischen Analyse der Wettbewerber, um eigene Stärken und Schwächen zu identifizieren und Optimierungspotenziale aufzudecken.
Beispiel für die Baubranche: Konkrete Anwendung einer Analyse-Matrix zur Verbesserung von Angebot, Service und Architektenbetreuung im Bauhandwerk.
Kundenbefragung: Erläuterung der Relevanz externer Feedbacks durch Interessenten und Kunden zur Ausrichtung des eigenen Leistungsangebots.
Mitarbeiterbefragung: Untersuchung der Bedeutung der Mitarbeiteridentifikation für das Unternehmensimage sowie praktische Vorgehensweisen zur Einbindung der Belegschaft.
Kontrollbefragungen: Implementierung eines Systems zur kontinuierlichen Qualitätsmessung und Kundenzufriedenheitsanalyse nach Projektabschluss.
Polaritätsprofil: Vorstellung eines Instruments zur Selbstbewertung und Visualisierung des eigenen Unternehmensstatus in Relation zum Wettbewerb.
Schlüsselwörter
Marketing, Benchmarking, Kundenzufriedenheit, Mitarbeitermotivation, Unternehmensführung, Handwerk, Wettbewerbsfähigkeit, Kundenorientierung, Qualitätsmanagement, Unternehmensimage, Marktbetreuung, Polaritätsprofil, Prozessoptimierung, Unternehmensführung, Zielgruppensegmentierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Leitfaden grundsätzlich?
Die Arbeit vermittelt Kleinunternehmern und Handwerkern, wie sie durch einfache, schrittweise Maßnahmen ein kundenorientiertes Marketing etablieren können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf Benchmarking, Kundenbefragungen, Mitarbeitereinbindung und die systematische Selbstbewertung mittels eines Polaritätsprofils.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Inhabern aufzuzeigen, dass effektives Marketing keine komplizierte Wissenschaft sein muss und sofort durch kleine, praktische Schritte begonnen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird kein rein wissenschaftlicher, sondern ein pragmatischer, praxisorientierter Ansatz gewählt, der auf Selbstanalyse, Beobachtung der Wettbewerber und Feedback-Schleifen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil liefert konkrete Anleitungen für Benchmarking-Matrizen, die Durchführung von Befragungen sowie Ansätze zur Motivation von Mitarbeitern als Markenbotschafter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Marketing, Benchmarking, Kundenzufriedenheit, Mitarbeitermotivation und Prozessoptimierung sind die zentralen Begriffe.
Warum sollte man Mitarbeiter in den Marketingprozess einbinden?
Mitarbeiter sind die direkte Schnittstelle zum Kunden; ihre Identifikation mit dem Betrieb und ihr Verhalten beeinflussen das Unternehmensimage maßgeblich.
Was ist der Vorteil des Polaritätsprofils?
Es dient dazu, die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens übersichtlich zu visualisieren und so gezielt an der eigenen Marktpositionierung zu arbeiten.
Wie geht man mit Verbesserungsvorschlägen der Mitarbeiter um?
Man sollte diese in einer Liste erfassen und bewerten; entscheidend ist, die Mitarbeiter bei der Diskussion zu loben, um eine offene Kultur der Mitgestaltung zu fördern.
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- Hans-Jürgen Borchardt (Author), 2008, Marketing zum Selbermachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88535