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Anlage - Umwelt - Kontroverse und die Intelligenz

Title: Anlage - Umwelt - Kontroverse und die Intelligenz

Intermediate Diploma Thesis , 2002 , 42 Pages , Grade: 1 (sehr gut)

Autor:in: Katalin Jakab (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Nachdem verschiedene Studien der Nachkriegszeit keinen unmittelbaren Einfluß der Massenmedien auf die Einstellungen oder das Verhalten der Rezipienten nachweisen konnten, herrschte in der Medienwirkungsforschung in den fünfziger und sechziger Jahren die Vorstellung von schwachen bzw. fehlenden Medienwirkungen. Anfang der siebziger Jahre wurde jedoch von verschiedener Seite die Wirkungslosigkeit der Medien in Frage gestellt, da die eigenen Erfahrungen in einer immer stärker von den Medien geprägten Gesellschaft der schwachen bzw. fehlenden Medienwirkungen widersprachen. Ein Ausweg fand sich schließlich in der Vermutung, daß die auf den Nachweis von Einstellungsänderungen fixierte Forschung vielleicht Medieneffekte übersehen hatte. Das Forschungsinteresse verlagerte sich von der Einstellungs- und Verhaltensänderung hin zur Informationsverarbeitung, wobei die sich gleichzeitig vollziehende, kognitive Wende in der psychologischen Forschung von großem Einfluß gewesen sein sollte. Eine der sichtbarsten Neuorientierungen in der Kommunikations-forschung Anfang der siebziger Jahre stellt der Agenda-Setting-Ansatz dar.
Den Begriff "Agenda-Setting" prägten die amerikanischen Wissenschaftler Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw. In ihren 1972 veröffentlichten Aufsatz ,,The Agenda-Setting Function of Mass Media." formulierten sie die Agenda-Setting-Hypothese wie folgt:
"While the mass media may have little influence on the direction or intensity of attitudes, it is hypothesized that the mass media set the agenda for each political campaign, influencing the salience of attitudes toward the political issues."
(Mc Combs/Shaw, 1972, S. 177)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Der Fall von Kaspar Hauser

1.2. Die Kaspar-Hauser-Problematik beim Menschen

1.3. Historische Hintergründe der Zwillingsforschung

1.4. Schwächen der Sozialforschung

2. Allgemeines zur Zwillingsforschung

2.1. Grunddesign der Zwillingsforschung

2.2. Kritik an der Zwillingsforschung

2.3. Umwelteinflüsse:

2.4. Geteilte und nicht geteilte Umwelten

2.5. Auswirkungen von Erbe und Umwelt

2.6. Ziele der Zwillingsforschung

3. Verschiedene Methoden der Zwillingsforschung

3.1. Getrennt aufgewachsene eineiige Zwillinge

3.1.1. Die Untersuchung von Newman et al. von 1937

3.1.2. Die Untersuchung von Taylor (1980)

3.1.3. Die Untersuchung von Shields von 1962

3.2. Vergleich eineiiger mit zweieiigen Zwillingen

3.2.1. Die Studie von Loehin & Nichols

3.3. Adoptionsstudien:

3.3.1. Das Texas Adoptionsprojekt

4. Intelligenz und Intelligenzentwicklung

4.1. Probleme der Intelligenzentwicklung im Lichte der Zwillingsforschung

4.2. Kritik an der biologisch zentrierten Intelligenzkonzeptionen

4.2.1. Mängel in der theoretischen Bestimmung der Intelligenz

4.2.2. Fehleinschätzung des Intelligenztests als Messinstrument

4. 3. Kritik der umweltzentrierten Intelligenzkonzeptionen:

4.4. Die Louisville-Zwillingsstudie

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anlage-Umwelt-Kontroverse und deren Bedeutung für die menschliche Entwicklung, wobei der Schwerpunkt auf der Intelligenzentwicklung und den Methoden der Zwillingsforschung liegt. Ziel ist es, die Komplexität des Zusammenspiels genetischer Faktoren und Umwelteinflüsse zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Anlage-Umwelt-Kontroverse
  • Methodologische Analyse der Zwillings- und Adoptionsforschung
  • Einfluss von Genetik und Umwelt auf die Intelligenzentwicklung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Intelligenzkonzeptionen und -tests
  • Bedeutung der Persönlichkeit als aktives Subjekt im Entwicklungsprozess

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die zugrunde liegende Arbeit soll ein kurzer Einblick in die Anlage-Umwelt-Kontroverse vermitteln. Hierbei werde auf allgemeines, wie auf verschiedene Positionen, bzw. auf die Methoden der Zwillingsforschung eingehen. Einige Untersuchungen werden näher vorgestellt, die zu klären versuchen, ob die individuelle Unterschiede bezüglich der Persönlichkeitsunterschiede auf die Anlage oder auf der Umwelt zurückzuführen seien. Ein wichtiges Teil dieser Arbeit bildet auch der Bereich der Intelligenz. In dieser Arbeit werden bestimmte spezielle Forschungsrichtungen, wie z.B. die Entstehung des kriminellen Verhaltens, verschiedene psychiatrische Störungen, u. ä. nicht behandelt.

Die Frage, die sich hier stellt - und in den letzten Jahrzehnten auch immer penetrant wiederkehrt - ist, was Menschen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung beeinflussen, ob die Unterschiede durch die Kräfte der Erbanlagen oder durch äußere Einflüsse, wie z.B. die familiäre- oder die soziale Umwelt „determiniert“ sind. Die in den letzten Jahren beobachtbare zunehmende Interesse an genetischen Determinanten menschlicher Merkmale liegt wahrscheinlich an den bemerkenswerten Fortschritten der medizinischen Genetik. Die größte Tragweite bedeutete das „Entziffern des genetischen Kodes“ von Watson und Crick in Form des allgemein bekannten Helix-Modells der DNS. Das erneute Interesse zeigte sich vor allem in mehreren Zwillingsstudien, wie z.B. die von Vandenberg (1962), die seit Anfang der 60-er Jahre stattgefunden haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vermittlung eines Einstiegs in die Anlage-Umwelt-Kontroverse und Definition zentraler Begriffe.

2. Allgemeines zur Zwillingsforschung: Erläuterung der methodischen Grundlagen, Kritikpunkte sowie der Rolle von Umweltfaktoren.

3. Verschiedene Methoden der Zwillingsforschung: Detaillierte Betrachtung von Zwillings- und Adoptionsstudien zur Analyse genetischer und umweltbedingter Einflüsse.

4. Intelligenz und Intelligenzentwicklung: Kritische Untersuchung von Intelligenztheorien und deren Messbarkeit im Kontext biologischer und sozialer Determinanten.

5. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass eine einseitige Trennung von Anlage und Umwelt der menschlichen Komplexität nicht gerecht wird.

Schlüsselwörter

Anlage-Umwelt-Kontroverse, Zwillingsforschung, Intelligenz, Intelligenzentwicklung, Verhaltensgenetik, Adoptionsstudien, Erblichkeit, Umwelteinflüsse, Persönlichkeitsentwicklung, Intelligenztest, Genotyp, Phänotyp, Sozialisation, Anlage, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der klassischen Frage nach dem Einfluss von genetischen Anlagen und äußeren Umwelteinflüssen auf die menschliche Persönlichkeits- und Intelligenzentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Zwillings- und Adoptionsforschung, die Analyse von Intelligenzkonzeptionen sowie die Kritik an rein biologischen oder rein umweltzentrierten Erklärungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Wechselwirkung von Anlage und Umwelt kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, warum eine einfache Dichotomie für das Verständnis menschlicher Entwicklung unzureichend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse verschiedener verhaltensgenetischer Zwillings- und Adoptionsstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden methodische Designs der Zwillings- und Adoptionsforschung vorgestellt, spezifische Studien analysiert und die Problematik von Intelligenzmessungen im Lichte der Debatte diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Anlage-Umwelt-Kontroverse, Zwillingsforschung, Intelligenzentwicklung und Verhaltensgenetik charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt der "Kaspar-Hauser-Problematik" in dieser Arbeit zu?

Sie dient als historisches und ethisches Beispiel zur Verdeutlichung der Wechselwirkung zwischen fehlenden Umwelteinflüssen und der biologischen Anlage bei der Entwicklung menschlicher Fähigkeiten.

Warum ist die Kritik an Intelligenztests für die Arbeit so wichtig?

Die Kritik ist entscheidend, da Intelligenztests oft als vermeintlich objektive Messinstrumente für biologische Anlagen fehlinterpretiert werden, während sie in der Praxis stark durch soziokulturelle Faktoren und das Bildungssystem beeinflusst sind.

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Details

Title
Anlage - Umwelt - Kontroverse und die Intelligenz
College
University of Frankfurt (Main)  (FB Pädagogik)
Grade
1 (sehr gut)
Author
Katalin Jakab (Author)
Publication Year
2002
Pages
42
Catalog Number
V8878
ISBN (eBook)
9783638157339
Language
German
Tags
Anlage Umwelt Kontroverse Intelligenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katalin Jakab (Author), 2002, Anlage - Umwelt - Kontroverse und die Intelligenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8878
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