INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG S 4
1. Begriffsdefinitionen S 5
1.1. Sport S 5
1.1.1. Sport Medien und Wirtschaft S 5
1.1.2. Fernsehen und Sport S 6
1.1.3. Mediensportrealität S 6
1.1.4. TV-Sport und Geschlecht S 8
1.2. Unterhaltung S 9
1.2.1. Unterhaltung als Spiel S 9
1.2.2. Unterhaltung als Entspannung Ablenkung und Realitätsflucht S 9
1.2.3. Unterhaltung als Erlebnissuche S 10
1.2.4. Unterhaltung als Stimmungs- und Gefühlsmanagement S 10
1.2.5. Unterhaltung als Information und Bildung S 10
1.2.6. Unterhaltung als gesellschaftliche und soziale Funktion und Interaktion S 10
1.2.7. Unterhaltung zur Selbstsuche -verwirklichung und bestätigung S 11
1.2.8. Unterhaltung als Beziehungsherstellung Parasoziale Beziehung
(Horton und Wohl 1956) S 11
1.2.9. Unterhaltung als Wertevermittlung S 11
1.2.10. Infotainment - Information und Unterhaltung als Elemente
integrierter Kommunikation S 12
2. Zur Popularität des Mediensports S 13
2.1. Uses and Gratification Approach S 13
2.2. Agenda Setting S 14
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3. Sport und Unterhaltung S 15
3.1. Formel 1 S 15
3.2. Fußball S 16
3.3. Studie Hartmann Daschmann Stuke S 16
3.4. Studie Klimmt Bepler Scherer S 18
Fazit S 19
BIBLIOGRAPHIE S 20
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Einleitung
97 Prozent der insgesamt 3,5 Millionen österreichischen Privat-Haushalte verfügen über einen
Fersehapparat. Im Jahr 2006 nutzten rund 66,9 Prozent der ÖsterreicherInnen über 12 Jahren das Medium Fernsehen täglich. Im Schnitt verbrachten die Zuseher 163 Minuten vor dem Fernseher (vgl. http://mediaresearch.orf.at). Die Medien - insbesondere das Fernsehen – sind also im Alltag der Menschen omnipräsent, sie bringen uns eine Vielzahl von Ereignissen, die wir nicht selbst erlebt haben, bis in unsere Wohnungen (vgl. Marschik 2002). Der Medien- sport übernimmt dabei eine ganz besondere Rolle.
„In einer zunehmend komplexeren und undurchschaubarer erscheinenden Welt bietet der Sport klare einsichtige Maßstäbe von gut und schlecht, von oben und unten, von Erfolg und Misserfolg.“ (Marschik 2002, S. 31) Der Sport im TV übernimmt also eine gewisse Orientie- rungs- und Informationsfunktion, aber durch den Umfang von Angebot und Nutzung nimmt der Sport auch innerhalb der non-fiktionalen Unterhaltungsgenres eine Schlüsselrolle ein. Denn im trivialen Sinne ist Unterhaltung immer das, von dem sich der Mediennutzer gerade unterhalten fühlt (vgl. Schramm 2007).
Im Jahr 2006 befanden sich drei Sportgroßereignisse unter den zehn meistgesehenen Sendun- gen des ORFs. Auf Rang drei dieser Liste landete das Fußball-WM-Finale Italien-Frankreich mit 2,066 Millionen Zusehern. Auf Platz fünf rangierte die Schi-Olympia-Abfahrt der Herren und erreichte damit eine Reichweite von 26,7 Prozent. Mit 1,625 Millionen Sehern konnte sich auch die Schi-Herren-Abfahrt in Kitzbühel unter die Top Ten einreihen. Unter den 30 beliebtesten Sendungen fanden sich insgesamt 11 Sportereignisse (vgl.
http://mediaresearch.orf.at) . Aufgrund dieser Fakten und Überlegungen ergaben sich für die vorliegende Arbeit folgende Forschungsfragen:
Was ist Mediensport?
Was ist Fernseh-Unterhaltung?
Wie wird Sport im Fernsehen unterhaltend dargestellt? Wie wird Sport im Fernsehen rezipiert und warum? Was sind die möglichen Auswirkungen?
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1. Begriffsdefinitionen
1.1. Sport
„Sammelbezeichnung für alle als Bewegungs-, Spiel- oder Wettkampfformen gepflegten kör- perlichen Aktivitäten des Menschen.“ (Brockhaus 1999)
Leistungssport
„... hat seinen Kern in der meist durch die Medien vermittelten Präsentation von Spitzenleis- tungen, die als Kampf um den Sieg und Bestleistungen breites Interesse finden.“ (Brockhaus 1999)
Mediensport (auch: Showsport, Zuschauersport oder Passivsport) „Showsport ist technisch – wissenschaftlich fundierte, arbeitsmäßig vorbereitete, in der Regel als Beruf ausgeübte und als Show repräsentierte Unterhaltung. Showsport wird vor einem Massenpublikum ... regelmäßig ausgeübt und gleichzeitig oder zeitversetzt im Massenmedi- um Fernsehen ausgestrahlt.“ (vgl. Hortleder 1978, zit. nach Bacher 2000)
1.1.1. Sport, Medien und Wirtschaft
Diese drei Dimensionen sind nicht mehr auseinander zu denken, sie bilden das sogenannte „magische Dreieck“ (Hackforth 1997, zit. nach Gutmann 2004). Vor allem der Unterhal- tungsaspekt spielt aus ökonomischer Sicht eine große Rolle. „Der echte Sport interessiert uns nicht. Was wir kaufen und verkaufen, ist kein Sport, sondern professionelle Sportunterhal- tung.“ (Geschäftsführer der Sportrechte Verwertungsgesellschaft ISPR Daniel Beauvois zit. nach Schramm 2006)
„... die Ökonomie schaltet sich massiv ins Sportgeschehen ein und verspricht sich davon, man denke an die Sportartikelindustrie oder die Tourismusbranche, direkte Gewinne wie auch indirekten Nutzen: Ohne Sponsoring und Werbung wäre der heutige Sport undenkbar.“ (Mar- schik 2002, S. 31)
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1.1.2. Fernsehen und Sport Im Folgenden werden sechs Faktoren erläutert, warum Sport und TV symbiotisch sind (vgl. Burk 2003, zit. nach Wendl 2005):
Ereigniswert des Sports
Genauer Handlungsablauf Internationale Verständlichkeit Eigendramaturgie Natürliche Werbepausen Hohe Einschaltquoten
Nachrichtenfaktoren des TV-Sports (vgl. Loosen 2001, zit. nach Gutmann 2004) Personalisierung, Elite
außergewöhnliche Leistungen und Erfolge
räumliche Nähe
politisch, kulturell und zeitlich
Ethnozentrismus
Bezug zum eigenen Land, Patriotismus
Dauer
Aktualität, Regelmäßigkeit
Eindeutigkeit
Konzentration auf einen Themenbereich
1.1.3. Mediensportrealität
Auch Sport im TV ist keine Abbildung der Wirklichkeit und unterliegt dem Konzept des Kon- struktivismus. Sportjournalisten müssen wie in allen anderen Genres eine Auswahl an The- men treffen und übernehmen somit die Rolle des sogenannten „Gatekeepers“. Zwei Selekti- onsprozesse finden statt, bevor es zur Rezeption kommt. Aus einer Vielzahl von Sportveran- staltungen, werden dann jene herausgefiltert, die populäre Sportarten behandeln. Die Popula- rität ist oft vom Nachrichtenfaktor `Nähe´ abhängig, das heißt, je besser die eigene Mann- schaft bzw. die eigene Nation, desto beliebter auch die Sportart. Ganz im Sinne der massen- medialen Verbreitung werden natürlich meist Großereignisse übertragen, die national oder international große Bedeutung haben. Länderspiele, Europameisterschaften, Weltmeister- schaften und Olympische Spiele erfreuen sich größter Beliebtheit. Ein weiterer wichtiger Fak- tor ist der finale Charakter von Sportereignissen, der zum Schluss einen Sieger feststehen lässt
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Arbeit zitieren:
Bakk. Andrea Ludwig, 2008, Sport als Unterhaltung, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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