Inhaltsverzeichnis
I Historischer Abriss 3
1.1 Antike: Philosophische Faktoren dialogischen Erziehungsverhaltens 3
1.1.1 Das griechische Weisheitsverständnis 3
1.1.1.1 Der Weise als Person 9
1.2 Dialogik und die Erkenntnis des Guten 12
1.3 Ethisches Paradigma: Sittlichkeit 16
1.3.1 Besonnenheit 17
1.3.2 Freiheit 18
II Mittelalter 20
2.1 Thomas von Aquins christliche Transformation des antiken
Tugendbegriffs 20
III Neuzeit 24
3.1 Martin Bubers Prinzip der Dialogik 24
3.2 Verantwortung 26
3.3 Gespräch 27
IV Allgemeine Faktoren eines heutigen ästhetisch-ethischen
Erziehungsdialogs in der Grundschule 28
4.1 Sittlichkeit als Bildungsziel 30
4.2 Hörerziehung und Wahrnehmungsschulung 30
4.3 Fazit 32
Bibliographie 33
Abbildungsverzeichnis .............................................................................................. 36
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I. Historischer Abriss
1.1 Antike: Philosophische Faktoren dialogischen Erziehungsverhaltens Bereits bei Sokrates (469-399), findet sich eine erste Festlegung des Sittlichen, die er als Zweck aller Erziehung sieht.
Dieser „ethische Optimismus“ führt uns einen Menschen vor Augen, der das Böse nicht will bzw. nicht wissentlich tut.
Das Böse geht aus einem Mangel an Einsicht hervor. Für Sokrates sind Tugenden lehrbar. Aus der Notwendigkeit des einzelnen Menschen zur Selbsterkenntnis, entwickelt Sokrates das dialogische Gespräch.
Zentral scheint hier das fragende Verhalten des Gegenüber, d.h. des zu Erziehenden positioniert zu werden.
Ethische Begrifflichkeit erhält somit Klarheit und Transparenz.
Ziel aller Erziehung ist folglich das tugendhafte Leben und die Hinführung zur Glückseligkeit, die durch Tugendhaftigkeit realisiert wird. Pädagogisch relevant ist sicher auch Sokrates Herausbildung des Gewissens, bzw. eine Erziehung zur Gewissenhaftigkeit. Die sittlich selbständige Persönlichkeit ist somit Ziel jeder guten Erziehung.
1.1.1 Das griechische Weisheitsverständnis
Der Weisheitsbegriff wird von griechischen Philosophen hoch veranschlagt, weisheitliches Verhalten ist pädagogisch wertvoll!
Weiterhin beinhaltet der Weisheitsbegriff eine praktische und theoretische Orientierung an der Welt.
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Die Antike verstand somit Weisheit als
Aus dieser Sicht versteht sich die Befragung der Politiker, der Dichter und der Handwerker durch Sokrates. Er verurteilt auch die Geschwätzigkeit des Sophisten und Alleswisser.
Das weisheitliche Ideal steht für Platon unter dem Vorbehalt der Endlichkeit, d.h. wirklich weise sind nur die Götter.
„Die Weisheit wird in der ganzen Antike als eine Seinsweise aufgefaßt, als ein Zustand, in dem der Mensch sich in seinem Sein radikal von anderen Menschen unterscheidet, eine Art Übermensch darstellt. Wenn die Philosophie die Aktivität ist, mittels derer der Philosoph sich in Weisheit übt, betrifft diese Übung nicht nur eine besondere Art des Sprechens und Erörterns, sondern auch das Sein, das Handeln und eine besondere Sicht der Welt.
Wenn also die Philosophie nicht nur ein Diskurs, sondern eine Lebenswahl, eine existentielle Entscheidung und eine gelebte Übung ist, dann weil sie Begehren der Weisheit ist. Es trifft zu, daß im Begriff der Weisheit die Idee eines vollkommenen Wissens enthalten ist. Dennoch besteht dieses Wissen, wie wir bei Platon und Aristoteles gesehen haben, nicht im Besitz von Informationen über die Wirklichkeit, sondern ist ebenfalls eine Lebensweise, die der höchsten Tätigkeit, die der Mensch ausüben kann, entspricht und eng mit der Vortrefflichkeit, mit der Tugend der Seele verbunden ist“ (Hadot, P., 1999, 256).
Der weise Mensch ist ein glücklicher Mensch, unter welchen Umständen auch immer er lebt. Weisheitliches Leben ist als Seinsweise zu verstehen: sogesehen ein Lebensideal.
Aus dieser Lebensentscheidung heraus, findet der Mensch das je angemessene Verhalten und die der Situation entsprechende Autarkie.
Für Aristoteles bedarf der weise Mensch keiner äußerlichen Dinge und führt ein kontemplatives Leben, das Gelassenheit mit sich bringt. „Er übt sich im Denken und im Leben des Geistes. Auch hier ist das Göttliche Vorbild des Weisen. Denn die conditio humana bewirkt, wie Aristoteles anmerkt, dass die in die Zeit verstreute und
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dem Irrtum und dem Vergessen ausgesetzte Aktivität des Geistes zerbrechlich und diskontinuierlich ist. Der Weise lebt so auf diskontinuierliche Art das, was Gott auf eine kontinuierliche Art lebt. Auf diese Weise lebt er ein Leben, das die conditio humana überwindet und dennoch dem entspricht, was das Wesentliche im Menschen ausmacht: das Leben des Geistes“ (Hadot, P., 1999, 263).
Philo v. Alexandrien definiert
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Abb. 2: Allegorie der Philosophie, die dreiköpfig dargestellt ist. Zu ihren Füßen Logik, Rhetorik, Grammatik, Arithmetik, Musik, Geometrie, Astronomie. Außerhalb des Kreises Aristoteles (Naturwissenschaft), Seneca (Moralllehre). Oben als Vertreter des Philosophia divina (Lehre von Gott) die Kirchenväter St. Augustin, Gregorius, Heironymus und Ambrosius. Holzschnitt aus: Gregor Reisch, Straßburg 1504
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Dr. Anja Tillmann, 2007, Ästhetisch-ethische Faktoren einer dialogischen Erziehung im Kindesalter, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Der Text von der Stellungnahme
. Europäische Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der Neuen Technologien, Europäische Kommission
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