Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
1 Einleitung 5
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit 5
1.2 Methodischer Aufbau 5
2 Bilanzdelikte 6
2.1 Definition 6
2.2 Arten von Bilanzdelikten 7
3 Bilanzdelikte und deren Auswirkungen auf Rechnungslegung und Abschlussprüfung 8
3.1 Motive 8
3.2 Dolose Handlungen 9
3.3 Gesetze 11
3.3.1 KonTraG 11
3.3.2 BilReG 12
3.3.3 BilKoG 12
3.3.4 GoB 13
3.4 Gesetzesverstöße im Unternehmensbereich 14
4 Bilanzskandal der Firma Comroad 15
4.1 Firmenhistorie 15
4.1.1 Geschäftsgebiete 16
4.1.2 Beteiligungen 16
4.1.3 Länder 16
4.2 Darstellung 17
4.3 Gerichtliche Konsequenzen 21
5 Kritische Würdigung 23
6 Literaturverzeichnis 25
7 Internetquellen 26
2
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
AG Aktiengesellschaft
BilKoG Bilanzkontrollgesetz
BilReG Bilanzrechtsreformgesetz
BS Bilanzsumme
bzw. beziehungsweise
CF Cash Flow
Co. Company
d. h. das heißt
DM Deutsche Mark
EU Europäische Union
e. V. eingetragener Verein
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
Hrsg. Herausgeber
IAS International Accounting Standard(s)
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.
IFRS International Financial Reporting Standard(s)
Inc. Incorporated
incl. included
Jg. Jahrgang
KG Kommanditgesellschaft
KGaA Kommanditgesellschaft auf Aktien
KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich
Ltd. limited company
LuL Lieferung und Leistung
o. V. ohne Verfasser
S. Seite(n)
u. a. unter anderem
3
UE Umsatzerlöse
usw.
Vgl.
z. B.
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Fraud-Triangle ……………………………………………………………....10 Abbildung 2: Mögliche Gesetzesverstöße im Unternehmensbereich………………………..15 Abbildung 3: Bilanzbetrug bei Comroad ……………………………………………………20
4
1 EINLEITUNG
Zahlreiche bewusste Bilanzmanipulationen bzw. Manipulationsvorwürfe wurden gerade in jüngster Zeit publik, wie z. B. in dem in dieser Arbeit betrachteten Fall der Firma Comroad AG.
Rückblickend gesehen weiß man, dass Wirtschaftskriminalität existiert, seitdem es Handel und Warenverkehr gibt. Dies ist ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft, da es vor dem Hintergrund wachsender Globalisierung und durch die zunehmende Komplexität der Geschäftsabläufe kaum möglich ist, diese Kriminalität zu kontrollieren. Daraus resultiert dann eine Zunahme der Wirtschaftsstraftaten, wie z. B. Bilanzmanipulationen. 1
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich inhaltlich vorrangig mit einer Materie, die sowohl von wissenschaftlicher als auch von praktischer Relevanz ist. Denn durch die zahlreichen Bilanzmanipulationen führen diese für die betroffenen Akteure, also diejenigen, die dadurch ihr Geld an der Börse verlieren, zu erheblichen Vermögensschäden, was ein ernsthaftes Problem darstellt. Weiterhin beeinträchtigen Bilanzmanipulationen das Funktionieren der Kapitalmärkte. Zum Teil können die Abschlussprüfer durch ihre Kontrolltätigkeiten einen Ansatzpunkt zur Vermeidung bzw. zur Aufdeckung betrügerischer Manipulationen aufzeigen. Jedoch ist das Vertrauen in die Wirtschaftsprüfer bedingt durch die zahlreichen Bilanzmanipulationen in jüngster Zeit verlorengegangen, somit wurde der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer in der Öffentlichkeit negativ beeinträchtigt.
Ziel der Arbeit wird es sein, die Ursachen der Bilanzmanipulationen zu analysieren und deren Hintergründe näher darzustellen.
1.2 Methodischer Aufbau
Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst einmal der Begriff Bilanzdelikte definiert und die dazugehörigen Eigenschaften näher erläutert. Im darauf folgenden Kapitel werden die Ursachen von Bilanzfälschungen analysiert. Hauptaugenmerk dieser Arbeit ist der Bilanzskandal der Firma Comroad AG. Hier wird dargelegt, wie die Firma vorgegangen ist und wie ihre Bilanzmanipulation schließlich aufgedeckt wurde. Anschließend folgt die
1 Vgl. Peemöller / Hofmann (2005), S. 22
5
Darstellung des Urteils des Landgerichtes München I im November 2002. Die Ergebnisse der Arbeit und deren kritische Betrachtung sind Gegenstand des Schlusskapitels.
2 BILANZDELIKTE
2.1 Definition
Jeden vorsätzlichen Verstoß gegen das Prinzip der Bilanzklarheit und -wahrheit mit dem Ziel, demjenigen, der Verantwortung gegenüber der Bilanz abzulegen hat, die wirtschaftlichen Verhältnisse aus einer anderen Perspektive vorzutäuschen als es der Wirklichkeit entspricht, versteht Le Coutre unter Bilanzdelikten. Dieser Definition aus dem Jahre 1949, die eher betriebswirtschaftlich als juristisch definiert ist, soll hier gefolgt werden. 2
Le Coutre war ein deutscher Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker, der 1965 in Meersburg verstarb. 3
Neben der „korrekten Bilanz" erkannte Le Coutre bereits 1926 in seiner „Praxis der Bilanzkritik" verschiedene Bilanztypen und teilte diesen jeweils individuelle, menschliche Attribute zu. Dazu zählen die folgenden:
• Die naive Bilanz, die an der „Missdeutung des Wertes einzelner Posten" zu erkennen ist.
• Die saloppe Bilanz, welche an den nicht „genauen Bezeichnungen" sichtbar ist.
• Die verschlossene Bilanz, die als Gegenteil zur „offenherzigen Bilanz" bezeichnet wird.
• Die tendenziöse Bilanz, die an ihrer „einseitigen Ausrichtung" feststellbar ist.
• Die bösartige Bilanz, welche sofort an der greifenden Verschleierung und an das Deliktische grenzende Charakterliche der Bilanz erkennbar ist.
Im nächsten Abschnitt wird auf weitere Untergliederungen näher eingegangen.
2 Vgl. Peemöller / Hofmann (2005), S. 21
3 Vgl. o. V. (2007), abrufbar unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Le_Coutre, zuletzt am 31.8.2007
2.2 Arten von Bilanzdelikten
Wie Bilanzdelikte das Jahresergebnis eines Unternehmens beeinflussen, danach können sie differenziert und gleichzeitig zwischen erfolgsneutrale sowie erfolgswirksame Bilanzdelikte unterschieden werden. 4 Zum Beispiel werden erfolgsneutrale Bilanzdelikte als Darstellungsfälschung und erfolgswirksame Bilanzdelikte als Ergebnisfälschung bezeichnet.
Zu den Darstellungsfälschungen zählen:
a) unberechtigte Gruppenbildungen,
b) Falschbenennungen sowie
c) unberechtigte Saldierungen und Unterlassung notwendiger Saldierungen. 5
Zu a) Die genaue Zusammensetzung ist nicht mehr erkennbar, da mehrere Bilanzposten, die eigentlich einzeln auszuweisen wären, zu einem Posten zusammengefasst werden. Zu b) In der GuV und in der Bilanz wird ein Posten unter einer Bezeichnung ausgewiesen, die dem Charakter des Postens in keiner Weise Rechnung trägt und somit für die Jahresabschlussadressaten irreführend ist.
Zu c) Diese führen zu einer willkürlichen Verkürzung oder Aufblähung einzelner Bilanzposten bzw. der Bilanzsumme, verändern aber nicht das Jahresergebnis. 6
Zu den erfolgswirksamen Ergebnisfälschungen zählen:
a) Bewertungsdelikte,
b) Nicht-Bilanzieren von Bilanzposten sowie
c) Einstellen von nicht vorhandenen Posten in die Bilanz. 7
Zu a) Bewusste Unterdotierung von Rückstellungen oder unterlassene außerplanmäßige Abschreibungen; hierzu gehören sowohl Über- als auch Unterbewertungen von Bilanzposten.
Zu b) Hier werden aktivierungspflichtige Aktiva oder passivierungspflichtige Passiva nicht vollständig erfasst.
4 Vgl. Peemöller / Hofmannn (2005), S. 21
5 Vgl. Sell (1999), S. 17
6 Vgl. Peemöller / Hofmann (2005), S. 22
7 Vgl. Sell (1999), S. 17
7
Arbeit zitieren:
Shara Pourmir, 2007, Der Bilanzskandal bei Comroad, München, GRIN Verlag GmbH
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