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Internationale Beziehungen

Rezension zu: Mathias Albert - Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext internationaler Vergesellschaftung

Título: Internationale Beziehungen

Comentarios / Reseña Literaria , 2007 , 7 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Güven Asmacik (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Alberts Buch „Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext internationaler Vergesellschaftung“ ist eine „leicht überarbeitete Fassung“ (S.8) der Habilitationsschrift des Autors. Als solche ist sie kaum an ein breiteres Publikum gerichtet: während der Titel der Arbeit dem Leser kaum eine Vorstellung von Inhalt und Anlage des Werkes gestatten dürfte, so wird doch bereits mit dem Untertitel der Einleitung, ‚Von der Theoriebefindlichkeit gegen Ende der Globalisierungshausse’, recht schnell deutlich, dass es einen gesellschaftstheoretisch und politikwissenschaftlich gebildeten Rezipienten voraussetzt. Wie die nicht eben leicht verständliche Einleitung - ein komprimierter Abriss der Arbeit - erkennen lässt, versteht sich das Werk vorrangig nicht als eine materiale Studie zum Themenkreis ‚Globalisierung’, sondern vielmehr als ein Beitrag zu einer Theorie der Globalisierung. Die Begriffe „Weltgesellschaft“ und „internationale Vergesellschaftung“ im Buchtitel zeigen das theoretische Spannungsgefüge an, in dem sich das Werk bewegt, und an dem es sich abarbeitet; es ist „Ein Versuch, analytische Synergieeffekte zwischen systemtheoretischer Gesellschaftstheorie und Theorien der internationalen Beziehungen zu erzielen“ (S.14).
Ob dieser Versuch gelingt, oder ob die beschworenen „Synergieeffekte“ nicht nur fadenscheiniges Blendwerk von ineinandergeflickten Theorien darstellen, bleibt über die längste Strecke des Buches unklar. Dass dem Durchführungsschwäche des Autors – im Gegenteil: es ist die Folge der kompositorischen Anlage des Werkes, dass erst sehr spät, nach den quasi materialen Teilen der Arbeit, die Gründe preisgibt, die die komplizierte, weil gebrochene, theoretische Struktur bedingen. Diese wohldurchdachte Komposition erzwingt beim Leser eine fast 400seitige Konzentration, und gereicht dem Buch zur Ehre.
Die Arbeit baut sich aus 4, in jeweils 3 bis 4 Unterkapitel gegliederte, Hauptteilen auf:
Erster Teil „Weltgesellschaft jenseits von ‚Staat und Gesellschaft’“ (S.21-81), Zweiter Teil: „Vom Ende der Gesellschaften. Die Konstruktion nationalstaatlicher kollektiver Identität, Migration und transnationale Gemeinschaftsbildung“ (S.83-202), Dritter Teil „Vom Beginn der Weltherrschaft. Territorialität und Souveränität, oder: ein Recht der Weltgesellschaft?“ (S.203-306), Vierter Teil „Wohin driftet die Weltgesellschaft? Internationale Beziehungen, Weltgesellschaft und Verweltgesellschaftung“ (S.307-352).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Erster Teil: Weltgesellschaft jenseits von „Staat und Gesellschaft“

Zweiter Teil: Vom Ende der Gesellschaften. Die Konstruktion nationalstaatlicher kollektiver Identität, Migration und transnationale Gemeinschaftsbildung

Dritter Teil: Vom Beginn der Weltherrschaft. Territorialität und Souveränität, oder: ein Recht der Weltgesellschaft?

Vierter Teil: Wohin driftet die Weltgesellschaft? Internationale Beziehungen, Weltgesellschaft und Verweltgesellschaftung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit Mathias Alberts Werk „Zur Politik der Weltgesellschaft“ auseinander, um zu untersuchen, wie systemtheoretische Konzepte mit Theorien der Internationalen Beziehungen verbunden werden können, um globale Transformationsprozesse zu analysieren.

  • Kritik an der staatenzentrierten Perspektive in den Internationalen Beziehungen
  • Integration systemtheoretischer Begriffe in die Analyse weltgesellschaftlicher Strukturen
  • Bedeutung von Migrationsprozessen für den Wandel gesellschaftlicher Identität
  • Diskussion der Steuerbarkeit und Kontrolle innerhalb gesellschaftlicher Funktionssysteme
  • Verhältnis von Inklusion, Exklusion und der kommunikativen Reichweite der Weltgesellschaft

Auszug aus dem Buch

Die theoretische Positionierung des Werkes

„In der vorliegenden Untersuchung wurde ... – mit Blick auf die Notwendigkeit, die Auswirkung von Migrationsprozessen genauer zu erfassen, als dies mit einer rein auf Inklusion/Exklusion abstellenden Perspektive möglich ist – bewusst eine im Rahmen der systemtheoretischen Gesellschaftstheorie unzulässige Modifikation der Auffassung von Weltgesellschaft vorgenommen: Der Gesellschaft wurde gleichsam die Gemeinschaft erhalten, indem eine freilich komplex-mehrgliedrige Verbindung zwischen transnationalen Vergemeinschaftungstendenzen und einer sich wandelnden Differenzierung des politischen Systems der Weltgesellschaft gezogen wurde.

Diese bewusst eingegangene systemtheoretische Unsauberkeit – ja, mehr noch: Inkompatibilität – bedeutet mithin nichts anderes, als dass der vorliegenden Analyse die „Menschen“ insofern erhalten bleiben, als die systemtheoretische Diagnose der operativen Geschlossenheit psychischer Systeme und ihre alleinige Konzeptualisierung als Umwelt sozialer Systeme nicht mit Konsequenz durchgehalten wird.

Es mag dies ein Schachzug sein, der in systemtheoretischer Sicht nicht zu rechtfertigen ist; aber einstweilen umgeht er das Problem, das Verhältnis von Menschen und sozialen Systemen nur als Inklusions-/Exklusionsverhältnis thematisieren zu können und mit dem Begriff der Weltgesellschaft gerade dann in Begründungsschwierigkeiten zu geraten, wenn es darum geht, etwa die Bewohner der südamerikanischen favelas überhaupt noch als Teile von „Welt“ und Gegenstand einer Weltgesellschaftstheorie anzusprechen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Erster Teil: Weltgesellschaft jenseits von „Staat und Gesellschaft“: Einführung in die theoretische Ausgangslage und Kritik am klassischen, staatenzentrierten Verständnis von Gesellschaft in den Internationalen Beziehungen.

Zweiter Teil: Vom Ende der Gesellschaften. Die Konstruktion nationalstaatlicher kollektiver Identität, Migration und transnationale Gemeinschaftsbildung: Analyse der Transformation nationaler Identitäten und der Auswirkungen von Migrationsprozessen auf die globale soziale Struktur.

Dritter Teil: Vom Beginn der Weltherrschaft. Territorialität und Souveränität, oder: ein Recht der Weltgesellschaft?: Untersuchung der Herausbildung transnationaler Rechtssysteme und der Erosion traditioneller Souveränitätsvorstellungen.

Vierter Teil: Wohin driftet die Weltgesellschaft? Internationale Beziehungen, Weltgesellschaft und Verweltgesellschaftung: Synthetisierende Betrachtung der weltgesellschaftlichen Entwicklungstendenzen und kritische Reflexion der Steuerbarkeit von Funktionssystemen.

Schlüsselwörter

Weltgesellschaft, Internationale Beziehungen, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Globalisierung, Migration, Inklusion, Exklusion, Souveränität, Funktionssysteme, Politische Steuerung, Identität, Gesellschaftstheorie, Transnationalität, Verweltgesellschaftung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist eine Rezension des Buches „Zur Politik der Weltgesellschaft“ von Mathias Albert und untersucht dessen Versuch, systemtheoretische Ansätze mit der Theorie der Internationalen Beziehungen zu verknüpfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Überwindung des staatenzentrierten Gesellschaftsbegriffs, die Rolle von Migration für die Identitätsbildung und die Frage nach der Steuerbarkeit globaler Funktionssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretische Fundierung des Buches zu prüfen und zu hinterfragen, ob die „Synergieeffekte“ zwischen Systemtheorie und Internationalen Beziehungen in der Praxis überzeugend umgesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem rezensierten Werk verwendet?

Das Werk stützt sich primär auf die Luhmannsche Systemtheorie, modifiziert diese jedoch an entscheidenden Punkten durch Ansätze der Internationalen Beziehungen, um empirische Phänomene wie Migration besser erfassen zu können.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Exposition, zwei material orientierte Themensegmente zu Migration und Recht sowie eine synthetisierende Reflexion über weltgesellschaftliche Entwicklungstendenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Weltgesellschaft, Systemtheorie, Inklusion/Exklusion, nationale Identität und die Kritik am staatenzentrierten Denken geprägt.

Wie bewertet der Autor der Hausarbeit die „systemtheoretische Unsauberkeit“?

Er erkennt darin einen notwendigen, wenngleich theoretisch angreifbaren Schachzug, um Menschen als Akteure innerhalb der Weltgesellschaftstheorie wieder sichtbar zu machen.

Warum hinterfragt die Rezension das Konzept der „Weltgesellschaft“?

Die Rezension bezweifelt unter Bezugnahme auf moderne Migrationsphänomene, ob die systemtheoretische Annahme einer „kommunikativen Erreichbarkeit“ noch trägt, wenn große Teile der Menschheit weder in- noch exkludiert werden.

Final del extracto de 7 páginas  - subir

Detalles

Título
Internationale Beziehungen
Subtítulo
Rezension zu: Mathias Albert - Zur Politik der Weltgesellschaft. Identität und Recht im Kontext internationaler Vergesellschaftung
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Curso
"Anarchie und Herrschaft in den Internationalen Beziehungen"
Calificación
1,7
Autor
Güven Asmacik (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
7
No. de catálogo
V90168
ISBN (Ebook)
9783638044493
Idioma
Alemán
Etiqueta
Internationale Beziehungen Anarchie Herrschaft Internationalen Beziehungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Güven Asmacik (Autor), 2007, Internationale Beziehungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90168
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