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Im Bann der Depression?

Von der Weltwirtschaftskrise zur Globalisierungskrise

Title: Im Bann der Depression?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Torsten Hänel (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Von der Weltwirtschaftskrise zur Globalisierungskrise!

Eine der ersten schweren globalen Krisen der Weltwirtschaft war die so genannte „Große Depression“ in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts: Ein unbändiger Konjunkturoptimismus und der Glaube an eine anhaltende Prosperität der amerikanischen Wirtschaft führten in den USA zu umfangreichen Aktienspekulationen. Diese spekulative Loslösung der Aktienkurse vom realen Unternehmenswert und das Zusammentreffen mit einer Überproduktionskrise führten letztendlich zu der uns bekannten Weltwirtschaftskrise. Aus der Börsenkrise entwickelte sich durch die Kreditfinanzierung der Aktien und die daraus entstehenden nicht mehr zu deckenden Verluste rasch eine Bankenkrise. Dem folgte ein Konjunktureinbruch mit rapidem Produktionsrückgang und weiter zunehmender Arbeitslosigkeit.

Die allgemeine Katastrophenstimmung veränderte zunehmend die politischen und sozialen Rahmenbedingungen. Mit der Weltwirtschaftskrise endete in den westlichen Ländern die Phase des Liberalismus und seinem Glauben an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft. Die große Krise führte zu radikaler Neuorientierung in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik. Sie bedeutete für ein halbes Jahrhundert das Ende des Laisser-faire und den Beginn einer antizyklischen, Vollbeschäftigung anstrebenden Wirtschaftspolitik.

Die wirtschaftlichen Krisen seit den 1970er Jahren können gemäß ihren Erscheinungen als kleinere, weniger offensichtlichere Weltwirtschaftskrisen interpretiert werden.Die heute wieder vorherrschenden Positionen, nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften, ähneln verblüffend den Auffassungen, mit der die klassische politische Ökonomie Anfang der 30er Jahre in Frage gestellt wurde.

Den Ausgangspunkt unserer Betrachtung soll deshalb die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er - Anfang der 30er Jahre des 20.Jahrhunderts bilden. In der Wirtschaftsgeschichte stellt sie aufgrund ihrer Schwere und tiefgreifenden Wirkung auf das zeitgenössische ökonomische, politische und soziale System ein geeignetes Objekt zur Bewertung wirtschaftlicher Rezessionen dar. Vergleichsgegenstück soll die bundesrepublikanische Entwicklung bzw. der Verlauf der wirtschaftlichen Krisen ab Beginn der 1970er Jahre bis zum Fall des Eisernen Vorhangs in den 1990er Jahren sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER KRISE „ERSTER“ TEIL

2.1. DIE VERGOLDETEN ZWANZIGER JAHRE

2.2. DER BÖRSENKRACH

2.3. DAS SCHEITERN DES LAISSER-FAIRE

3. EIN INTERMEZZO

4. DER KRISE „ZWEITER“ TEIL ?

4.1. DIE „GUTEN JAHRE“

4.2. DIE KRISEN DER FRÜHEN 70ER JAHRE

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung wirtschaftlicher Rezessionen, ausgehend von der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre bis hin zu den wirtschaftlichen Krisen ab den 1970er Jahren. Ziel ist es, Parallelen und Unterschiede zwischen diesen historischen Phasen aufzuzeigen, um ein tieferes Verständnis für die Mechanismen wirtschaftlicher Depressionen und deren Auswirkungen auf das ökonomische, politische und soziale System zu gewinnen.

  • Analyse der Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1929.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Krisenereignisse ab den 1970er Jahren.
  • Vergleich der staatlichen Reaktionen und ordnungspolitischen Maßnahmen in verschiedenen Krisenphasen.
  • Bewertung der Rolle des Sozialstaats und der sozialen Sicherungssysteme im Kontext wirtschaftlicher Stagnation.

Auszug aus dem Buch

2.2. Der Börsenkrach

Der Boom der amerikanischen Wirtschaft von 1926-1929 stand ganz im Zeichen des Massenkonsums. Waren, wie Radios, Kühlschränke und vor allem Autos, wurden zu „Verkaufsschlagern“. Der Produktionszuwachs in dieser Zeit lag bei rund 5,5% p.a. und bewirkte, dass sich die Arbeitslosigkeit auf unter 4% zu senken begann. Dieser stete Zuwachs spiegelte sich natürlich auch an der New Yorker Börse, der Wall Street, wieder. Im Zeitraum von März 1926 bis Oktober 1929 verdoppelte sich der Dow-Jones-Index. Die enorme öffentliche Begierde, an diesen Gewinnen zu partizipieren, trieb den Wertpapierhandel im März 1929 auf 8,2 Millionen Transaktionen täglich. Der Erwerb von Aktien wurde für den Bürger dahingehend erleichtert, dass die Finanzierung mittels Krediten erfolgen konnte. Die stark zunehmenden Wertpapierkäufe trieben die Kurse in die Höhe und unterstrichen somit die Gewinnchance. In den Köpfen setzte sich das Bild eines verdienten und abschöpfbaren Wohlstandes fest. Angetrieben wurde diese Entwicklung durch „Aktienkünstler“, welche durch gezielte An- und Verkäufe die Kurse in die Höhe trieben. Diese Praxis ermöglichte es Ihnen, eigene Aktienpakete interessant zu machen, um diese wiederum gewinnbringend zu veräußern. Dieser „Spekulationspool“ fand seine Institutionalisierung in sogenannten geschlossenen Investmentfonds.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert den Begriff der Depression im medizinischen und wirtschaftlichen Kontext und erläutert die Zielsetzung, die Weltwirtschaftskrise der 1920er/30er Jahre als Ausgangspunkt für die Analyse modernerer Krisen zu nutzen.

2. DER KRISE „ERSTER“ TEIL: Analysiert die Struktur der Weltwirtschaft vor 1929, die Ursachen für den Börsenkrach und das anschließende Scheitern des liberalen Laisser-faire-Modells.

3. EIN INTERMEZZO: Beschreibt den Vertrauensverlust in das kapitalistische System zwischen den Weltkriegen und die Suche nach staatlichen Alternativen wie den „New Deal“ oder autarken Wirtschaftskonzepten.

4. DER KRISE „ZWEITER“ TEIL ?: Untersucht die Wachstumsphase des „Goldenen Zeitalters“ nach 1945 und den darauffolgenden Einbruch durch die Ölkrisen der 1970er Jahre, die zu einer erneuten Rezession führten.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Bewertet die wirtschaftliche Situation seit den 1970er Jahren als globale Stagnation und diskutiert die Rolle der sozialen Sicherungssysteme im Vergleich zur Krisenzeit der 1930er Jahre.

Schlüsselwörter

Weltwirtschaftskrise, Depression, Rezession, Massenarbeitslosigkeit, Konjunkturpolitik, Laisser-faire, Goldene Zwanziger, Börsenkrach, New Deal, soziale Marktwirtschaft, Stagnation, Kapitalismus, Staatsverschuldung, Ölpreisschock, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert historische wirtschaftliche Krisen, angefangen bei der Weltwirtschaftskrise 1929 bis zu den globalen wirtschaftlichen Problemen ab den 1970er Jahren, um Strukturen und ökonomische Wandlungsprozesse zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Verlauf der Weltwirtschaftskrise, die Rolle des Staates in der Wirtschaft, der Übergang vom Laisser-faire zur antizyklischen Politik sowie die Auswirkungen von Krisen auf die soziale Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Weltwirtschaftskrise als historische Vergleichsgrundlage zu nutzen, um die ökonomischen, politischen und sozialen Systeme während wirtschaftlicher Rezessionen fundiert bewerten zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische und wirtschaftsgeschichtliche Analyse unter Einbeziehung ökonomischer Theorien und statistischer Daten zur Entwicklung der Industrienationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den Boom und den Zusammenbruch der US-Wirtschaft in den 1920er Jahren, die politischen Reaktionen darauf, die wirtschaftliche Erholung nach 1945 und die Herausforderungen ab den 1970er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weltwirtschaftskrise, Depression, Rezession, Konjunkturpolitik, soziale Marktwirtschaft und Stagnation maßgeblich definiert.

Warum war der Börsenkrach von 1929 für die Weltwirtschaft so verheerend?

Der Börsenkrach führte zu einem massiven Vertrauensverlust, einer Bankenkrise durch Kreditfinanzierung und einer tiefgreifenden Schrumpfung der globalen Wirtschaftsleistung, was das Ende des Laisser-faire-Prinzips einläutete.

Inwiefern unterscheiden sich die Krisen der 70er Jahre von der Krise 1929?

Während 1929 eine „Große Depression“ mit katastrophalen Ausmaßen folgte, werden die Krisen ab den 1970er Jahren eher als lang anhaltende globale Stagnation interpretiert, in der soziale Sicherungssysteme die Auswirkungen abfedern konnten.

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Details

Title
Im Bann der Depression?
Subtitle
Von der Weltwirtschaftskrise zur Globalisierungskrise
College
Dresden Technical University
Grade
1,1
Author
Torsten Hänel (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V90382
ISBN (eBook)
9783638051842
ISBN (Book)
9783638944762
Language
German
Tags
Bann Depression
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Hänel (Author), 2007, Im Bann der Depression?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90382
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