Inhaltsverzeichnis
1 DAS LEBEN MAX LIEBERMANNS 1
2 BESCHREIBUNG DES WERKES 2
2.1 Allgemeine Daten 2
2.2 Entwurfsprozess 3
3 TRADITION DES MOTIVS 4
4 ERLÄUTERUNG DER DARSTELLUNG 6
4.1 Überblick 6
4.2 Analyse 6
4.3 Synthese 8
5 BIBLIOGRAPHIE 9
1 Das Leben Max Liebermanns
Max Liebermann wird 1847 in Berlin geboren. Bereits mit 16 Jahren nimmt Liebermann Zeichenunterricht bei Steffeck. Liebermann studiert an der Philosophischen Fakultät der Universität Berlin, später an der Universität Weimar. 1868 reist er erstmals nach München für einen kurzen Aufenthalt, 1871 nach Holland. Im selben Jahr macht er die Bekanntschaft mit Theodor Hagen im Düsseldorfer Atelier Munkacsys. Ein Jahr später entsteht das bekannte Gemälde mit dem Titel „Gänserupferinnen“ und „Gemüseputzerinnen“.
Der Künstler reist ernuet nach Holland und nach Paris, wohin er 1873 übersiedelt. In den folgenden Jahren, auch als „Pariser Zeit“ bezeichnet, besucht der Deutsche öfter den Ort Barbizon und die dort schaffende Künstlergemeinschaft, ausserdem reist er nach Holland. Frans Hals Bilder beeindrucken Liebermann, er fertigt zahlreiche Kopien von dessen Bildern an. Ab 1878 lebt der Künstler in München. Kaum ein Jahr in der bayerischen Hauptstadt, da sorgte Liebermann bereits für einen öffentlichen Skandalmit seiner Interpretation des Sujets „Jesus unter den Schriftgelehrten“. Er zieht sich nach Dachau und Etzenhausen zurück, wo er unter anderem die Bekanntschaft mit den Münchner Künstlern Leibl und Sperl macht.
Ab 1880 erfahren Liebermanns Werke internationale Aufmerksamkeit und Annerkennung. Beispielsweise die Gemälde „Altmännerhaus“, „Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus“ und die „Schusterwerkstatt“, die auf der Austellung im Pariser Salon grossen Erfolg erzielten. Die beiden letzten Bilder werden sogar vom Kunstsammler Faure käuflich erworben. Im selben Jahr, 1882, reist Liebermann nach Holland und malt das berühmte Bild „Der Weber“. Ausserdem wird im die Ehre zuteil, als mietglied in den Pariser „Cercle des XV“ aufgenommen zu werden.
1883 entstehen die Studien zum „Münchner Biergarten“. Das Ölgemälde wird schon ein Jahr später im Pariser Salon ausgestellt. Im selben Jahr vermählt sich Liebermann in Berlin, die Münchner Jahre sind damit beendet.
Es folgt eine weitere Reise nach Holland, die „Judengasse in Amsterdam“ entsteht und Liebermann macht die Bekanntschaft von Anton Mauve.
1
1885 ist der „Münchner Biergarten“ Teil der Weltausstellung in Antwerpen. Der Maler wird Mitglied im Verein Berliner Künstler und erhält 1888, reichlich verspätet, eine erste offizielle Anerkennung in seiner Heimat - die Kleine Goldene Medaille für „Stille Arbeit“. Ein Jahr später vollendet er die „Netzflickerin“ und die „Frau mit Ziege“, für das er drei Jahre später die Grosse Goldene Medaille erhält. Das Bild wird auf einer grossen Einzelausstellung beim Münchner Kunstverein durch die Neue Pinakothek erworben, wo es noch heute zu sehen ist.
Liebermann knüpft in den folgenden Jahren Kontakte zu Hugo von Tschudi und Whistler. Er unternimmt Reisen nach London und Paris und hält sich mehrfach in Holland auf. Im Jahre 1897 wird Liebermann grosse öffentliche Anerkennung zuteil, als ihm zu Ehren eine Sonderausstellung an seinem 50. Geburtstag in Berlin gezeigt wird. 1899 wird Liebermann Präsident der neugegründeten Berliner Secession. Der Maler unternimmt in den folgenden Jahren mehrere Reisen nach Italien und Holland und siedelt im Jahr 1910 in sein neues Haus in Wannsee bei Berlin um. Sowohl anlässlich des 60. als auch des 70. und 80. Geburtstages wird Liebermanns Bedeutung durch grosse Einzelausstellungen gewürdigt. 1913 verlässt der Künstler zusammen mit seinen Kollegen Barlach, Beckmann, Kollwitz und Pechstein die Berliner Secession und tritt zur „Freien Secession“ über. Unter dem Regiem der Nationalsozialisten tritt Liebermann 1933 aus der Akademie der Künste aus und legt seine Ehrenpräsidentschaft nieder. 1935 stirbt Max Liebermann im Alter von 88 Jahren in seinem Geburtsort Berlin. 1
2 Beschreibung des Werkes
2.1 Allgemeine Daten
Das Bild "Münchner Biergarten" von Max Liebermann ist 94,5 cm hoch und 68,5 cm breit, verwendet wurde Ölfarbe, der Untergrund ist Holz. Das Ölbild kann dank der Signatur "M. Liebermann" in der linken unteren Bildecke und dem Monogram M.L. im zum Gruß gehobenen Hut eines Mannes 2 eindeutig Max Liebermann zugeschrieben werden.
1
Zu Kapitel 1 siehe Lenz, Christian: Max Liebermann: "Münchner Biergarten", München 1986, S. 128ff.
2
Der Mann befindet sich im "Münchner Biergarten" im Mittelgrund rechts, stehend und ist mit zwei anderen Personen im Gespräch. Möglicherweise handelt es sich um den Künstler selbst.
2
Quote paper:
Elisabeth Falgner, 1999, Max Liebermann, Münchner Biergarten, 1884, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Max Liebermann - Untersuchender Vergleich: „Der Weber“(1882) - „Judeng...
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