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Ein Finanzierungsmodell: Finanzierung aus Gebühren und Abgaben

Title: Ein Finanzierungsmodell: Finanzierung aus Gebühren und Abgaben

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elisabeth Falgner (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
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Seit Januar 2001 wurden die Rundfunkgebühren um monatlich 3,33 DM auf 31,58 DM in Deutschland angehoben. Sehr zum Ärger vieler Rundfunkgerätebesitzer. Warum überhaupt müssen in Deutschland Rundfunkgebühren bezahlt werden? Wer legt dies fest? Wie funktioniert das sogenannte Finanzierungsmodell aus Gebühren und Angaben? Ist es sinnvoll, welche Schwächen und Defizite zeigen sich? Bieten sich andere Modelle für die Zukunft des Rundfunksystems in Deutschland an?
In meiner Arbeit möchte ich versuchen, diese Fragen zu klären. Ich werde mich aus Zeit- und Platzgründen auf die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks konzentrieren. Das zweite bestehende Finanzierungsmodell aus Werbemitteln zu diskutieren, würde vom Umfang eine weitere, diese hier gut ergänzende Arbeit bedeuten. Ich werde darstellen, wie sich das heutige Finanzierungsmodell aus Gebühren und Abgaben historisch entwickelt hat. Dies halte ich für notwendig, um bestehende Strukturen im Rundfunk wie das duale System und seine Finanzierung zu verstehen, um dann mögliche Lösungen für Probleme zu erarbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GESCHICHTE DES FINANZIERUNGSMODELLS

2.1 1.PHASE BIS 1945

2.2 2.PHASE NACH 1945

2.3 3.PHASE AB 1968

2.4 ZWISCHENFAZIT

3 FINANZIERUNG DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN RUNDFUNKS

3.1 GELDQUELLEN UND FINANZBESCHAFFUNG

3.2 FESTLEGUNG DER GEBÜHRENHÖHE

3.3 URSACHEN FÜR ERHÖHUNG

3.4 FESTLEGUNG DER EINNAHMENVERTEILUNG

3.5 ZWISCHENFAZIT:

4 ZUKUNFT DES GEBÜHRENFINANZIERUNGSMODELLS

4.1 AKTUELLE PROBLEMATIK:

4.2 ZWISCHENLÖSUNGEN

4.3 UNGELÖSTE PROBLEME

4.4 LÖSUNGSANSÄTZE

5 FAZIT

6 LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, analysiert dessen historische Entwicklung sowie die aktuelle Problematik stagnierender Einnahmen und steigender Kosten. Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit des Gebührenmodells vor dem Hintergrund des dualen Systems zu bewerten und die Notwendigkeit sowie mögliche Ansätze für zukünftige Reformen zu diskutieren.

  • Historische Phasen der Rundfunkgebührenfinanzierung
  • Mechanismen der Gebührenfestlegung durch die KEF
  • Verteilung der Einnahmen und der horizontale Finanzausgleich
  • Konkurrenzsituation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern
  • Zukunftsperspektiven und Lösungsansätze für das Finanzierungsmodell

Auszug aus dem Buch

3.1 Geldquellen und Finanzbeschaffung

Diese Rundfunkgebühr, die sich aus Hörfunkgebühr und Fernsehgebühr zusammensetzt, muss für die reine Bereithaltung eines Empfangsgerätes bezahlt werden. Diese Gebühr muss jeder Fernseh- und/oder Radiobesitzer in Deutschland entrichten. Das gilt auch dann, wenn er das Fernseh- bzw. Hörfunkprogramm der öffentlich-rechtlichen Anbieter überhaupt nicht nutzt, entschied das Bundesverfassungsgericht (BVG) 1994. Das Geld aus der Rundfunkgebühr ist nach wie vor die Haupteinnahmequelle des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Die Erträge beliefen sich im Jahr 1999 auf rund 8700 Millionen DM insgesamt und machen damit den Löwenanteil, nämlich 80,8 Prozent der Brutto-Gesamterträge aus. Das ist eine Steigerung von etwas über zwei Prozent, die aber hauptsächlich auf die intensiven Werbe- und Mahnaktivitäten der GEZ zurückzuführen sind.

Die öffentlich-rechtlichen Anbieter finanzieren sich unter anderem noch über Werbeeinnahmen (4 Prozent der Gesamterträge) und die Lizenzvergabe an Private, Kapitalanlagen, Fonds, etc. (zusammen 15,2 Prozent der Gesamterträge). Die Werbeerträge ließen sich 1999 nur geringfügig steigern, nämlich um 0,6 Prozent auf 85 Millionen DM. Als Gründe sind wohl die rechtlichen Restriktionen für Programme der Öffentlich-Rechtlichen Anstalten in punkto Werbung zu nennen und das Preisdumping der Privaten in der gemeinsamen Werbezeit vor 20 Uhr im Fernsehen. Kritiker befürchten, dass die LRFA, um möglichst viel Geld auf diesem Wege herauszuschlagen, die Lizenzen an den meistbietenden Bewerber versteigern, anstatt dem inhaltlich besten Konzept eine Chance zu bieten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Relevanz der Rundfunkgebührenfinanzierung ein und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Modells.

2 GESCHICHTE DES FINANZIERUNGSMODELLS: Dieses Kapitel zeichnet die drei wesentlichen Entwicklungsphasen der Gebührenfinanzierung in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart nach.

3 FINANZIERUNG DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN RUNDFUNKS: Hier werden die Mechanismen der Finanzbeschaffung, die Rolle der KEF sowie das System des horizontalen Finanzausgleichs zwischen den Anstalten detailliert erläutert.

4 ZUKUNFT DES GEBÜHRENFINANZIERUNGSMODELLS: Das Kapitel analysiert aktuelle Herausforderungen wie Marktsättigung und Konkurrenzdruck und prüft potenzielle Lösungsansätze.

5 FAZIT: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass trotz Defiziten das Gebührenmodell weiterhin essentiell für den Rundfunkauftrag ist.

6 LITERATUR: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Rundfunkgebühren, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Finanzierungsmodell, KEF, GEZ, duales System, Grundversorgungsauftrag, Finanzausgleich, Rundfunkstaatsvertrag, Medienpolitik, Werbeeinnahmen, Gebührenfestlegung, Rundfunkanstalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das deutsche Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und untersucht, wie die Finanzierung durch Gebühren und Abgaben funktioniert und welche Herausforderungen dabei bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung des Modells, die Mechanismen der Einnahmenverteilung, die Rolle der Gebühreneinzugszentrale sowie die kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Finanzlage und den Konkurrenzverhältnissen zum Privatfernsehen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Funktionsweise der Gebührenfinanzierung zu klären, ihre Schwächen und Defizite aufzuzeigen und zu prüfen, ob alternative Modelle für die Zukunft des deutschen Rundfunksystems eine tragfähige Basis bieten könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die durch die Auswertung aktueller Fachpublikationen, Staatsverträge und relevanter Gerichtsurteile gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Finanzierungsphasen, eine detaillierte Analyse der Geldquellen und Verteilungsstrukturen (horizontaler Finanzausgleich) sowie eine Diskussion der Zukunftsfähigkeit angesichts der Problematiken im dualen System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rundfunkgebühren, Grundversorgungsauftrag, KEF, Finanzausgleich, medienpolitische Unabhängigkeit und duales Rundfunksystem charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Unabhängigkeit der KEF?

Die Autorin äußert Zweifel an der vollständigen Unabhängigkeit der KEF, da die Besetzung politisch beeinflusst sein kann und die Gremien letztlich durch die öffentlich-rechtlichen Sender selbst finanziert werden.

Warum ist das Finanzierungsmodell laut der Autorin trotz Mängeln schützenswert?

Die Autorin argumentiert, dass das Gebührenmodell trotz Schwächen seit über 50 Jahren sicherstellt, dass ein pluralistisches Programm existiert, das unabhängig von rein kommerziellen Interessen der Informations- und Unterhaltungsversorgung dient.

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Details

Title
Ein Finanzierungsmodell: Finanzierung aus Gebühren und Abgaben
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Hauptseminar: Kommunikationspolitik
Grade
1,7
Author
Elisabeth Falgner (Author)
Publication Year
2001
Pages
28
Catalog Number
V9060
ISBN (eBook)
9783638158701
Language
German
Tags
Finanzierungsmodell Finanzierung Gebühren Abgaben Hauptseminar Kommunikationspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Falgner (Author), 2001, Ein Finanzierungsmodell: Finanzierung aus Gebühren und Abgaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9060
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