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Terror im Namen Allahs

Islamismus und seine Hintergründe

Titel: Terror im Namen Allahs

Seminararbeit , 2008 , 19 Seiten

Autor:in: Benjamin Reimold (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Terrorismus hat sich in den letzten Jahren verändert. Von seinem Ursprung her war der
Terrorismus meist religiös geprägt. Doch hatte sich dies in der Vergangenheit gewandelt. Der
Terror ging noch vor vierzig oder dreißig Jahren hauptsächlich von links- oder rechtsradikalen
Gruppierungen aus, oder er war nationalistisch-extremistisch geprägt. Doch ist die Zeit des
säkularen Terrors scheinbar vorbei und der religiöse Terror längst wieder auf dem Vormarsch.
Dies ist nicht erst seit dem 11. September deutlich geworden. Die Ausmaße sind enorm,
beispielsweise hat er In Algerien Zehntausenden Menschen das Leben gekostet. Momentan wird
hauptsächlich davon ausgegangen, dass religiöser Terror vom Islam ausgeht. Der derzeitig viel
verwendete Begriff des „internationalen Terrorismus“ meint deshalb immer islamistischen
Terrorismus, nur will man das nicht offen aussprechen. Ja der Islam steht spätestens seit dem 11.
September unter dem Verdacht den Terrorismus zu fördern, da man von radikalen islamischen
Organisationen und Gruppen auf den ganzen Islam schließ. Dessen Vertreter betonen jedoch,
dass der Islam eine hochmoralische Religion sei, die Liebe predige und pluralistische, sowie
demokratische Merkmale aufweise. Des weiteren sei das Wiedererstehen des religiösen
Fundamentalismus ein weltweites Phänomen und der Westen sei nur auf der Suche nach einem
Feindbild.
Für die blutigen Anschläge sind sogenannte islamistische Organisationen und Gruppierungen
verantwortlich. Sie haben in der Regel mit dem Islam nur wenig zu tun, da sie ihn für ihre
Zwecke missbrauchen. Die Mehrheit der Muslime distanziert sich von ihrem Vorgehen. Ich
möchte im Folgenden untersuchen, weshalb solche Gruppierungen entstehen und was sie
antreibt. Fundamentalismus:
Den Fundamentalismus gibt es in allen Religionen. Er ist keineswegs nur auf den Islam
beschränkt. Die Fundamentalisten berufen sich auf die jeweiligen heiligen Texte, auf die Wurzeln
ihrer Religion. Die Fundamentalismen der verschiedenen Religionen sind miteinander (bis zu einem gewissen Grad) vergleichbar. Sie sind Ausdruck eines globalen Phänomens. Für
Fundamentalisten befindet sich ihre Umwelt in einer Krisensituation, welche sie bekämpfen. Sie
empfinden sich dabei als Gotteskämpfer, die den Lauf der Geschichte verändern wollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsklärungen und Allgemeines

3. Die Wurzeln des Islamismus

3.1 Mögliche Gründe für die Entstehung von gewaltbereitem Islamismus

3.2 Islamistischer Terrorismus

3.3 Gewaltbereite Islamisten; - Selbstmordattentäter und Martyrium -

4. Die Bedeutung des Dschihad

5. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe des gewaltbereiten Islamismus, um zu verstehen, wie und warum terroristische Gruppierungen entstehen, die sich auf den Islam berufen. Dabei wird insbesondere beleuchtet, welche Rolle sozioökonomische Faktoren, politische Krisen und die Interpretation religiöser Begriffe wie "Dschihad" spielen.

  • Ursachen und Entstehungshintergründe des Islamismus
  • Die Rolle des Dschihad in der islamischen Lehre und dessen Politisierung
  • Psychologische und soziale Faktoren bei der Rekrutierung von Selbstmordattentätern
  • Das Verhältnis zwischen westlichen Einflüssen und islamischen Identitätskrisen

Auszug aus dem Buch

3. Die Wurzeln des Islamismus

Die Wurzeln gewaltbereiter islamistischer Gruppen reichen wohl sehr weit zurück. Ihren Ursprung bilden vermutlich die 1080 von Hassan - i Sabbah (der Alte vom Berg) gegründeten Assassinen (Haschischesser). Diese Assassinen galten zu ihrer Zeit als eine Art Geheimbund. Besonders bekannt waren sie für ihre Meuchelmorde. Ihre Mitglieder durften alles tun, was der angeblichen „höheren Ordnung“ entsprach. Durch ihre Meuchelmorde erlangten sie eine gewisse Macht und wurden gefürchtet. Der Name der Assassinen leitet sich wohl daher ab, dass sie neue Mitglieder mit Haschisch betäubten. Danach brachte man sie in eigens dafür angelegte Gärten, die auf Grundlage des Korans dem dort beschriebenen Paradies nachgestaltet wurden. In diesen Gärten wurde den Rekruten für kurze Zeit jeder sinnliche Wunsch erfüllt. Später betäubte man sie erneut mit Haschisch. Nach dem Erwachen sagte man ihnen, falls sie durch eine Aufgabe der Assassinen als Märtyrer den Tod finden sollten, so würden sie auf ewig diese Freuden im Paradies erleben dürfen. Es wird behauptet, dass diese Vorgehensweise die jungen Männer dazu brachte, jede Aufgabe zu erfüllen. Dieser blinde Gehorsam, ist auch heute noch für Mitglieder islamischer „Terrorgruppen“ charakteristisch. 1256 wurden die Assassinen von den Mongolen vernichtet.

Zu einer Verfestigung des Islamismus trugen wohl auch die christlichen Kreuzzüge im 11. bis 13. Jahrhundert bei. Sie verstärken das Misstrauen gegen die westliche, christlich – jüdische Welt bis heute. Zumindest wird auf sie von Seiten der Islamisten immer wieder Bezug genommen. Man glaubt damit begründen zu können, dass westliche Staaten in islamische Länder auch heute noch eindringen wollen, wenn auch nicht mit Waffengewalt, sondern durch andere Einflussnahmen. So bezeichnet beispielsweise Osama bin Laden die „Kreuzfahrer und Zionisten“ als den wahren Feind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung thematisiert die Transformation des Terrorismus von säkularen zu religiös motivierten Formen und hinterfragt die Instrumentalisierung des Islam durch radikale Gruppierungen.

2. Begriffsklärungen und Allgemeines: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Fundamentalismus, Islamismus und Terrorismus, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Die Wurzeln des Islamismus: Hier werden historische Ursprünge, die Rolle der Kreuzzüge sowie soziopolitische Faktoren wie Modernisierungskrisen und Arbeitslosigkeit als Nährboden für Islamismus beleuchtet.

3.1 Mögliche Gründe für die Entstehung von gewaltbereitem Islamismus: Es wird analysiert, wie gescheiterte Modernisierungsprozesse, Armut und das Gefühl der Fremdbestimmung die Entstehung radikaler Bewegungen begünstigen.

3.2 Islamistischer Terrorismus: Dieser Abschnitt behandelt die Ideologie und Zielsetzung gewaltbereiter Gruppen, insbesondere den Wunsch nach einem Gottesstaat und das dualistische Weltbild.

3.3 Gewaltbereite Islamisten; - Selbstmordattentäter und Martyrium -: Die Analyse konzentriert sich hier auf die Rekrutierungsmotive junger Menschen und die soziologische Rolle von Märtyrertum und Selbstmordattentaten.

4. Die Bedeutung des Dschihad: Es erfolgt eine differenzierte Untersuchung des Dschihad-Begriffs, der historisch zwischen friedlicher Anstrengung und gewaltsamer Auseinandersetzung variiert.

5. Abschlussbetrachtung: Das Fazit fordert einen intensiveren Dialog zwischen westlicher und islamischer Welt sowie eine bessere politische Unterstützung der betroffenen Länder zur Bekämpfung der Ursachen von Radikalisierung.

Schlüsselwörter

Islamismus, Terrorismus, Dschihad, Fundamentalismus, Martyrium, Selbstmordattentäter, Koran, Scharia, Radikalisierung, Globalisierung, Identitätskrise, Nahostkonflikt, Muslimbruderschaft, Religion, Politik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Hintergründen von Terrorismus, der unter dem Deckmantel des Islam praktiziert wird, und analysiert die Ursachen für die Entstehung islamistischer Gruppierungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Fundamentalismus und Islamismus, die sozioökonomischen Gründe für Radikalisierung, die Rolle des Dschihad und die Rekrutierung von Selbstmordattentätern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, warum Menschen sich radikalen Gruppierungen anschließen und welche Faktoren diesen Prozess fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Perspektiven und Definitionen rund um den Komplex Terrorismus und Islamismus zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen (Wurzeln des Islamismus), soziologische Erklärungen für Radikalisierungsprozesse und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Dschihad.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Islamismus, Dschihad, Fundamentalismus, Radikalisierung und den soziopolitischen Kontext arabischer Staaten charakterisieren.

Wie unterscheidet die Arbeit den "großen" und den "kleinen" Dschihad?

Der "große Dschihad" wird als innerer Kampf gegen persönliche Laster definiert, während sich der "kleine Dschihad" auf den nach außen gerichteten Kampf (auch mit Waffen) bezieht, der von Extremisten politisiert wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Prävention?

Der Autor schließt, dass westliche Staaten zur Bekämpfung des Terrorismus nicht nur militärisch oder politisch agieren sollten, sondern die betroffenen Länder bei der Beseitigung von Armut und Perspektivlosigkeit unterstützen müssen.

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Details

Titel
Terror im Namen Allahs
Untertitel
Islamismus und seine Hintergründe
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe  (Evangelische Theologie)
Autor
Benjamin Reimold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V90622
ISBN (eBook)
9783638048217
ISBN (Buch)
9783640204649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terror Namen Allahs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Reimold (Autor:in), 2008, Terror im Namen Allahs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90622
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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