Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
1 INSTITUTIONELLE VORAUSSETZUNGEN 1
1.1 RÄUMLICHE GEGEBENHEITEN 1
2 INDIVIDUELLE VORAUSSETZUNGEN DER SCHÜLER 1
2.1 ZUSAMMENSETZUNG UND SOZIALES KLIMA DER KLASSE 1
2.2 ALLGEMEINE LERNVORAUSSETZUNGEN 2
2.3 INHALTSPEZIFISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN 2
2.4 METHODEN UND RITUALE 2
3 SACHANALYSE 3
3.1 RHYTHMUSFÄHIGKEIT 3
4 VERANKERUNG IM RAHMENPLAN 4
5 ÜBERBLICK ÜBER DIE UNTERRICHTSEINHEIT 5
6 DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG 5
6.1 BEDEUTUNG DES LERNGEGENSTANDES FÜR DEN LERNENDEN 5
6.2 LEHRPLANBEZUG 5
6.3 UNTERRICHTLICHER KONTEXT 6
7 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 6
7.1 ZERLEGUNG DES BEWEGUNGSABLAUFES 7
7.2 INDUKTIVES VERFAHREN 7
8 LITERATURVERZEICHNIS 1
9 ANHANG 2
9.1 VERLAUFSPLANUNG 2
9.2 HALLENPLAN 4
Unterrichtsbesuch
1 Institutionelle Voraussetzungen
Der Unterrichtsvormittag ist in Unterrichtsstunden von je 45 bzw. 40 Minuten strukturiert. Eine individuelle Gestaltung mit kürzeren oder längeren Lernzeiten ist jedoch im Klassenlehrerunterricht möglich, da das Pausensignal nur im 90 Minutentakt ertönt. Der Sportunterricht wird in den ersten beiden Jahrgängen in Zeiteinheiten von je zwei Einzelstunden und einer Bewegungsstunde erteilt, die sich über die Schulwoche verteilen. Somit wird eine Bewegungserziehung an mehreren Tagen ermöglicht. 1
1.1 Räumliche Gegebenheiten
Die Sporthalle befindet sich auf dem Schulgelände und ist direkt mit diesem verbunden. Die Größe der Halle beträgt ungefähr 10m x 20m. Spielfeldmarkierungen für Handball, Basketball, Volleyball, Fußball sind vorhanden, sowie ein Geräteraum mit Schwingtor, eine Uhr, zwei Umkleideräume mit Zugang zu Dusch- und Waschräumen, Erste-Hilfe-Material und einem Telefon im Lehrerumkleideraum. Die unmittelbare Nähe der Turnhalle ermöglicht einen schnellen Wechsel aus dem Klassenraum in die Halle und umgekehrt. Dadurch wird die reine Bewegungszeit optimiert.
2 Individuelle Voraussetzungen der Schüler
2.1 Zusammensetzung und soziales Klima der Klasse
Die Klasse 2b setzt sich aus 22 Kinder, zwölf Mädchen und zehn Jungen aus den Jahrgängen 1998 bis 2000, zusammen. Das Klassenbild ist multikulturell geprägt. Die Lerngruppe besteht weitgehend in dieser Zusammensetzung seit dem Schuleintritt. Das Sozialverhalten der Schüler und deren Lern- und Arbeitsbereitschaft sind aufgrund der äußeren Umstände zufrieden stellend. Die Schüler haben Freude an der Bewegung und begegnen dem Unterrichtsfach Sport mit großer Begeisterung. Sie vergessen selten ihre Sportsachen, achten meist selbstständig darauf ihren Schmuck abzulegen und möchten ungern vom Unterricht ausgeschlossen werden. Außerdem beteiligen sie sich interessiert am Unterrichtsgeschehen, sind gut zu motivieren und können an sie gestellte Bewegungsaufgaben konzentriert lösen. Auch im Pausenverhalten äußert sich der hohe Bewegungsdrang der Schüler. Sie sind ständig in Bewegung und probieren häufig neue Bewegungsabläufe aus, ob mit Springseilen auf dem Pausenhof oder Bällen auf dem Bolzplatz. Die Lerngruppe ist diszipliniert. Die Schüler reagieren gut auf akustische und visuelle Signale, wie z.B. Klangstab, Pfiff und verschiedene Handzeichen. Auch im Umkleide- und Waschraum entstehen für die Lehrperson keine Aufsichtsprobleme. Die Mehrzahl der Schüler arbeitet aufmerksam mit und verhält sich gegenüber ihren Mitschülern freundlich.
1 Siehe Rahmenplan Grundschule, S.224
1
Unterrichtsbesuch
Dennoch gibt es auch hier Ausnahmen. Auffällig verhalten sich XXX.
2.2 Allgemeine Lernvoraussetzungen
Insgesamt bringen die meisten Schüler motorische Voraussetzungen aus dem Handlungsbereich Spielen in Form von Ausdauer und Gewandtheit mit. Auch Grunderfahrungen im Umgang mit dem Seil wurden im letzten Halbjahr gesammelt und im Hinblick auf die Thematik der Unterrichtseinheit erprobt. 2 Dennoch treten bei einigen Kindern große Probleme beim Seilspringen bzgl. der Bewe-gungskoordination auf. Sie können weder das Seil durchgängig noch gleichmäßig schwingen und es fällt ihnen schwer, seitlich die Arme zu kreisen und dabei gleichzeitig rhythmisch zu springen. Auch die Koordination beim Seilspringen bereitet große Schwierigkeiten, da die Schüler oft nur unzureichend einschätzen können, wann sie vom Boden abspringen sollen. Oftmals ist ihre Reaktionszeit viel zu langsam.
Speziell 1 hat massive Probleme im Umgang mit dem Seil. Sie kann die Bewegungsanweisung nicht umsetzen und versucht sich dem Unterrichtsgeschehen zu entziehen. Auch 2 und 3, die eigentlich sehr gute Sportler sind, bereitet das Seilspringen Schwierigkeiten. 4, 5, 6 ebenfalls. Diese sind jedoch bemüht den Umgang mit dem Seil zu lernen.
2.3 Inhaltspezifische Lernvoraussetzungen
Die Schüler müssen bereits Erfahrungen mit dem Spielgerät Seil gesammelt haben, damit sie von Vorstellung des Bewegungsablaufs im Umgang mit dem Seil Gebrauch machen können. Außerdem muss den Schülern der Umgang mit dem Seil vertraut sein, um vielfältige Bewegungsabläufe mit dem Seil auszuprobieren und zeigen zu können. Zudem müssen die Schüler die Bewegungs-koordination des Seilspringens in Ansätzen beherrschen, damit sie auch paar- oder gruppenweise Sprünge mit dem Seil demonstrieren können. Ferner müssen die Schüler über entsprechende Fachterminologie verfügen und unter deren Zuhilfenahme ihren Bewegungsablauf verbalisieren.
2.4 Methoden und Rituale
Zu Beginn des Unterrichts begrüßen sich Lerngruppe und LiV innerhalb der Halle im Sitzkreis. Die Schüler bekommen einen Einblick, was sie diese Stunde erwartet und dürfen ggf. Wünsche äußern. Im Steh- oder Sitzkreis werden Informationen ausgetauscht, bestimmte Handlungen reflektiert und die Stunde beendet. Zur Schonung der Stimme arbeite ich im Sportunterricht mit visuellen und akustischen Signalen, z.B. Handzeichen, Mimik und Gestik sowie der Pfeife. Diese Regeln wurden im ersten Schuljahr angebahnt und müssen immer Mal wieder zu Anfang des Unterrichts wiederholt werden. Das gilt auch für die Pfeifzeichen. Handzeichen und Pfiff bedeutet das Zusammenkommen im Sitz- oder Stehkreis. Bei Pfiff ohne ein Handsignal bleiben alle auf der Stelle ste- 2 HandlungsbereichLaufen-Springen-Werfen
2
Unterrichtsbesuch
hen bleiben, halten das Spielgerät fest und warten auf Anweisung. Diese Regelung wird zusätzlich durch das sog. Ampelsystem verschärft, z.B. durch die gelbe (Verwarnung, Aussetzen) und rote Karte (Post nach Hause).
3 Sachanalyse
Seilspringen ist eine Sportart aus dem Bereich Gymnastik und Turnen, bei der ein Seil verwendet wird, durch das der Seilspringer kunstvoll oder möglichst schnell hindurch springt. Einst als Kinderspiel bekannt, hat sich Seilspringen mittlerweile zu einer Wettkampfsportart entwickelt. Beim Einzelspringen hat jeder Springer ein eigenes Seil. Außer dem normalen, beidbeinigen Springen (ea- syjump) und dem Laufschritt sind Mehrfachdurchschläge und eine große Zahl verschiedener Tricksprünge möglich. Das Seilspringen erfordert von den Kindern ein hohes Maß an Kondition und Koordination. „Koordination ist das harmonische Zusammenwirken von Sinnesorganen, peripherem und zentralen Nervensystem (ZNS) sowie der Skelettmuskulatur. Sie bewirkt, dass die Impulse innerhalb eines Bewegungsablaufs zeitlich, stärke- und umfangsmäßig aufeinander abgestimmt die entsprechenden Muskeln erreichen.“ 3 Die Abstimmung erfolgt durch den wahlweisen Einsatz von erregenden und hemmenden Impulsen. Das Seilspringen ermöglicht diesen wahlweisen Einsatz. Beim „Umgang mit verschiedenartigen Handgeräten“ spielen, wie o. g. die koordinativen Fähigkeiten eine besondere Rolle. Der Bewegungssteuerungsprozess verläuft stets in ähnlicher Art und Weise. Ganz gleich in welchen Situationen, ob beim Turnen an Geräten, beim Springen mit dem Seil oder beim Ausrutschen am Bordstein. In der Wiederholung und Variation von Bewegungsanforderungen verfestigt sich die Qualität der Bewegungsabläufe. Sie werden zu Fähigkeiten. 4 Aus diesem Grund ist in der Praxis die Vervollkommnung der koordinativen Fähigkeiten nicht vom Erlernen der motorischen Fertigkeiten zu trennen. Zu den fundamentalen koordinativen Fähigkeiten zählen die kinästhetische Differenzierungsfähigkeit, die räumliche Orientierungsfähigkeit sowie die Reaktions-, Rhythmus- und Gleichgewichtsfähigkeit. Es werden in der gezeigten Stunde alle koordinativen Fähigkeiten angesprochen. Insbesondere ist jedoch die Rhythmusfähigkeit hervorzuheben.
3.1 Rhythmusfähigkeit
„Unter Rhythmusfähigkeit wird die Fähigkeit des Erfassens, Speicherns und Darstellens einer vorgegebenen oder im Bewegungsablauf enthaltenen zeitlich-dynamischen Gliederung verstanden.“ 5 Grundsätzlich hat jede Bewegung ihren eigenen Rhythmus. Die Bewegungsfähigkeit wächst mit dem Erfassen und Umsetzenkönnen des Rhythmus in der Bewegung. Der Rhythmus wirkt ordnend und gliedernd auf die Bewegung. Eine Möglichkeit die Rhythmusfähigkeit zu fördern bieten
3 vgl. Butte, A. & Stündl, H. (2000), S.66
4 vgl. ebd., S.67
5 vgl. ebd. S.76
3
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Stephanie Müller, 2007, Unterrichtsstunde: Sportunterricht - Springseil, Munich, GRIN Publishing GmbH
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