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Die Agency-Theorie

Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrischer Informationsverteilung

Titel: Die Agency-Theorie

Hausarbeit , 2004 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Janina Beck (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein wichtiger Faktor der betrieblichen Arbeit ist es, Aufgaben an die richtigen Menschen delegieren zu können. In jedem Unternehmen gibt es Aufgaben die nicht vom Eigentümer persönlich übernommen werden können. Dieses Problem kommt vor allem bei Aktiengesellschaften zum tragen, da die Aktionäre, also die Eigentümer, in der Regel nicht am Tagesgeschäft des Unternehmens teilhaben. Hier werden also Vorstände, oder in anderen Gesellschaftsformen Geschäftsführer eingesetzt, die sich um die Geschäfte und die Produktivität der Unternehmung kümmern.

An dieser Stelle entsteht das Problem, dass in dieser Arbeit behandelt wird: Die Eigentümer (z.B. die Aktionäre) sind an der Rentabilität und der Gewinnausschüttung des Unternehmens interessiert. Im Gegensatz dazu gilt das Interesse des Vorstands oder des Geschäftsführers vor allem seinem eigenen Gehalt, was er in der Regel auch erhält, wenn sich das Unternehmen schlechteren Zeiten gegenübersieht. In anderen Fällen kommen großzügige Abfindungen ins Spiel, die in den letzten Jahren an wenig erfolgreiche Manager gezahlt wurden um sie vorvertraglich zu entlassen. Durch den dadurch entstehenden fehlenden Anreiz und den Motivationsverlust ergeben sich Interessenunterschiede zwischen den Parteien.
Ein weiteres Problem entsteht durch ungleich verteilte Informationen. Der Geschäftsführer oder Manager hat in den meisten Fällen einen Informationsvorsprung gegenüber dem Eigentümer. Er ist voll in das Tagesgeschäft eingebunden und kennt alle Transaktionen und Vorgänge. Ganz im Gegensatz zum Eigentümer: er ist auf die Informationen, die er von seinen Angestellten erhält, angewiesen und kann sie oft auch schlecht überprüfen. Hier entsteht die Gefahr der asymmetrischen Informationsverteilung.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Probleme solcher Vertragsbeziehungen aufzudecken, und gleichzeitig anhand der Agency-Thoerie Lösungsansätze zu gewinnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE PRINCIPAL-AGENT-BEZIEHUNG

2.1 GRUNDZÜGE DER BEZIEHUNG

2.2. CHARAKTERISIERUNG DER VERHALTENSMERKMALE

2.3. UMWELTBEDINGUNGEN

3. FORMEN ASYMMETRISCHER INFORMATIONSVERTEILUNG

3.1. HIDDEN CHARACTERISTICS

3.2. HIDDEN INFORMATION

3.3. HIDDEN ACTION

3.4. HIDDEN INTENTION

4. VERTRAGSGESTALTUNG ALS ÖKONOMISCHES PROBLEM

4.1. AGENCY-KOSTEN ALS VORTEILHAFTIGKEITSKRITERIUM

4.2. ELEMENTE DER VERTRAGSGESTALTUNG

4.3. DIE VERTRAGLICHE EINBEZIEHUNG VON „GOVERNANCE MECHANISMS“

4.3.1. Anreizmechanismus

4.3.2. Kontrollmechanismus

4.3.3. Informationsmechanismus

5. ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN DER AGENCY-THEORIE

5.1 SIGNALLING

5.2 SCREENING (SELF SELECTION)

5.3 INTERESSENAUSGLEICH MITTELS GEEIGNETER INSTITUTIONEN

5.4 MONITORING

5.5 INSTITUTIONELLE INTEGRATION

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Vertragsbeziehungen zwischen Auftraggebern (Prinzipale) und Auftragnehmern (Agenten) unter der Bedingung asymmetrischer Informationsverteilung. Ziel ist es, die daraus resultierenden Interessenkonflikte und ökonomischen Herausforderungen aufzudecken sowie fundierte Lösungsansätze auf Basis der Agency-Theorie aufzuzeigen, um effiziente Vertragsgestaltungen zu ermöglichen.

  • Grundlagen und Verhaltensannahmen der Agency-Theorie
  • Typologien asymmetrischer Informationsverteilung (z.B. Hidden Action, Hidden Characteristics)
  • Analyse von Agency-Kosten und deren Komponenten
  • Instrumente der Vertragsgestaltung und Governance-Mechanismen
  • Anwendungsmöglichkeiten wie Signalling, Screening und Monitoring zur Risikominimierung

Auszug aus dem Buch

3.1. HIDDEN CHARACTERISTICS

„Hidden characterisitcs liegen vor, wenn der Principal unveränderliche (oder zumindest nicht mehr kostenlos veränderbare) Eigenschaften, die sich auf den Agent selbst oder auf die von diesem angebotene Leistung beziehen können, ex ante, d.h. vor dem eigentlichen Vertragsabschluss, nicht kennt. Der Principal erfährt die wahren Eigenschaften erst ex post.“ Hier kann das Problem auftreten, dass der Principal einen Vertrag mit einem Agenten abschließt, den er bei Kenntnis der tatsächlichen Eigenschaften nicht in Erwägung ziehen würde. Verschweigt der Agent diese Eigenschaften (characteristics), kommt es zur Auswahl des unerwünschten Vertragspartners. Diesen Vorgang nennt man auch adverse selection. Diese Probleme könne zum Beispiel bei der Auswahl neuer Mitarbeiter oder der Kreditvergabe auftreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung der Aufgabenübertragung in Unternehmen und die daraus resultierende Interessen- sowie Informationsasymmetrie zwischen Eigentümern und Managern eingeführt.

2. DIE PRINCIPAL-AGENT-BEZIEHUNG: Dieses Kapitel definiert die grundlegende Beziehung zwischen Prinzipal und Agent und erläutert die verhaltensökonomischen Annahmen wie Nutzenmaximierung und Opportunismus.

3. FORMEN ASYMMETRISCHER INFORMATIONSVERTEILUNG: Hier werden die vier Kernkategorien der Informationsasymmetrie (Hidden Characteristics, Information, Action, Intention) detailliert differenziert.

4. VERTRAGSGESTALTUNG ALS ÖKONOMISCHES PROBLEM: Das Kapitel analysiert die Entstehung von Agency-Kosten und zeigt auf, wie durch Anreiz-, Kontroll- und Informationsmechanismen effizientere Verträge gestaltet werden können.

5. ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN DER AGENCY-THEORIE: Es werden praktische Instrumente zur Begrenzung von Verhaltensproblemen wie Adverse Selection oder Moral Hazard vorgestellt, darunter Signalling und Monitoring.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Abschließend wird resümiert, dass die Agency-Theorie zwar Schwachstellen aufdeckt und Lösungswege aufzeigt, eine verlustfreie First-best-Lösung in der Praxis jedoch kaum erreichbar ist.

Schlüsselwörter

Agency-Theorie, Principal-Agent-Beziehung, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Moral Hazard, Hold-up, Vertragsgestaltung, Agency-Kosten, Signalling, Screening, Opportunismus, Governance Mechanisms, Residualkosten, Nutzenniveau, Verhaltensannahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Herausforderungen in Auftragsbeziehungen, bei denen der Auftragnehmer (Agent) über einen Informationsvorsprung gegenüber dem Auftraggeber (Prinzipal) verfügt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Formen der Informationsasymmetrie, der Entstehung von Agency-Kosten und den Mechanismen zur Gestaltung effizienter Verträge.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Probleme in solchen Vertragsbeziehungen aufzuzeigen und durch die Agency-Theorie Lösungsansätze zu entwickeln, um opportunistisches Verhalten zu begrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf gängigen institutionenökonomischen Ansätzen und organisationswissenschaftlichen Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Beziehung, die Klassifizierung von Informationsproblemen und die Darstellung von Governance-Instrumenten zur Kostenoptimierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Principal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Agency-Kosten, Moral Hazard und Adverse Selection.

Was unterscheidet „Hidden Characteristics“ von „Hidden Action“?

Hidden Characteristics beziehen sich auf ex-ante vorhandene, verborgene Eigenschaften des Agenten vor Vertragsschluss, während Hidden Action das unbeobachtbare Verhalten des Agenten nach Vertragsschluss beschreibt.

Warum wird in der Arbeit von „Second-best-Lösungen“ gesprochen?

Da vollkommene Information in der Realität nicht erreichbar ist und die Kosten der Informationsbeschaffung (Agency-Kosten) den Nutzen schmälern, ist eine theoretisch optimale First-best-Lösung wirtschaftlich nicht umsetzbar.

Was ist das Ziel des „Signalling“ aus Sicht des Agenten?

Durch Signalling soll ein hochqualifizierter Agent seine Leistungsbereitschaft gegenüber dem Prinzipal nachweisen, um sich von weniger qualifizierten Mitbewerbern abzugrenzen.

Wie trägt „Monitoring“ zur Reduzierung von Moral Hazard bei?

Monitoring engt die Handlungsspielräume des Agenten ein, wodurch die Gefahr sinkt, dass dieser Ressourcen eigennützig nutzt („Shirking“).

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Details

Titel
Die Agency-Theorie
Untertitel
Die Principal-Agent-Beziehung bei asymmetrischer Informationsverteilung
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Note
1,7
Autor
Janina Beck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V91031
ISBN (eBook)
9783638042826
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Agency-Theorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Beck (Autor:in), 2004, Die Agency-Theorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91031
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Leseprobe aus  15  Seiten
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