Römische Aquädukte - Die Wasserversorgung in der Antike
von Oliver Schultze
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wasserverbrauch und Bedeutung
des Wassers im antiken Rom
3. Arten der Wasserversorgung
4. Wasserverteilung
5. Wasserentsorgung
6. Schlußbemerkung
7 Begriffserklärungen
8. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Seit jeher bildete Wasser die existentielle Grundlage allen Lebens und die unveräußerliche Voraussetzung des Produzierens, komfortablen Wohnens und kulturellen Erholens . Somit ist das Vorhandensein von Wasser eine wesentliche Voraussetzung für den Zusammenschluß mehrerer Menschen in Siedlungen aller Art.
Bis ca. 440 Jahre nach der Gründung Roms (bis rund 312 v. Chr.) gaben sich die Römer fast ausschließlich mit der Nutzung des Wassers zufrieden, das sie aus dem Tiber, aus Brunnen oder Quellen schöpften .
Als nach dem 2. Punischen Krieg die verarmte Landbevölkerung nach Rom wanderte und die Zahl der Sklaven infolge der Kriege im griechischen Osten stark anwuchs, vollzog die Stadt Rom im 2. Jahrhundert v. Chr. den entscheidenden Schritt zur Großstadt.
Dieser Wandel machte ein Umdenken hinsichtlich der Pflege und Kultivierung des Wassers erforderlich.
Dementsprechend beschäftigt sich diese Hausarbeit schwerpunktmäßig mit der Frage, welche Mittel und Wege zur Wasserversorgung des antiken Rom genutzt worden sind und welche Bedeutung Wasser für das gesellschaftliche Leben in der Stadt hatte. Im speziellen werde ich hinsichtlich der Wasserversorgung auf die Aquädukte eingehen und beantworten, warum der Stadt Rom die leistungsfähigste Wasserversorgungsanlage der Antike nachgesagt worden ist.
Berücksichtigung findet auch die Wasserverteilung innerhalb der Stadt sowie die Entsorgung der Schmutz- und Abwässer durch die sogenannten "Kloaken".
2. Wasserverbrauch und Bedeutung des Wassers im antiken Rom
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, wurde in der Zeit, als Rom noch eine relativ kleine Stadt war, der Wasserbedarf über den Tiber, über Brunnen und Quellen gedeckt. Mit dem stetigen Wachstum der Stadt war diese Art der Wasserversorgung aber nicht mehr ausreichend und es stieg der Bedarf nach frischem Trinkwasser, das nun künstlich herbeigeschafft werden mußte.
Über die naturgegebenen Bedürfnisse des Menschen hinaus wurde Wasser zudem mehr und mehr zu einer Bereicherung der menschlichen Lebensführung eingesetzt und führte zu einem luxuriösen bis gar prunkhaften Umgang mit dem Element Wasser.
Ausgangspunkt für diese Entwicklung waren u.a. die römischen Eroberungskriege, die zu eingreifenden ökonomischen Veränderungen führten. Die Kriege führten zu einer Vermehrung des Grundbesitzes der Römer, u.a. beruhend auf den Abgaben (Sklavenhandel, Gold, etc.) die nun in einem immer größeren Maße aus den besetzten Gebieten in die Stadt flossen. Aus diesem Grund wurde Rom mit der Zeit zum Zentrum eines ausgedehnten Außenhandels und damit zu einem bedeutenden Machtfaktor in der antiken Welt.
Nicht zuletzt konnte Rom nur deshalb zur Großstadt werden, weil seine politische Herrschaft ihm die Ressourcen eines gewaltigen Reiches zugänglich machte.
[...]
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Oliver Schultze, 2001, Römische Aquädukte - Die Wasserversorgung in der Antike, Munich, GRIN Publishing GmbH
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