Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1 Frühromanische Inschriften Kroatiens 3
2. Überlieferung der Inschrift 4
2.1 Die Inschrift 4
2.1.1 Aufbau der Inschrift 6
2.1.2. Die Datierung der Inschrift 8
2.2 Inhalt der Inschrift 8
2.3 Die Königin Helena und das kroatische Königshaus 9
2.4 Die Stiftung von St Marien und St Stephan 10
2.5 Vergleich mit anderen Inschriften 10
3. Zusammenfassung und Schluss 11
4. Quellen und Literaturverzeichnis 12
Abkürzungen 12
2 NA
1. Einleitung
1.1 Frühromanische Inschriften Kroatiens
Die frühmittelalterlichen lateinischen Inschriften in und an Sakralbauten bilden die erste Gruppe der bewahrten kroatischen Inschriften. Diese Inschriften konzentrieren sich auf die nördlichen Festlandstädte des byzantinischen Dalmatiens. 1 Besonders auf die Städte Zadar, Split und im geringen Maße auch Trogir und in einem Gebiet auf das Dreieck Nin – Knin –Solin bezogen, dem Kerngebiet des mittelalterlichen kroatischen Staates.
In den letzten Jahren haben sich vor allem Vedrana Delonga und Radoslav Katiþiü mit der Analyse der Inschriftentexte und ihrer Merkmale befasst. So stellt Delonga fest, dass in der Tradition spätantiken-frühchristlichen Epigraphik eine bestimmte Verwendung von Formeln vorherrscht. So fordert die Trpimir Inschrift aus Rižinice bei Solin die Betrachter auf: PRO DUCE TREPIME[ro ... ... prece] CHR(ist)O SU(b)MIT[tatis ... ... hab]ETE COLLA TREME[ntes ...]. Bringt für den Fürsten Trpimir Christus Gebete dar und beugt Eure Nacken mit Zittern. 2
So bezeugt diese Inschrift die christliche Frömmigkeit und herrschaftliche Repräsentation des Herrschers Trpimir (850-864). Von der Verteilung her, dominieren die lateinischen Inschriften im Früh -und Hochmittelalter, doch auch glagolitische und kyrillische sind zu finden.
1 Steindorff, L., Das mittelalterliche epigraphische Erbe Kroatiens. In: Hoffmann, L. M. (Hrg.) Zwischen Polis, Provinz und Peripherie. Beiträge zur byzantinischen Geschichte und Kultur. Wiesbaden 2005, 608. 2 2 Steindorff, L., Das mittelalterliche epigraphische Erbe Kroatiens, 610.
3
2. Überlieferung der Inschrift
Die Inschrift auf dem Sarkophag der Königin Helena (Tod 975) (Jelena) von Solin wurde 1898 von Frane Buliü während einer Ausgrabung Inschrift auf der Insel Otok im Fluss Jadro in der Nähe von Solin, neben der königlichen Residenz in der Nähe der Ruinen von Salona 3 , in den Ruinen der Kirche zu St. Stephan ausgegraben. Er entdeckte
90 Fragmente dieser Inschrift. Durch diesen Fund kann auch die Lage der alten Kirche
zu St. Stephan bestimmt werden, da anzunehmen ist, dass die Königin selbst in der Vorhalle von der ihr erbauten Kirche neben ihrem Gemahl König Mihaljo Krešimir II (949-969) begraben worden war. 4
Die Front des Sarkophag umfasst die Inschrift der kroatischen Königin (Jelena) Helena datiert auf den 8. Oktober 976 5 . Die Inschrift auf dem Sarkophag hat eine Höhe von 77cm und eine Breite von 127 cm. 6
Das Problem dieser Inschrift jedoch ist, dass sie nur fragmentarisch in ca. 90 Fragmenten erhalten ist.
2.1 Die Inschrift Aufgrund des fragmentarischen Erhaltungszustandes sind im rekonstruierten Text längst nicht alle Einzelheiten sicher und daher von der Forschung kontrovers behandelt.
Einer der ersten Übersetzungen und Interpretation nach Bulic folgt durch Ferdinand Sisic:
(In hoc t)UMULO QUIESCIT HELENA FAMO(sa quae fui)T UXOR MIHAELI REGI MATERQ(ue) STEFANI R(egi habeasque t)ENUIT REGNI. VIII IDUS M(ensis) OCT(obris obiit in pac)E HIC OR(dinataFu)IT AN(no) AB INCARNA INCARNA(tione) (Domini) DCCCCLXXVI IND. IV CICL(o) L(un) V. (ep) XVII (ciclo sol) V LUN. V. (conc)URRENTE VI. ISTAQ(ue) VIVENS FU(it) REGN(i) MATER FUIT PUPILOR(um) TUTO(rque) VIDUAR(um) ICQUE ASPICIENS VIR ANIME DIC MISERERE DEUS. 3 Budak, N. Liturgical Memory in Croatia and Dalmatia around the Year 1000. Hortus Artium medivialium. Vol. 6. 2003, 123-134, 136 4 Katiþiü, Radoslav, Literatur- und Geistesgeschichte des kroatischen Frühmittelalters, Wien 1999. Das Lateinische Schriftum 371-402, 371.
5 Matijevic-Sokol, Mirjana, Latin Inscriptions. In: Supiþiü, Ivan(hrg.), Croatia in the Early Middle Ages. A Cultural Survey, Zagreb 1999, 245f.
6 Ebda. 245f.
4
Quote paper:
Hilthart Pedersen, 2004, Kroatische Geschichte: Die Inschrift der Königin Helena, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Hilthart Pedersen's text Kroatische Geschichte: Die Inschrift der Königin Helena is now available as a printed book
Hilthart Pedersen has published the text Kroatische Geschichte: Die Inschrift der Königin Helena
Hilthart Pedersen has uploaded a new text
Zypern und der Vordere Orient im 19. Jahrhundert
Die Levante im Fokus von Polit...
Sabine Rogge
Deutsche und ungarische Minderheiten in Kroatien und der Vojvodina 191...
Identitätsentwürfe und ethnopo...
Carl Bethke
"Kunst" und Wissenschaft in der Technik des 20. Jahrhunderts
Zur Geschichte der Konstruktio...
Matthias Heymann
Quellen zur Geschichte der Stadt Köln 03. Das 19. Jahrhundert (1794-19...
Jürgen Herres, Georg Mölich, Stefan Wunsch
0 comments