Inhaltsverzeichnis
1. Fotografie eine Einführung 3
2. Historische Entwicklung der Fotografie 5
2.1 Die Anfänge 5
2.2 Die frühen Verfahren 7
2.3 Der Siegeszug als Massenware 11
2.4 Fotografie Die Moderne 15
3. Zeittafel 18
4. Schlussbetrachtung 19
5. Bibliografie 21
a Bücher 21
b Online 21
6. Abbildungsverzeichnis 22
7. Abkürzungsverzeichnis 22
1. Fotografie - eine Einführung
Fotografie (fem.), Photographie,
Def.: Verfahren zur Erzeugung von dauerhaften Lichtbildern. 1 Wenn es doch so einfach wäre! Ein berühmter Fotograf des frühen 20. Jahrhunderts, Henri Cartier-Bresson, sagte einmal: „Fotografieren scheint leicht zu sein, in Wahrheit aber ist es ein variationsreicher und vielseitiger Prozess, und die, die sich damit befassen, haben nur eine einzige Gemeinsamkeit – das ist ihr Instrument.“ 2 Doch was verstehen wir nun unter Fotografie? Sie ist eine sehr heterogene Gesamtheit von Bildern, denen gemeinsam ist, dass sie durch Lichteinwirkung auf eine lichtempfindliche Oberfläche entstanden sind. Die Einen sehen in der Fotografie eine objektive Abbildung der Welt; also ein Dokument. Die Anderen betrachten das fotografische Bild als vollkommen subjektiv und somit den Erzeuger als Künstler der mit Elementen der Wirklichkeit arbeitet. 3 Fotografie ist also mehr als nur die pure Erzeugung von dauerhaften Lichtbildern. Doch was ist sie genau? Welche Bereiche umfasst sie und welche Aufgaben erhält sie durch ihre Vielseitigkeit? Diese Fragen, und noch Einiges mehr, versucht der folgende Abriss über die „Geschichte der Fotografie“ zu beantworten. Die eigentliche Erfindung der Fotografie wird dem frühen 19. Jahrhundert zugeschrieben. Das Wort ‚Fotografie’ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie ‚Lichtzeichnung’. Der Begriff an sich wurde erstmals 1839 von John Herschel gebraucht und somit in die allgemeinen Wissenschaften und den Schriftgebrauch eingeführt.
Doch schon viele Jahrhunderte zuvor wurden die beiden eigentlichen Grundlagen der Fotografie erfunden und entdeckt: die Schwärzung von Silbernitraten durch Licht und die Camera Obscura 4 . Seit der Antike ist diese Methode bekannt und wurde stets verbessert und weiterentwickelt.
Die Fotografie ist ein Medium, dass in verschiedensten Zusammenhängen eingesetzt wird.
Fotografische Erzeugnisse können primär künstlerischer oder kommerzieller, technischer oder ökonomischer Natur sein. Doch auch im gesellschaftlich-sozialen
1 Wahrig-Burfeind, Renate. Wahrig Fremdwörterlexikon. München: Bertelsmann Lexikon Verlag. 2004, S. 313 2 Coe, Brian. Foto-Genies. Die besten Fotografen und wie sie ihre Meisterwerke schufen. Derndingen-Solothurn: Habegger-Verlag. 1983, S. 7 3 Vgl. Frizot, Michel. Neue Geschichte der Fotografie. Köln: Könnemann Verlagsgesellschaft. 1998, S.11
4 http://ddragon.interratec.de/fotografie/fotoggt.php, 4.10.2005, 14.45 Uhr
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Bereich sowie in der Medizin, aber vor allem im Journalismus, genießt sie eine besondere Stellung. Fotografie hat so vielseitige und facettenreiche Aufgabenbereiche, dass man sie als eines der wichtigsten Medien der modernen Welt betrachten kann.
Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten, wird jedoch seit mehreren Jahrzehnten zunehmend anerkannt. Einige Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie den Medienwissenschaften zu, doch auch diese Bestimmung bleibt umstritten. Offensichtlich kann man den puren Begriff ‚Fotografie’ keiner bestimmten Wissenschaft oder einem Genre zuordnen. Das liegt am abbildenden Charakter der Fotografie. Sie spiegelt im eigentlichen Sinne die Realität wieder. Ihre puristische Aufgabe ist es, ein genaues Abbild der Wirklichkeit auf Papier zu bannen. Doch erst die Interpretation, Auslegung und Anwendung durch ihre technischen und künstlerischen Möglichkeiten, machte sie zu solch einem wichtigen Medium, wie sie es heute ist.
Von Anfang an, seit dem frühen 19. Jh., hat man die Fotografie mit ihren monochromen Papierbildern der grafischen Gattung (Zeichnung, Lithografie, Kupferstich) zugeordnet. Dass Fotografien zur Illustration und Dokumentation dienten, hat diese Verwandtschaft noch verstärkt. Dennoch wurde sie als die ‚bescheidene Magd der Künste’ herabgestuft. Doch man darf nie vergessen, dass jede Fotografie eine konkrete Bestimmung hat, die von Form, Größe und Qualität abhängt. Es ist also von Belang, ob ein Bild für das Archiv, das Familienalbum oder die Zeitung bestimmt ist. Außerdem entstammt jede Fotografie einem bestimmten Umfeld, welches Verwandtschaften, Beziehungen und Deutungsmustern ausgesetzt ist. Somit unterliegt die Fotografie nicht nur technischen sondern auch sozialen Zwängen. Fotografie ist die Anschauungsform all dessen, was sich optisch ereignet und was im Nachhinein für uns Bedeutung erlangt, so geringfügig und harmlos es auch sei. In diesem Sinn ist die Fotografie nur ein Detektor von Elementarteilchen, die für unsere Augen die zahllosen Ereignisse des Universums sichtbar machen. 5
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2. Historische Entwicklung der Fotografie
2.1 Die Anfänge
Chemiker wie Humphry Davy begannen bereits im frühen Mittelalter lichtempfindliche Stoffe zu untersuchen und nach Fixiermitteln zu suchen. Ein großer Durchbruch ist 1550 die Erfindung der Linse, mit der schärfere Bilder erzeugt werden konnten. Doch auch der 1685 entwickelte Ablenkspiegel, mit dem ein Abbild auf Papier gezeichnet werden konnte, war ein wichtiger Schritt. Weitere Möglichkeiten waren die Anwendungen der Laterna Magica (Projektionsapparat für Diapositive auf Glas), des Panoramas (Rundbild einer Landschaft) und des Dioramas (plastische Darstellung auf gemaltem Hintergrund).
Doch wie schon erwähnt, geht die Entwicklung des Prinzips, auf dem die Fotografie basiert, bis in die Antike zurück. Die seit dem 4. Jh. v. Chr. nachweisbare Camera Obscura (latein Camera-Kammer; obscura-dunkel), auch ‚Lochkamera’ genannt, ist der wichtigste, und auch der erste Schritt, in der Geschichte der Fotografie. Von ihrem Namen leitet sich auch der heutige Begriff ‚Kamera’ ab. 6 Ihre erste Erwähnung findet sich bereits bei Aristoteles im Zusammenhang mit der Beobachtung von Sonnen- und Mondfinsternis. 7 Leonardo Da Vinci fertigt 1519 die erste Zeichnung von ihr an.
Die Cam. Obsc. ist eine dunkle Kammer, oder Schachtel, in die durch ein kleines Loch Licht hineinfallen kann. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich von einem begehbaren Raum, bishin zu einem tragbaren Zeichenhilfsgerät. 8 Auf der dem Loch gegenüberliegenden Seite entsteht ein spiegelverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Abbild. Diese Projektion kann betrachtet oder aufgezeichnet werden.
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Ähnlich einer optischen Linse, erzeugt eine kleine Öffnung auf einer Projektionsfläche ein Abbild von angestrahlten Gegenständen. Mathematisch ausgedrückt ist das Bild das Ergebnis einer Faltung aus idealer Abbildung des Gegenstandes mit der Blendefläche. Die so erzeugte Abbildung ist sehr lichtschwach und kann nur bei ausreichender Abdunkelung der Umgebung beobachtet werden. 9 Barbaro verbesserte als erster die Bildschärfe indem er eine Linse einsetzte und machte die Camera so zu einem optischen Instrument. Allerdings war es noch immer eine Kammer, die der Betrachter betreten musste um das projizierte Bild zu sehen. Das Gehäuse und die Mechanik der Camera Obscura sollten ausschlaggebend für die Erfindung der Fotografie werden.
Das von der Cam. Obsc. entwickelte Bild konnte jedoch noch nicht auf Material fixiert werden. Zu Beginn des 18. Jh. entdeckten Wissenschaftler die Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen. Licht färbte Silberchlorid schwarz und Ammoniak war ein geeignetes Fixiermittel. Bald darauf entdeckte man Silberjodid und Silberbromid. Die ersten Versuche des englischen Chemiestudenten Thomas Wedgewood, um 1790, durch lichtempfindliche Stoffe die Bilder der Cam. Obsc. festzuhalten, misslangen. Wedgewood gelingt es allerdings auch ohne Kamera, zumindest Sillouhetten von Blättern, Insektenflügeln etc. auf lichtempfindliches Papier zu bannen.
Auch das Prinzip der Kamera Niépce basiert auf der Camera Obscura. Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833) versuchte ursprünglich Stein-, Metall-, und schließlich Glasplatten als Trägermaterial für die Abbildung der Projektionen der Cam. Obsc. zu verwenden. Damit scheiterte er jedoch. Erst als er Zinnplatten als Schichtträger nutzte und diese durch Asphalt lichtempfindlich machte, gelang ihm der Durchbruch. 10 Im Jahre 1826 erzeugten die Brüder Nièpce das erste Foto (Direktpositiv) der Welt.
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Arbeit zitieren:
Marianne Seelmann, 2005, Geschichte der Fotografie, München, GRIN Verlag GmbH
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