Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ______________________________________________ 2
Abbildungsverzeichnis __________________________________________ 4
1. Einleitung 7
2. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen 7
2.1. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in Südafrika 7
2.2. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in der Schweiz 10
2.3. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in Kanada
12
3. Grundstruktur des Gesundheitswesens 16
3.1. Organisationsstruktur 16
3.1.1. Organisationsstruktur in Südafrika 16
3.1.2. Organisationsstruktur in der Schweiz 18
3.1.3. Organisationsstruktur in Kanada 19
3.2. Sozialversicherungssysteme 20
3.2.1. Pflichtversicherungen Sozialversicherungen 20
3.2.1.1. Pflichtversicherungen Sozialversicherungen Südafrika 20
3.2.1.2. Pflichtversicherungen Sozialversicherungen in der Schweiz 21
3.2.1.3. Pflichtversicherungen Sozialversicherungen in Kanada 22
3.2.2. Krankenversicherung 23
3.2.2.1. Krankenversicherung in Südafrika 23
3.2.2.2. Krankenversicherung in der Schweiz 24
3.2.2.3. Krankenversicherung in Kanada 25
3.2.3. Unfallversicherung 26
3.2.3.1. Unfallversicherung In Südafrika 26
3.2.3.2. Unfallversicherung in der Schweiz 27
3.2.3.3. Unfallversicherung in Kanada 28
3.2.4. Pflegeversicherung 28
3.2.4.1. Pflegeversicherung in Südafrika 28
3.2.4.2. Pflegeversicherung in der Schweiz 28
3.2.4.3. Pflegeversicherung in Kanada 29
4. Finanzierung des Gesundheitssystems 29
4.1. Finanzierung der Krankenversicherungsträger 29
4.1.1. Finanzierung der Krankenversicherungsträger in Südafrika 30
4.1.2. Finanzierung der Krankenversicherungsträger in der Schweiz 30
4.1.3. Finanzierung der Krankenversicherungsträger in Kanada 32
5. Ausgaben des Gesundheitssystem 32
5.1. Ausgaben für das Gesundheitssystem In Südafrika 32
5.2. Ausgaben des Gesundheitssystems in der Schweiz 32
5.3. Ausgaben des Gesundheitssystems in Kanada 36
6. Leistungserbringung und Inanspruchnahme im Gesundheitsystem38
6.1. Ambulante Gesundheitsversorgung 38
6.1.1. Ambulante Gesundheitsversorgung in Südafrika 38
6.1.2. Ambulante Gesundheitsversorgung in der Schweiz 38
6.1.3. Ambulante Gesundheitsversorgung in Kanada 39
2
6.2. Stationäre Gesundheitsversorgung 40
6.2.1. Stationäre Gesundheitsversorgung in Südafrika 40
6.2.2. Stationäre Gesundheitsversorgung in der Schweiz 43
6.2.3. Stationäre Gesundheitsversorgung in Kanada 44
6.3. Pflegerische Versorgung 46
6.3.1. Ambulante Pflege 46
6.3.1.1. Ambulante Pflege in Südafrika 46
6.3.1.2. Ambulante Pflege in der Schweiz 46
6.3.1.3. Ambulante Pflege in Kanada 48
6.3.2. Stationäre Pflege 48
6.3.2.1 Stationäre Pflege in Südafrika 49
6.3.2.2 Stationäre Pflege in der Schweiz 50
6.3.2.3 Stationäre Pflege in Kanada 50
7. Fazit 52
Quellenverzeichnis 55
3
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Altersaufbau der Bevölkerung Südafrika 2001
Census 2001: Primary tables South Africa: Census 96
and 2001 compared Statistics South Africa Pretoria: Sta-
tistics South Africa 2004
…………………………………………………....10
Abbildung 2: Altersaufbau der weißen Bevölkerung Südafrika
2001
Von Lutz Wehlitz Christian Heins Michael Löhr
……………………………………………………11
Abbildung 3: Altersaufbau der Bevölkerung Vergleich 1900
zu 2004 in der Schweiz
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/01/
pan html vom 5.11.2006
……………………………………………………13
Abbildung 4: Bevölkeungsverteilung nach Jahr Provinzen
und Territorien in Kanada
Statistics Canada CANSIM table (for fee) 051-0001 vom
26.10.2006
……………………………………………………15
Abbildung 5: Bevölkerungsentwicklung 1961 2003 in
Tsd Kanada
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Canada-
demography png vom 2.2.2007
……………………………………………………17
Abbildung 6: Entwicklung der Lebenserwartung der
kanadischen Bevölkerung
http: www statcan ca vom 14.1.2007
……………………………………………………18
Abbildung 7: Kostenentwicklung des Schweizer
Gesundheitssystems
Quele:http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal
/de/index/themen/gesundheit
/gesundheitsversogung/kosten__
finanzierung/kennzahlen0/kosten0/
ueberblick html vom 8.11.2006
……………………………………………………37
4
Abbildung 8: Kostenverteilung des Gesundheitswesens nach
……………………………………………………38
Abbildung 9: Kostenverteilung des Gesundheitswesens nach
……………………………………………………39
Abbildung 10: Gesundheitsausgaben 2000 – 2004 http://www40.statcan.ca/l01/cst01/health13.htm vom 13.12.2006 ……………………………………………………39
Abbildung 11: Finanzierung der Gesundheitsausgaben Reform of health care Systems,a review of seventeen
OECD countries,1994, S. 111
………………………………………………40 - 41 Abbildung 12: Verhältnismäßigkeiten und Entwicklung
……………………………………………………41
Abbildung 13: Aufbau des Krankenhaussektors Mill T. Hrsg., … mit Beiträgen von …, Public health in Südafrika -Beiträge zu einem Gesundheitssystem im Wandel-, Lage, Jacobs, 1999, Seite 56 nach Department of Health (DoH), 1997 ……………………………………………………45
Abbildung 14: Entfernungen zwischen Haushalten und
Mill T. Hrsg., … mit Beiträgen von …, Public health in Südafrika -Beiträge zu einem Gesundheitssystem im Wandel-, Lage, Jacobs, 1999, Seite 67 ……………………………………………………46
Abbildung 15: Verteilung der Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen
5
Census 2001: Primary tables South Africa: Census ’96 and 2001 compared / Statistics South Africa. Pretoria: Sta- tistics South Africa, 2004 ……………………………………………………46
Abbildung 16: Prozentuale Personalverteilung nach Qualifikation der Spitex im Jahr 2005 http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/gesun dheit/gesundheitsversorgung/einrichtungen/kennzahlen0/s pitex.html vom 8.11.2006 ……………………………………………………47
Abbildung 17: Krankenhauseinweisungen bei psychiatrischen
……………………………………………………52
Abbildung 18 Unterschiede in der eigenen
……………………………………………………57
6
1. Einleitung
Die Veränderungen im Gesundheits- und Sozialsystem in der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen Jahren, die demographische Entwicklung, sowie die aktuelle Diskussionen über die anstehende Gesundheitsreform und der Reformbedarf der Pflegeversicherung war Auslöser für uns zu dem Thema – Darstellung von drei unterschiedlichen Gesundheitssyte- men (Südafrika, Schweiz, Kanada), auf drei unterschiedlichen Kontinenten – eine Hausarbeit zu verfassen. Unsere Intention ist, über den eigenen, nationalen „Tellerrand“ hinaus zu schau- en und andere Gesundheits- und Sozialsysteme zu betrachten. Besonders wichtig, erscheint es daher Gesundheitssysteme verschiedener Kulturkreise zu beschreiben und wenn möglich im Fazit Vergleiche anzustellen, wobei die Wahl auf die Kontinente Europa, Nordamerika und Afrika fiel.
Dargestellt werden die Gesundheits- und Sozialwesen für die Länder Kanada, Schweiz und Südafrika. Hierbei wird zu Beginn auf wirtschaftliche und demographische Rahmenbedin- gungen des jeweiligen Landes eingegangen. Folgend wird die Grundstruktur des Gesund- heitswesens, seiner Organisation und die Sozialversicherungssysteme vorgestellt. Die Geld- ströme in den verschiedenen Gesundheitssystemen schließen sich an, wobei speziell die Fi- nanzierung der Krankenversicherungen sowie die Ausgabenströme der verschiedenen Ge- sundheitssysteme Beachtung finden.
Des Weiteren stehen die Inanspruchnahme und Erbringung von Gesundheitsleistungen im Vordergrund. Hier werden wir besonders auf die ambulante und stationäre Krankenversor- gung in den verschiedenen Ländern eingehen. Im letzten Punkt erfolgt, unter besonderer Be- rücksichtigung der demographischen Entwicklung, die Darstellung der pflegerischen Versor- gung. Hierbei wird ebenfalls zwischen stationären und ambulanten pflegerischen Versor- gungssystemen unterschieden.
2. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen
2.1. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in Südafrika
Die Republic Süd Afrika (RSA) hat einer der modernsten Verfassungen der UNO Staaten. Die Verfassung hat einen ausgesprochen starken Minderheitenschutz. In der Verfassung wur- de der Präsident, der RSA, als Staatsoberhaupt sowie als Regierungschef definiert. Gewählt wird er durch die Nationalversammlung und vertreten durch den Vizepräsidenten. Die Minis- ter werden als Mitglieder des Kabinetts vom Präsidenten ernannt. Amtierender Präsident der
7
RSA ist seit dem 16. Juni 1999 Thabo Mbeki. Vizepräsidentin seit dem 22. Juni 2005 ist Phumzile Mlambo-Ngcuka. Über das Staatsbudget entscheidet ausschließlich die Mehrheit des Parlaments. In den letzten Jahren hat die südafrikanische Wirtschaft gesunde wirtschaftli- che Fundamentaldaten gezeigt. Die konjunkturelle Entwicklung verläuft nach wie vor positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete 2005, von starker Inlandsnachfrage angetrieben,
einen Zuwachs von 4,9% 1 , dem höchsten Wert seit 1984. Ausschlaggebend waren insbeson- dere ein niedriges Zinsniveau, hohes Vertrauen von Privathaushalten und Wirtschaft sowie eine expansive Haushaltspolitik der Regierung. In diesem Jahr wird eine Wachstumsrate von 4,3% und in den nächsten drei Jahren ein Durchschnitt von 4,5% erwartet. Im ersten Quartal 2005 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 4,5% und im zweiten Quartal um 5,5%, gefolgt von einer leichten Abschwächung in der zweiten Jahreshälfte. Konjunkturbelebende Impulse sol- len von der neuen Wachstumsinitiative der Regierung (ASGISA, Accelerated and Shared Growth Initiative South Africa, Ziel 6% nachhaltiges Wachstum), besonders im Hinblick auf die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2010, sowie von einer anhaltend guten Ge- samtnachfrage und Erholung der Exportwirtschaft ausgehen. Südafrika gehört zu den Ländern mit der geringsten Sparrate (ca. 13,5% des BIP). Die Sparrate der privaten Hauhalte betrug zum verfügbaren Einkommen 2,0% im Jahr 2005. Der Haushaltsplan 2006/2007 sieht eine Neuverschuldung von 2,7% des BIP vor. Die erwartete Haushaltsverschuldung 2005 war mit 3,1% prognostiziert. Durch ein höheres Wachstum als vorgesehen, ist das erwartete Defizit auf 0,5% gesunken, somit lag 2005/2006 ein fast ausgeglichener Haushalt vor. Die Staatsver- schuldung betrug 2005 34,2% des BIP. Eine Senkung um 1% pro Jahr ist geplant. Die Mehr- wertsteuer beträgt 14%. Der Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer von natürlichen Per- sonen beträgt 40%. Die gesamte Steuerbelastung liegt bei 26,4% des BIP. In Südafrika stag- niert der Arbeitsmarkt. Die erweiterte Arbeitslosenquote liegt bei ca. 40%, von 16,2 Millionen Arbeitskräften sind 4,3 Millionen ohne Beschäftigung. Davon 31,6% schwarze Südafrikaner, 19,8% Coloured, 18% Indisch/Asiatisch und 5,1% weiße Südafrikaner. Alle drei Wirtschafts- sektoren hatten in 2005 hohe Zuwächse. Die Anteile der Wirtschaftsfaktoren sehen wie folgt aus: Primärsektor hat einen Anteil von 12,6%, der Sekundärsektor von 22,6% und der Tertiär- sektor von 64,7% an der Bruttowertschöpfung.
1 Vgl. http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/DeutscheAVen/Suedafrika/DeutscheVertretungen.html
vom 23.10.2006
8
In Südafrika leben zurzeit 44,8 Millionen Menschen 2 . Die zahlenmäßig stärkste Bevölke- rungsgruppe ist die schwarze Bevölkerungsmehrheit mit 79%, danach kommen die Minder- heiten, weiße Südafrikaner 9,6% und die asiatische Bevölkerungsgruppe mit 2,5%. Es muss erwähnt werden, dass sich die schwarze Bevölkerungsmehrheit als inhomogen zeigt. Sie be- steht aus neun Hauptgruppen (z.B. Zulu, Swasi, Xhosa, Sotho, Tswana, etc.). Diese Haupt- gruppen sind wiederum in verschiedenen Stammesgruppen unterteilt, z. B. gibt es 200 Stam- mesgruppen der Zulu-Bevölkerung. Es gibt noch die Bevölkerungsgruppe der Coloureds 9,6%, diese sind ebenfalls eine inhomogene Bevölkerungsgruppe, es sind häufig Nachfahren von Schwarzen oder Sklaven aus Malaysia und weißen Siedlern. Die Asiatische Bevölke- rungsgruppe stammt zu meist aus Indien und kam in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Land und wurde auf Zuckerrohrplantagen als Arbeiter eingesetzt.
Die demographische Entwicklung in Südafrika kann in der Gesamtpopulation oder nach eth- nischen Gruppen betrachtet werden. Betrachtet man die Gesamtpopulation, so ist eine Pyra- midenform zu erkennen.
Wenn sich in der Darstellung nur auf die weiße Bevölkerungsgruppe konzentriert wird, sieht die Verteilung tonnenförmig aus.
2 Census 2001: Primary tables South Africa: Census ’96 and 2001 compared / Statistics South Africa.
Pretoria: Statistics South Africa, 2004
vi, 103 p. [Report No. 03/02/04 (2001)], Seite 15
9
Das Bevölkerungswachstum ist heute nicht mehr so hoch wie vor einigen Jahren. Dennoch trägt die schwarze Bevölkerungsmehrheit zum Bevölkerungswachstum am stärksten bei. Die Geburtenrate ist in den letzten 30 Jahren stark rückläufig. Lag sie 1975 noch bei 5,5 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter, so ist die Geburtenrate bis 2005 auf 2,8 Kinder pro Frau rück- läufig.
2.2. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in der Schweiz
Die Schweiz hat seinem Staats- und Regierungssystem drei Prinzipien zugrunde gelegt 3
1. Den stark ausgeprägten Föderalismus des Bundesstaates:
Die Schweiz besteht aus 20 Kantonen und 6 Halbkantonen. Diese Kantone und Halb- kantone sind souverän, soweit ihre Souveränität nicht durch die Bundesverfassung eingeschränkt ist.
2. Der Volksentscheid:
Die Schweizer Verfassung sieht vor, dass der Souverän (das Volk) praktisch über die gesamte Gesetzgebung basisdemokratisch entscheiden kann. Bei den Referenden (Volksentscheiden) wird zwischen obligatorischen Referenden (z. B. bei Änderung der Verfassung und Beitritt zu supranationalen Organisationen) und fakultativen Referen- den (wenn 50.000 Stimmberechtigte oder 8 Kantone einen Volksentscheid wünschen) unterschieden.
3. Die drei „Eidgenössischen Räte“:
• Der Bundesrat (Bundesregierung), ist die oberste Exekutivbehörde der Schweiz. Es gibt 7 Bundesräte (Minister), die als Kollegialorgan ohne Regie-
3 Vgl.: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Schweiz/Innenpolitik.html vom
5.11.2006
10
rungschef arbeiten. Turnusmäßig wird jährlich einer der Bundesräte zum Bun- despräsidenten (Vorsitzenden) bestimmt. Die Bundesräte werden von der Bun- desversammlung bestätigt und bei Ausscheiden eines Rates, wird ein neuer hinzu gewählt.
• Der Nationalrat ist die Volksvertretung. Er besteht aus 200 Nationalräten und wird alle vier Jahre vom Volk gewählt. Er ist die erste gesetzgebende Kammer.
• Der Ständerat stellt die zweite gesetzgebende Kammer dar, setzt sich aus den Vertretern der Kantone zusammen und hat 46 Mitglieder.
Der Nationalrat und der Ständerat bilden gemeinsam die Bundesversammlung (Gesamtparla- ment).
Die Schweiz hat eine Größe von 41.285 km² und ca. 7.500.000 Einwohner. Es wird ein Brut- toinlandsprodukt von ca. 290 Mrd. Euro erwirtschaftet und das durchschnittliche Wirt-
schaftswachstum beträgt in den letzten 10 Jahren ca. 1,3 %. 4 Die Arbeitslosenquote beläuft sich im gleichen Zeitraum im Durchschnitt auf ca. 3,5 %. 5 Die Bevölkerungsentwicklung verläuft, wie in den meisten europäischen Staaten. Es werden
1,47 Kinder pro Frau und 9,84 Kinder auf 1000 Bewohner geboren. 6 Die Lebenserwartung der schweizer Bevölkerung nimmt stetig zu und lag im Jahr 2005 für Männer bei 78,7 und
Frauen 83,9 Lebensjahren. 7 Im 20. Jahrhundert hat sich die Altersstruktur der schweizer Be- völkerung stark verschoben. Die gestiegene Lebenserwartung und die schwachen Geburtenra- ten haben sich nachhaltig auf die Alterspyramide ausgewirkt und sie grundlegend verändert. Im Jahr 2005 lebten in der Schweiz 336.428 Menschen mit einem Lebensalter jenseits der 79
Jahre, im Vergleich dazu waren 1975 nur 133.906 Personen in dieser Altersgruppe. 8 Im Jahr 1900 kamen auf 100 Erwerbstätige (zwischen 20 und 64 Jahre alt) 76 Jugendliche (unter 20 Jahre) und 10 Rentner (über 64 Jahre). 2005 waren es gerade noch 35 Jugendliche, aber 26
Rentner pro 100 Erwerbstätige. 9 Die folgende Abbildung zeigt den Altersaufbau der Bevölke- rung der Schweiz im Vergleich 1900 / 2004.
4 Vgl.: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Schweiz/Wirtschaft.html 5 Vgl.: Susanne Thiemann, Gesundheitssysteme in Euopa – Experimentierfeld zwischen Staat und Markt, S. 136 6 Vgl.: Susanne Thiemann, Gesundheitssysteme in Europa – Experimentierfeld zwischen Staat und Markt, S. 137 7 Bundesamt für Statistik, Eidgenössisches Department des Innern (EDI), Die Bevölkerung der Schweiz 2005 Neuchatel, 2006, S. 3
8 Bundesamt für Statistik, Eidgenössisches Department des Innern (EDI), Die Bevölkerung der Schweiz 2005 Neuchatel, 2006, S. 5
9 Bundesamt für Statistik, Eidgenössisches Department des Innern (EDI), Die Bevölkerung der Schweiz 2005 Neuchatel, 2006, S. 4
11
Abbildung 3: Altersaufbau der Bevölkerung, Vergleich 1900 zu 2004 in der Schweiz
2.3. Wirtschaftliche und Demographische Rahmenbedingungen in Kanada
Die kanadische Wirtschaft belegt mit ihrem seit 12 Jahren ununterbrochenen Wirt- schaftswachstum den Spitzenplatz unter den G8 Staaten. Die Staatsfinanzen weisen seit 8 Jahren einen Überschuss aus, welcher überwiegend zur Schuldentilgung ein- gesetzt wird. Die Inflationsrate lag im Dezember 2004 bei 1,7%. Die Provinzen und Territorien Kanadas unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirtschaftskraft. In Ontario und Quebec werden über 70% des BIP erwirtschaftet. Alberta entwickelt sich rasch, bedingt durch den Ölreichtum und ist die einzig schuldenfreie Provinz. Die Atlantik- provinzen und die arktischen Gebiete sind nach dem Einbruch traditioneller Erwerbs- quellen, wie Fischfang, auf Bundeszuschüsse angewiesen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in den letzten 10 Jahren um 25% gestiegen. Diese positive Entwicklung ermöglichte es Kanada ein dichteres soziales Netz als in den
USA zu knüpfen und ein leistungsfähiges Bildungssystem aufzubauen. Dementspre-
chend verfügt Kanada auch über gut ausgebildete Arbeitskräfte. Die Arbeitslosenrate liegt stabil um 7%. Es gibt eine enge Verflechtung mit der US- Wirtschaft, da 86% der kanadischen Exporte in die USA gehen und 61% der Importe von dort bezogen wer- den. 85% der Arbeitskräfte sind in einem Streifen von 350 Km Breite, entlang der US-Grenze konzentriert. Im Durchschnitt beträgt die Besiedelung 3,1 Bewohner pro Quadratkilometer.
12
Quote paper:
Michael Löhr, Christian Heins Lutz Wehlitz, 2007, Darstellung von drei unterschiedlichen Gesundheitssytemen (Südafrika, Schweiz, Kanada), auf drei unterschiedlichen Kontinenten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Gesundheitssysteme im europäischen Vergleich
Stand 2004
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Gesundheitssysteme im internationalen Vergleich: Deutschland - Österre...
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The Health System in the Phillipines
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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 48 Pages
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