Gliederung
HAUSARBEIT 1 „Das Palenquero“ 1 Gliederung 2
1. EINLEITUNG 3
2. SPANISCH-BASIERTE KREOLSPRACHEN 4
2.1. Begriffsbestimmung Kreolsprachen 4
Kreolsprachen mit französisch-basiertem Wortschatz 5
Kreolsprachen mit portugiesisch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit spanisch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit niederländisch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit deutsch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit dänisch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit afrikanisch-basiertem Wortschatz 6
Kreolsprachen mit heterogenem Wortschatz 6
2.2. Die Entstehung des Palenqueros 8
2.2.1. Die Cimarrones 8
2.2.2. Die Geschichte des Palenqueros 9
3. DIE KREOLSPRACHE PALENQUERO 12
3.1. Phonologie 13
3.2. Morphosyntax 14
3.2.1. Verbalsystem 15
3.3. Lexikon 15
4. ZUSAMMENFASSUNG 17
2
1. Einleitung
In dem Seminar „Variationen des Spanischen in Lateinamerika“ wurde sich, wie es der Name schon sagt, mit den unterschiedlichen Variationen und der damit verbundenen Vielseitigkeit der spanischen Sprache in Lateinamerika
auseinandergesetzt und die Einflüsse auf und durch die spanische Sprache auf sehr unterschiedliche Art und Weise aufgezeigt. Eine dieser Variationen soll Thema dieser Hausarbeit sein, das spanisch-basierte Kreol Palenquero. Es gibt nur 3 spanische Kreolsprachen. Das Papiamento was auf den ABC-Insel in der südlichen Karibik gesprochen wird, dann das Palenquero, welches in der kleinen Gemeinde San Basilio de Palenque in Nordkolumbien gesprochen wird, aber auch in seiner Existenz das am gefährdeten von den spanischen Kreolsprachen und die dritte spanische Kreolsprache, ist die mit den meisten Sprechern und dessen Varietäten unter dem Sammelbegriff Chabacano zusammengefasst werden. Sie ist in Südostasien zu Hause oder besser gesagt auf den Philippinen. Eine Vermutung für die geringe Anzahl an Kreolsprachen ist, dass die Spanier lange vom Menschenhandel ausgeschlossen war, denn es ist schon sehr unverständlich, dass es so wenige spanische Kreole gibt, da Spanien lange Vorherrscher in der Neuen Welt war. Das Sklavenhandelmonopol hatten lange Zeit die Portugiesen und danach lag es in englischer, französischer und holländischer Hand erst nach den Portugiesen fassten die Spanier Fuß in Afrika. Was vielleicht eine Erklärung dafür ist. Diese Hausarbeit soll in erster Linie aufzeigen, was das Palenquero ist und was seine Besonderheiten in Sprache, Grammatik und Lautsystem sind. Natürlich soll auch auf die besonderen Begebenheiten bei der Entstehung dieser Sprache eingegangen werden. Aber vorerst muss geklärt werden, was ein Kreol ist. Somit sieht der Aufbau dieser Hausarbeit wie folgt aus. Im ersten Kapitel soll erläutert werden, was ein Kreol ist, um dann auf die Entstehung und Geschichte des Palenqueros einzugehen. Im 3. Kapitel wird die Sprache an sich näher betrachtet und ihre Besonderheiten herausgestellt. Um abschließend noch einmal die zentralen Gedanken und Erkenntnisse hervorzuheben.
3
2. Spanisch-basierte Kreolsprachen
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, gibt es nur 3 Kreolsprachen, von denen vermutet wird, dass sie auf dem Spanischen basieren, aber auch das ist nicht eindeutig geklärt, weil beispielsweise bei dem Papiamento nicht sicher ist, ob es auf der Grundlage des Spanischen oder Portugiesischen entstanden ist. Jedoch beim Palenquero nimmt man als Grundlage das Spanisch an. Aber zunächst einmal soll geklärt werden, was unter einem Kreol zu verstehen ist.
2.1. Begriffsbestimmung Kreolsprachen
„ Die Verschleppung abertausender Afrikaner als Arbeitssklaven auf die Plantagen in Amerika bedingte das Zusammentreffen unterschiedlicher Sprachen auf engstem Raum, was wiederum die Herausbildung eines kleinsten gemeinsamen sprachlichen Nenners mit sich brachte.“ 1 Eine Definition nach Angela Bartens lautet: „En la literatura especializada se admite generalmente que las lenguas criollas se caracterizan por la combinación de ciertas estructuras linüísticas, por ejemplo un sistema de marcadores TMA, y las circunstancias sociohistóricas especiales de su génesis, sobre todo la trata negrera y la economía de plantaciones en el caso de las lenguas criollas atlánticas. Pero pensamos que hay que añadir un tercer componente a la definición de una lengua criolla, que de todas formas no puede ser sino aproximativa: el identidad de sus hablantes.“ 2 Eine andere Defintion versucht Holm: „A creole has a jargon or a pidgin in its ancestry; it is spoken natively by an entire speech community, often one whose ancestors were displaced geographically so that their ties with their original language and socialcultural identity were partly broken.” 3 Jedoch ist es schwierig eine allgemein gültige Definition von Kreolen zu finden bzw. zu geben, da es schwer ist alle unterschiedlichen Facetten der unterschiedlichen Sprachen in einer Definition zu vereinen, denn auch in der Sprachwissenschaft herrscht ein heftiger Streit, darüber was Kreolsprachen und
1 Bachmann, Iris „Die Sprachwerdung des Kreolischen/ Eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel des Papiamentu“, Gunter Narr Verlag, Tübingen, 2005, S. 12
2 Bartens, Angela „Glosónimos, etnónimos e identidad: el glosónimo lengua en palenquero y otras lenguas acriollizadas.” S. 13 In: Moñino, Yves; Schwegler, Armin (ed.) „Palenque,...“, Niemeyer, Tübingen, 2002
3 Holm, John “An introduction to pidgin san creoles”, Cambridge University Press, 2000, S. 6
4
Kreolgesellschaften sind. Kreolisierung wird auch oft mit Mischung in einen Topf
geworfen. Kreolsprachen bestehen zu 80-90 % aus einer Kolonialsprache und einer
klar strukturierten Grammatik meist aus einer anderen Sprache. Die Kolonialsprache
nennt man auch Superstratsprache und die andere verdrängte Sprache die
Substratsprache. Wo die Kreolsprachen meist genau herkommen, bleibt ungewiss
und lässt nur vermuten, sich aber nicht 100 %ig belegen. Der Begriff stammt aus
dem Portugiesischen von creare (im Hause des Herrn) und entsteht dann aus dem
Spanischen creado (erzogen im Hause des Herrn). Alle Kreols weisen gewisse
Gemeinsamkeiten auf und es gibt viele Kreolsprachen auf der Welt und mit ganz
unterschiedlichen Ursprungssprachen, zum Beispiel basierend auf dem Englischen,
dem Portugiesischem oder dem Spanischen. Die ich nur kurz auflisten und anhand
einer Karte auch geografisch zeigen möchte:
„Kreolsprachen mit englisch-basiertem Wortschatz
N Aku (* Dialekt des Krio) (Gambia)
N Jamaika-Kreolisch N Krio (Sierra Leone) N Gullah (Süden der USA) N Antillen-Kreol-Englisch N Kru Englisch (Liberia) N Kamtok (Kamerun) N Bislama (Vanuatu) N Pijin (Salomonen) N Tok Pisin (Papua-Neuguinea) N Torres Creole (Torres Strait, Australien) N Pitcairn-Englisch (Pitcairn)
Kreolsprachen mit französisch-basiertem Wortschatz
N Haitianisch (Haiti)
N Grenada-Kreolisch (Grenada) N Louisiana-Kreolisch N Seselwa (Seychellen-Kreolisch) N Morisyen (Mauritius-Kreolisch) N Réunion-Kreolisch - stark entkreolisiert N Antillen-Kreolisch N Trinidad-French-Kreolisch N Französisch-Kreolisch (Äquatorialguinea) N Lanc-Patuá (Brasilien - Amapá)
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Patricia Detto, 2007, Das Palenquero - Ein Einblick in die Kreolsprache Palenquero, Munich, GRIN Publishing GmbH
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