II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................. III
1. Einführung 4
2. Wissen und dessen Kommunikation 4
3. Mitarbeiterorientierte Implementierung von Wissensmanagement in Unternehmen 7
4. Exkurs zur Ausgestaltung des Wissensmanagement: E-Learning 10
5. Communities als mitarbeiterorientierter Wissenserwerb 13
6. Meine eigenen Erfahrungen mit Wissensmanagement 16
Literaturverzeichnis 18
Internetverzeichnis 19
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wissensmanagement im Kontext der Gesellschaft 7
Abbildung 2: Der Regelkreis des Wissensmanagement 8
Abbildung 3: Geschäftsprozessorientiertes Wissensmanagement 9
Abbildung 4: Vom E-Learning zum Wissensmanagement 10
Abbildung 5: Aufbau einer Produktschulung bei ALTANA 11
Abbildung 6: Prozessablauf einer Implementation 12
Abbildung 7: Community-Entwicklungskorridor 14
4
1. Einführung
Diese Studienarbeit ist eine Dokumentation des Seminars „Wissensmanagement“ im WS 2005/2006 an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding. Der Kurs war sehr vielschichtig. Die Inhalte reichten von der Definition von Wissen über Wissensmanagementmodelle, die Wissensnutzung und –repräsentation in Organisationen bis hin zur Wissenskommunikation und zum Schutz des Wissens.
Aufgrund der Reichweite des Themas möchte ich mich im Rahmen dieser Seminardokumentation auf einzelne Themen beschränken. Im zweiten Kapitel werde ich mit der Definition von Wissen und verschiedener Wissensarten den Grundstein für das weitere Verständis legen. Zusätzlich wird erläutert, welche Probleme bei der Kommunikation allgemein und explizit bei der Weitergabe von Wissen auftreten können. Soweit möglich werde ich – neben meiner persönlichen Meinung – auch Ideen aus den Gruppendiskussionen und den auf der Lernplattform eingestellten Arbeiten berücksichtigen. Im dritten Kapitel gehe ich darauf ein, was Wissensmanagement beinhaltet und was mit der Implementierung von den Unternehmen erwartet wird. Wie diese Implementierung im Unternehmen aussehen kann, wird am Beispiel der ALTANA AG dargestellt. Das E-Learning ist eine noch sehr junge und innovative Komponente des Wissensmanagement. Aufgrund meines persönlichen Interesses werde ich daher im 4. Kapitel auf die Besonderheiten und Möglichkeiten des E-Learning eingehen.
Communities spielen im Wissensmanagementprozess eine entscheidende Rolle. Es handelt sich dabei um den Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Interessen. Im 5. Kapitel werden Antworten gegeben, welche Arten von Communities es gibt und wie das Unternehmen sich diese Erkenntnisse zu nutze machen kann. Im letzten Abschnitt möchte ich dann meine persönlichen Erfahrungen mit Wissensmanagement in Unternehmen schildern. Zusätzlich werde ich ein persönliches Resumee zur Thematik ziehen.
2. Wissen und dessen Kommunikation
Das Wissen (ahd. wischan, gesehen haben) wird definiert, als „die Gesamtheit aller organisierten Informationen und ihrer wechselseitigen Zusammenhänge, auf deren Grundlage
ein vernunftbegabtes System handeln kann. 1 Das Wissen erlaubt es einem solchen System –
1 Vgl. Internetquelle 1.
5
vor seinem Wissenshorizont und mit der Zielstellung der Selbsterhaltung – sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren. Die Epistemologie, die den griechischen Wortstamm für Wissen (episteme) im Namen trägt, ist die Lehre von der Erkenntnis. Erkenntnis folgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen für die Lösung eines gegebenen Problems besitzen. Wissen kann man demnach also als potentielle
Nutzinformation definieren.“ 2 Für mich persönlich ist der wichtigste Aspekt von Wissen die
Vernetzung von Informationen mit anderen aktuellen oder in der Vergangenheit gespeicherten Daten. Erst durch das richtige Anlegen der einzelnen Puzzleteile kann ein „Wissensbild“ entstehen. Genau dies ist auch der Knackpunkt in Unternehmen, wenn das nötige Wissen auf sehr viele Personen verteilt ist.
Der Wert des Wissens für ein Unternehmen wird sichtbar, wenn Wissen in Können umgesetzt wird, welches sich in Handlungen manifestiert. Dies gewinnt vor allem für die Konzeption von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an Bedeutung. Denn nur Können und Wollen führen zur Wertschöpfung – ein Aspekt allein reicht nicht aus. Besonders wettbewerbsrelevant sind dabei die Kernkompetenzen. Eine Kernkompetenz „eines Unternehmens beschreibt die Fähigkeit, sich auf eine bestimmte Tätigkeit im Vergleich zu den anderen Unternehmenstätigkeiten zu konzentrieren und diese besonders gut ausführen zu
können ist“ 3 . Durch Wissen kann ein einzigartiger Wert beim Kunden generiert werden sowie
ein Vorsprung vor den Wettbewerbern. Es kann genutzt werden, um sich Zugang zu neuen Märkten zu verschaffen. Wobei gerade die Kernkompetenzen nicht leicht imitierbar bzw. transferierbar sind und daher das Unternehmen einzigartigmachen.
Bei Imformationen handelt es sich um Daten in einem Bedeutungskontext (im betriebswirtschaftlichen Sinne dienen sie zur Vorbereitung von Entscheidungen und Handlungen). Sie sind wertlos für jeden, der sie nicht mit anderen aktuellen oder in der Vergangenheit gespeicherten Informationen vernetzen kann. Informationen sind der Rohstoff, aus dem Wissen generiert wird und die Form, in welcher Wissen kommuniziert und gespeichert wird. Das Wissen selbst ist geprägt von individuellen Erfahrungen, es ist
kontextspezifisch, an Personen gebunden und manifestiert sich in Handlungen. 4 Ein
besonderes Charakteristikum ist, dass das Können nur in Handlungen umgesetzt werden kann, wenn eine Motivation (Antrieb) besteht. Das Handeln liefert daraufhin messbare Ergebnisse, wie aus Informationen Wissen generiert und Wissen für Problemlösungen angewendet wird.
2 Internetquelle 1.
3 Internetquelle 2.
4 Vgl. Internetquelle 3.
6
In der Wissenschaft werden verschiedene Wissensarten unterschieden. So werden im strukturgenetischen Wissensverständnis kognitive Strukturen verändert und erweitert. Dies erfolgt durch die aktive und subjektive Konstruktion von Individuen. In dieser Theorie wird Wissen auf der Grundlage der Erfahrungen des Lernenden konstruiert. Dabei wird das Wissen, über welches ein Individuum verfügt, als idiosynkratisches Wissen bezeichnet. Im Rahmen dieser Segmentierung wird Handlungs-, intuitives und begriffliches Wissen
unterschieden – in Abhängigkeit von dem Grad der Artikulierbarkeit. 5
Auf der anderen Seite gibt es auch Wissen, welches den Zeichen (also auch der Sprache) zugeordnet ist, durch sie objektiviert und materialisiert ist und auch mit anderen geteilt werden kann (objektiviertes Wissen). Wenn das Wissen von der lebendigen Interaktion und vom Diskurs zwischen Personen lebt, wird von kollektivem oder konventionallem Wissen gesprochen. Eine gesonderte Gruppe stellt das formalisierte Wissen dar, welches
Informationen nach festgelegten Kriterien und Zuordnungsregeln in Daten transformiert. 6
Im Rahmen der Kommunikation ist die Gestaltung der Schnittstelle zwischen personalem und öffentlichem Wissen eine entscheidende Rolle. Erst durch diesen Diskurs können die beiden Wissensarten zusammengebracht werde. Denn Sprache garantiert kein automatisches Verstehen zwischen Menschen. Das Wissen ist in hohem Maße wertbesetzt und mit Emotionen aller Art verbunden. Das Kommunikationsquadrat des deutschen Psychologen Friedemann Schulz von Thun bietet hierfür eine sehr gute Erklärung. Es beschreibt die
Vielschichtigkeit einer Botschaft zwischen zwei Personen 7 :
- der Sachinhalt ist das, was durch gesprochene Worte ausgedrückt wird bzw. beim Gegenüber ankommt
- der Apell einer Botschaft oder einer Handlung drückt die unausgesprochenen Wünsche und Sehnsüchte aus bzw. was davon der Partner auf sich bezieht
- im Beziehungshinweis wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie das Verhältnis der beiden Personen empfunden wird
- die Selbstkundgabe umfasst verborgene Werte, Emotionen und Triebe (dieser Teil der Botschaft ist fast nur nonverbal) Diese „vier Seiten einer Nachricht“ machen zwischenmenschliche Kontakte spannend, aber auch spannungsreich und anfällig für Störungen. Wichtig ist in jedem Fall – neben dem Verstehen – auch Vertrauen aufzubauen. Das Problem des Wissensmanagement für die Praxis liegt darin, dass das Wissen durch permanentes Training aktuell gehalten werden muss. Einen
5 Vgl. Jungermann, Helmut et. al. (2005), 24.
6 Vgl. Jungermann, Helmut et. al. (2005), S. 67f.
7 Vgl. Internetquelle 4.
Arbeit zitieren:
Antje Felgentreu, 2006, Wissensmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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