Universität Leipzig
Institut für Kulturwissenschaften
Seminar:
,,Öffentlichkeitsarbeit für Kultureinrichtungen",
Wintersemester 2004/05
Thema:
Öffentlichkeitsarbeit in Kulturbetrieben:
Eine Gegenüberstellung der Theorie und der Praxis am Beispiel der
Chursächsischen Veranstaltungs GmbH Bad Elster.
Verfasserin:
Neßmann, Janet
5. Fachsemester
Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften (2 HF)
Abgabe:
März 2005
Seite 1
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung
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2.
Der Begriff der Öffentlichkeitsarbeit und
die grundlegenden Probleme der
Kulturarbeit
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3.
Theorie und Praxis der Öffentlichkeitsarbeit
Eine Gegenüberstellung
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3.1 Die Chursächsische Veranstaltungs
GmbH (CVG) in Bad Elster
Vorstellung einer Kultureinrichtung
Seite 5
3.2 Die theoretischen Maßnahmen der
Public Relations und ihre Anwendung
in der CVG
Seite 7
4.
Resümee
Seite 14
5.
Anmerkungen
Seite 15
6.
Literaturverzeichnis
Seite 16
7.
Internetadressenverzeichnis
Seite 17
8.
Anhang
Seite 18
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1.
Einleitung
Diese Hausarbeit untersucht wie dem Titel entnommen werden
kann die Öffentlichkeitsarbeit in Kulturbetrieben. Dabei soll aufge-
zeigt werden, ob die in der Theorie beschriebene mit der in der Pra-
xis angewandten Vorgehensweise identisch ist, oder ob es Abwei-
chungen gibt. Dabei soll das praxisbezogene Vergleichsobjekt eine
kulturelle Einrichtung aus Sachsen darstellen die Chursächsische
Veranstaltungs GmbH, die ihren Sitz in Bad Elster hat.
Zunächst soll jedoch die Begrifflichkeit der Öffentlichkeitsarbeit ge-
klärt werden. Dabei wird neben ihrer Definition auch ihre Einordnung
in die Instrumente des Marketings eine Rolle spielen. Zudem sollen
Probleme aufgezeigt werden zum einen bezogen auf ihr Tätigkeits-
feld, das sich weit über die Grenzen der reinen Maßnahmen der Pub-
lic Relations erstreckt und mit anderen Bereichen verschmilzt. Zum
anderen soll die Problematik der Kultur insbesondere anhand der
jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen im Allgemeinen kurz erläu-
tert werden.
Im Anschluss wird die Vorstellung der Chursächsischen Veranstal-
tungs GmbH anhand ihrer Entstehung, ihres Selbstverständnisses
und ihrer Produkte erfolgen.
Sodann soll die eigentliche Gegenüberstellung von Theorie und Pra-
xis zum Thema werden. Nach einer Darstellung der diversen Teilöf-
fentlichkeiten beziehungsweise Bezugsgruppen und der Arten der
Public Relations wird untersucht werden, inwieweit der von mir ge-
wählte Kulturbetrieb mit diesen theoretischen Erläuterungen überein-
stimmt. Dabei werde ich mich auf den Typ der Product Public Relati-
ons beschränken. Hier soll auf die Handhabung und auf Maßnahmen
der auf die Bezugsgruppe der Abnehmer bezogenen Öffentlichkeits-
arbeit in Bad Elster eingegangen werden. Zu dem dazu notwendigen,
nach außen wirkenden, positiven Image werde ich anhand von Aus-
führungen zum sogenannten Corporate Identity eingehen.
Den Abschluss soll eine Zusammenfassung der gewonnenen Er-
kenntnisse aus dieser Gegenüberstellung bilden.
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2.
Der Begriff der Öffentlichkeitsarbeit und die grundlegenden
Probleme der Kulturarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit, in der Literatur auch unter der englischen
Bezeichnung Public Relations thematisiert, ist einzuordnen in die
Aufgabenfelder der Kommunikationspolitik.
Dieses neben der Produkt-, Preis- und Distributionspolitik existente
Marketinginstrument beschreiben Peter Vermeulen und Hardy Geyer
als lebensnotwenig. Sie begründen ihre Bezeichnung folgenderma-
ßen:
,,Ein Produkt kann noch so gut sein, wenn es niemand kennt,
wird es auch niemand kaufen. Und wenn es nicht gekauft wird,
wird das Unternehmen nicht gesund bleiben. Also muss ein
Unternehmen ständig bekannt geben, was es will, was es kann
und was es produziert." [...]
(1)
Dieses Publikmachen des Unternehmens auf der einen und der Pro-
duktpalette auf der anderen Seite ist ebenso oder vielmehr gerade
für kulturelle Einrichtungen zwingend erforderlich. Dabei greift die
Kommunikationspolitik auf die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Wer-
bung beziehungsweise Reklame, Verkaufsförderung, Pressearbeit
und das Internet zurück.
(2)
Aber auch das Sponsoring und das
Event-Marketing haben sich als neuere Instrumente einen festen
Platz in der Kommunikationspolitik gesichert.
(3)
Der Fokus soll folgend auf der Öffentlichkeitsarbeit liegen. Dabei wird
aber sichtbar werden, dass gerade in der Praxis die Grenzen der
einzelnen Aufgabenfelder verschwimmen und diese sich gegenseitig
ergänzen.
Öffentlichkeitsarbeit wird verstanden als die ,,planmäßig zu gestal-
tende Beziehung zwischen der Unternehmung und den verschiede-
nen Teilöffentlichkeiten (zum Beispiel Kunden, Aktionäre, Lieferan-
ten, Arbeitnehmer, Institutionen, Staat) mit dem Ziel, bei diesen Teil-
öffentlichkeiten Vertrauen und Verständnis zu gewinnen bezie-
hungsweise auszubauen"
(4)
.
Hierbei wird deutlich, dass nicht primär die Absatzsteigerung ange-
strebt wird. Vielmehr soll das Ansehen der Einrichtung in der
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