Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Standörtliche Voraussetzungen 3
2.1 Verbreitung 3
2.2 Klima 4
2.3 Boden 5
3 Gefährdungen für die Kiefer 5
3.1 Abiotische Schäden 5
3.2 Biotische Schäden 6
4 Verwendungsmöglichkeiten von Kiefernholz 7
5 Kiefernwirtschaft in Deutschland 7
5.1 Die historische Kiefernwirtschaft 8
5.2 Moderne waldbauliche Konzepte 8
6 Waldumbau und Bestandesdiversifizierung 9
6.1 Gemischte Bestände aus ökologischer Sicht 9
6.2 Gemischte Bestände aus ökonomischer Sicht 10
7 Möglichkeiten zur Wertsteigerung von Kiefernbeständen 11
7.1 Maßnahmen bei Bestandesbegründung und Bestandespflege 11
7.2 Die Astung als wertsteigernde Maßnahme 12
7.3 Der Überhaltbetrieb 13
8 Gesamtökonomische Beurteilung der Baumart Kiefer 14
8.1 Nachteilige Aspekte 14
8.2 Positive Aspekte 15
9 Zusammenfassung 15
10 Literaturverzeichnis 17
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1 Einleitung
Die Waldkiefer (Pinus sylvestris L.) zählt zu einer der wichtigsten Wirtschaftsholzarten des eurasischen Raumes. Bereits seit Jahrhunderten nutzt der Mensch diese Baumart intensiv. In erster Linie findet das dauerhafte Holz im Konstruktions- und Innenausbau Verwendung, aber auch die Nadeln wurden mittels Streurechen genutzt. Teeröfen lieferten Ruß zum Färben sowie Harz als Schmiermittel, solange Erdölprodukte unbekannt waren.
Auch hinsichtlich der standörtlichen Ansprüche beweist die Kiefer eine erstaunliche Vielseitigkeit. Angefangen bei Mooren, Flußschottern und Kalkfelsen bis hin zu Sandböden wird jeder Lebensraum besiedelt. Die Besetzung von Nischen ermöglicht es der von Natur aus konkurrenzschwachen Kiefer, sich gegen Buchen und Fichten zu behaupten.
Die vielseitige Verwendbarkeit und die Anspruchslosigkeit machten Kiefern damit zur Baumart der Wahl, wenn es galt, durch den Menschen degradierte Flächen wieder aufzuforsten. Heute sind Kiefern, gemessen an der potenziell natürlichen Vegetation in deutschen Wäldern, zum Teil stark überrepräsentiert. Die Beurteilung der heutigen Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht ist die Fragestellung dieser Arbeit.
2 Standörtliche Voraussetzungen
Wie bereits eingangs erwähnt, besetzt die Kiefer Nischenlebensräume. Sie hat als Pionierbaum bereit im Jugendstadium ein hohes Lichtbedürfnis. Die durch Wind bis zu zwei Kilometer weit verbreiteten Samen können in den ca. alle 5 bis 10 Jahre auftretenden Mastjahren Dichten bis zu 1000 Samen pro Quadratmeter erreichen (ROLOFF, 2007). Doch auch Pflanzen an Extremstandorten haben Präferenzen hinsichtlich der Wuchsbedingungen. Je mehr sich die klimatischen und bodenphysiologischen Bedingungen dem Optimum annähern, desto höher ist die erzielte Wuchsleistung.
2.1 Verbreitung
Als Baum des Tief- und Hügellandes liegt der Verbreitungsschwerpunkt natürlicher Kiefernwälder in der boreal- (sub-)kontinentalen Nadelwaldzone Eurasiens. Schwerpunkte sind Skandinavien, Osteuropa und Russland.
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Wie in Bild 1 zu sehen, erstreckt sich das tatsächliche Verbreitungsgebiet der Waldkiefer heute vom Polarkreis in Nordnorwegen mit einem Breitengrad von 70°N bis zu 40°N ins Pontische Gebirge in der Türkei. Im Osten reicht die Grenze weit ins Innere Asiens und endet ungefähr bei 130° östlicher Länge. Die unregelmäßige Westgrenze verläuft quer durch Westeuropa und endet bei 0° östlicher Länge in der spanischen Sierra Nevada. Das Areal erreicht damit eine Ost-West Ausdehnung von rund 14.000 km (VOLOSYANCHUK, 2002). Obwohl an die Bedingungen des Flach- und Hügellandes angepasst, findet man Kiefern in den bayerischen Gebirgen etwa bis 1700 m. In den Schweizer Alpen sowie in Spanien werden sogar Höhenstufen bis 2100 m erreicht. Pinus sylvestris erreicht damit die größte Ausdehnung des Verbreitungsgebiets von allen Arten der Gattung Pinus.
2.2 Klima
Diese weite Ausdehnung resultiert in einer großen Spannbreite der klimatischen Bedingungen, die nur grob vereinfacht dargestellt werden soll. Generell herrscht im größten Teil des Verbreitungsgebietes ein kontinentales Klima vor. Es ist sommerwarm und winterkalt, mit einem Niederschlagsmaximum in den Wintermonaten. Die Jahresniederschläge reichen von ca. 250 mm im Inneren Zentralasiens bis zu ca. 1500 mm in Staulagen der Gebirge. Die Jahresmitteltemperaturen liegen in Bereichen zwischen 2°C an der nördlichen Grenze der Verbreitung bis 18°C in südlichsten Bereich. Dadurch gefördert, wird die Bildung von Klimarassen, welche den jeweiligen Besonderheiten angepasst sind. Allgemein kennzeichnen diese Baumart eine hohe Toleranz gegenüber hohen Temperaturen,
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langen Dürreperioden, Frosttrocknis und eine hohe Frosthärte. Als morphologische Merkmale besonderer Witterungsphänomene können zum Beispiel schlanke Kronen in Gegenden mit häufigem (Nass-)Schneefall und kurze, tief beastete Stämme in Regionen mit kurzer Vegetationsperiode ausgebildet werden. Ein in Kiefernbeständen zu beobachtendes Phänomen ist die Verbesserung des standörtlichen Kleinklimas. Die Nadelspitzen wirken als Kondensationspunkte, mit deren Hilfe Luftfeuchtigkeit ausgekämmt wird und den Bäumen als zusätzlicher „Niederschlag“ zur Verfügung steht.
2.3 Boden
Ebenso anspruchslos wie bei den klimatischen Gegebenheiten sind Kiefern hinsichtlich der Bodeneigenschaften. Einmal abgesehen von absoluten Extremstandorten auf Felsen oder Moorböden werden - wie von den meisten Baumarten - allerdings bevorzugt Standorte mit gutem Nährstoff- und Wasserangebot besiedelt, auf denen dann auch die höchsten Wuchsleistungen erzielt werden.
Als ideale Böden erweisen sich frische bis mäßig frische sandige Lehme bzw. lehmige Sande. Dank ihres Pfahlwurzelsystems können auch tiefer liegende, wasserführende Bodenschichten erschlossen werden. Oft kommen Kiefern auf derartigen Standorten aber lediglich als Beimischung in Eichen-Fichten Wäldern vor, da sie hier gegenüber anderen Baumarten zu konkurrenzschwach sind. In lockeren, fast reinen Beständen tritt sie an für Schattenbaumarten ungeeigneten Standorten wie Föhnprallhängen, Binnendünen, Mooren und Flußschottern auf.
Typische Kiefernstandorte sind damit in Deutschland Brandenburg, der Großraum Nürnberg, die Oberpfalz und die norddeutschen Heidelandschaften. Insgesamt also Regionen in denen ungünstige Bodenbedingungen vorherrschen. So ist in der Anleitung zur Pflege der Kiefernbestände in der Oberpfalz der Bayerischen Oberforstdirektion Regensburg von 1996 auch festgehalten, dass die Kiefer „(…) als führende Baumart auf sehr trockenen, trockenen, (…) sowie auf nährstoffarmen (…) Sand- und Schluffböden vorgesehen“ ist (S. 1, 1996).
3 Gefährdungen für die Kiefer
3.1 Abiotische Schäden
Trotz aller Robustheit, die Kiefern bei klimatischen und standörtlichen Schwierigkeiten beweisen, bleiben sie nicht vor abiotischen und biotischen Gefahren verschont.
Eine der abiotischen Hauptgefahren stellt Schneebruch dar. Vor allem in Naßschneelagen kommt es bei der Verwendung nicht angepasster Rassen häufig zu Schäden. Hier empfiehlt
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Markus Müller, 2007, Beurteilung der Kiefernwirtschaft aus ökonomischer Sicht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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